
Roth live bei tri2b.com

Schwimmstart

"Solarer Berg", Hilpoltstein (GER)

Alex Taubert

Heike Funk

Lothar Leder

Leder, McCormack

Nicole Leder als starke Läuferin

Traumfinale

Geschafft - aber knapp

Der Zweitplatzierte

Beide am Boden

Nicole Leder

Nicole Leder

Heike Funk - Roth 2003

Logo Quelle Challenge Roth
Der Liveticker: Das Rennen des Jahres bei Challengelive.com/tri2b.com
tri2b.com - Redaktion am 29.11.2003 - 14:31 Uhr
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STATUS: RENNEN BEENDET
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QUELLE CHALLENGE ROTH 2003, Roth, Germany
Liveticker der tri2b.com-Redaktion
Sonntag, 6. Juli
Willkommen aus
Roth von der Quelle Challenge 2003, willkommen zum Liveticker der
tri2b.com-Redaktion.
6:00 Guten Morgen aus Roth
Es ist der Tag der mit Spannung erwarteten 2. Auflage des Best old Race, der Quelle Challenge 2003. 13 Grad, leichter Wind aus West, nur leicht bewölkter Himmel. Einige hundert Zuschauer haben sich bereits jetzt auf der Brücke über dem Main-Donau-Kanal versammelt, in der Wechselzone ruhige Betriebsamkeit.
6:30 Das Rennen ist gestartet
6:40 Scharfe Pace von Sheldrake
Stephan Sheldrake, der schwimmschnelle Neuseeländer, übernimmt sofort die Führung und liegt 20 Meter vorn. Dahinter eine Gruppe mit Ute Mückel, Lothar Leder und vorn Chris McCormack
6:45
Der Plan der drei schnellen Männer von der Südhalbkugel ist es, die deutschen Männer abzuhängen - das vermutete gestern Lothar Leder. Nun versucht Macca den Absprung nach vorn zu Sheldrake, der weiter mit einem Vorsprung von 15 Metern führt
6:55
Bei 1000m inzwischen unglaubliche 100 Meter Vorsprung für Sheldrake, der den Schwimmrekord des Dortmunders Michael Prüfert angreifen möchte, wie er vorher verraten hatte. - Dahinter eine Gruppe von 10 Athleten mit Macca an der Spitze. Lotha
7:00
An der Wende eine unveränderte Konstellation. Sheldrake mit über 100 Metern allein vorn, in der Gruppe dahinter Macca, auch Alexander Taubert weit vorn - Lothar ganz hinten. Die ersten Prognosen sprechen von einem Schwimmsplit von rund 45 Minuten, das wäre 1:30 über Prüferts Rekordmarke von 1997 (43:35)
7:10
Die Gruppe ist geplatzt und Leder hat den Absprung verpasst. Er hängt am Ende der zweiten Verfolgergruppe, während in der ersten Rhodes die Pace macht, um Sheldrake nicht weiter entkommen zu lassen.
7:13
Noch wenige Meter zu schwimmen für Sheldrake. In der Gruppe dahinter zieht Rhodes den Australier McCormack, beide rund eine Minute vor der Leder-Gruppe, in der auch Mückel und Taubert Seite an Seite schwimmen.
7:17:20
Sheldrake ist als Erster in der Wechselzone - mit einer phantastischen Schwimmzeit. Die Konkurrenten haben noch mehr als 100 Meter zu schwimmen. Zwischen den beiden Verfolgergruppen ist der Abstand wieder kleiner geworden: rund 20 Sekunden nur zwischen Rhodes/Macca und Leder. Ute Mückel führt mit über 2:00 Minuten.
7:30
Über 15.000 Zuschauer haben den spannenden Schwimmauftakt verfolgt, begleiteten die Schwimmer zu Fuß und mit Mountainbikes am Ufer des Main-Donau-Kanal - das schätzen die Spotter des tri2b.com-Teams.
7:44
Hier die ersten Zwischenergebnisse bei Kilometer 10, an einem kleinen Anstieg kurz hinter dem Dorf Wallesau:
Sheldrake führt
Macca, Leder, Luoto und - Chabaud: +2:00
Rhodes + 3:00
Taubert + 3:10
7:48
Bei den Frauen der erwartete Zwischenstand, jedoch ist der Abstand zwischen Mückel und ihren Verfolgerinnen viel größer als erwartet:
Gut 5:00 Minuten zu Leder und Funk, Jesberger und Bakker weitere zwei Minuten zurück...
8:05
Sheldrake kann sich erstaunlich gut gegen die Angriffe der Dreiergruppe Leder/Macca/Chabaud behaupten - immer noch führt er mit 1:50 Minuten. Leder guckt kämpferisch, McCormack dagegen lächelt in die Fernsehkameras des Bayerischen Rundfunk, Chabaud hält sich bedeckt.
Chabauds Strategie allerdings scheint aufzugehen: in einem Interview mit tri2b.com am Freitagabend hatte der Franzose verraten, er wolle, falls er denn mit Leder und McCormack vorne wäre, bei etwa 50 Kilometern eine erste Attacke lancieren.
Die Abstände:
Leder +1:50
Luoto +2.50
Söderdahl +3:20
Taubert und Heiko Tewes +4:30
Rhodes, Bernd Eichhorn +5:00
8:20
Sehen wir am Anstieg von Greding die erste Attacke? Noch liegt Sheldrake mit einer Minute vorn, hinter dem führenden Leder lauern Macca und Chabaud. Als Single-Rider hat Luoto mit 3:50 Rückstand zur Spitze Tewes und Taubert im Nacken. Wo ist der Finne Söderdahl?
8:30
Sheldrake ist fällig: Am Kalvarienberg liegt die Dreiergruppe mit Leder nur noch 100 Meter hinter dem schwimmstarken Neuseeländer. Und die Bedingungen werden jetzt schwerer: Auf den nächsten 20 Kilometern bläst der Wind von vorn, 3 bft.
Warum lächelt Macca? Und Chabaud, berichtete soeben Wolfgang Dittrich, hatte Leder bereits in der Ebene kurz "angetestet"
8:32
Heike Funk macht ernst. Die Deutsche Meisterin, die zuhause am Chiemsee regelmäßig den Babyanhänger hinter ihrem MTB die Berge heraufzieht, hat am Anstieg zum Kalvarienberg die meiste Kraft. Mückel, die vor 10 Kilometern noch deutlich in Führung gelegen hatte, ist nun nur noch Dritte mit 0:50 Sekunden Rückstand. Und auch Leder kann nicht ganz folgen, sie liegt eine halbe Minute hinter Funk zurück.
8:45
Die radschwachen Wochen von Nicole Leder scheinen allerdings vorbei zu sein. Nach Berichten der tri2b-Spotter, die soeben auch Wolfgang Dittrich bestätigen konnte, sieht die Darmstädterin gut aus, kontrolliert und kraftvoll. Noch liegen die drei führenden Frauen in Sichtweite voneinander.
8:48
Sheldrake hat sich eingereiht, die Vierergruppe fährt aber weiter ein höllisches Tempo. Alex Taubert, der sich inzwischen von Tewes gelöst und allein auf die Verfolgung gemacht hat, ist auch nach drei Minuten noch nicht in Sicht.
8:55
Panne bei Chabaud. Eigentlich hatte der Franzose bei 50 Kilometern seine erste ernsthafte Attacke lancieren wollen. Stattdessen musste er mit etwas klammen Fingern nun den hinteren Drahtreifen reparieren. Als er das Rennen wieder aufnehmen kann, sind Taubert, kurz darauf auch Tewes und Söderdahl schon in Sicht.
9:00
Heike Funk hat sich davongemacht - viel später als erwartet allerdings konnte sie sich von ihren laufstarken Konkurrentinnen absetzen. Funk tritt extrem dicke Übersetzungen, locker sieht das zur Zeit nicht aus. Leder fährt weiter stark, liegt unangefochten an zweiter Stelle. Dahinter nun Gillian Bakker aus Kanada, Ute Mückel nun deutlich abgeschlagen Vierte und hat Jesbergers Atem bereits im Nacken.
9:25
Macca sorgt für das Tempo, Leders kämpferischem Gesichtsausdruck ist es nicht zu entnehmen, ob ihn die Tempovorgabe des Australiers quält "Hang loose" winkt der in die Kamera. Kurz vor Ende der ersten Runde kämpft Sheldrake dagegen hart um den Anschluss, reißt an jeder Kurve etwas ab.
9:40
Am Morgen hatte Felix Walchshöfer orakelt: "Bei den heutigen Bedingungen könnte es eine Zeit deutlich unter acht Stunden geben, die Wetterprognose verheißt ideale Voraussetzungen für Maccas Plan." Und tatsächlich lagen die Männer am Solarer Berg nur eine knappe Minute hinter dem Weltrekordkurs des Belgiers Luc van Lierde (1997). Dabei macht der frische Wind auf den langen Geraden zwischen Greding und Hilpoltstein den Kurs nicht schnell.
9:55
Während Macca an den kleinen Anstiegen zwischen Wallesau und Thalmässing meistens in der Aero-Position liegen bleibt, muss Leder schnell aus dem Sattel. Dennoch, der Titelverteidiger lässt sich vom großen australischen Herausforderer nicht abschütteln. Dieser Pace kann allerdings sonst keiner mehr folgen: Chabaud liegt nach 95 Kilometern 5:30 zurück, Taubert 7:30. Und Bryan Rhodes? Nichts wird es mit dem "Club der Elite" der Sub-8. Mehr als 13 Minuten berichteten die ungeduldigen Spotter zum Ende der ersten Radrunde.
10:15
"Altstar" und tri2b.com-Kolumnist Wolfgang Dittrich ist sicher: "Lothar hat das Rennen zur Zeit sicher nicht unter Kontrolle. Es sollte mich nicht wundern, wenn Macca bei der zweiten Durchfahrt am Kalvarienberg ernst macht. Mit Leder wird er nicht loslaufen wollen."
10:25
Was hat Macca mit Lothar vor? Im Anstieg wartet der Australier sogar auf Leder, der bereits vierzig Meter zurückgelegen hatte. "It's a great race", sagt McCormack, "wie sieht's nach hinten aus", fragt Leder.
10:34
Anruf von Bryan Rhodes in der tri2b.com-Redaktion: "Its a big Sch...", benutzt er das deutsche Wort um seinen Frust loszuwerden: Ich habe meinen Reifen wechseln müssen, scheinbar ist das Ventil defekt. Der Reifen ließ sich nicht richtig aufpumpen, ich bin x Mal abgestiegen um zu pumpen. Jetzt habe ich 20 Minuten lang auf den Materialwagen gewartet, der ist nicht gekommen. Ich bin 'raus". Der amerikanische Journalist Steve Handwerker hat inzwischen den Besenwagen geordert ...
11:10
Mittlerweile tun sich Macca und Lothar nichts mehr. Zwar fährt Leder auch bei Eysölden häufig im Wiegetritt, das könnte allerdings auch an der "kurzdistanzverdächtigen Sitzposition" seines neuen Rades liegen. Beide fahren vollkommen unangefochten an der Spitze, während die Abstände nach hinten in den langen Gegenwindstücken immer größer werden. Inzwischen schließt Chabaud zu Sheldrake auf, beide liegen rund acht Minuten zurück. Taubert gelingt es übrigens nicht, seinem Schatten Tewes zu entkommen. 11.30 Rückstand für die Beiden
11:15
Funk leidet, aber sie hat auch gar keine andere Wahl. Wenn sie ihre Chancen im abschließenden Marathon wahren wolle, müsse sie über 15 Minuten Vorsprung vor der laufstarken Konkurrenz mit in den Marathon nehmen. Meint sie selbst. Noch ist Leder, die viel ökonomischere Gänge tritt und konzentriert und kontrolliert wirkt, nur 7:00 Minuten zurück.
11.30
Zehn Kilometer vor der Wechselzone: Soeben passiert die Männerspitze zum letzten Mal die Brücke über den Kanal bei Hilpoltstein, hat sich am Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Führenden nichts geändert. McCormack und Leder weit in Front, Chabaud und Sheldrake das zweite Pärchen. Noch nichts zu sehen von Taubert, Tewes oder gar Luoto
11.41
Gut zehn Minuten liegen die führenden Männer nun hinter dem Fahrplan der Weltbestzeit, denn eigentlich müssten sie nun die Wechselzone erreichen. Soeben passieren sie die Eckersmühlener Biermeile ...
11:50
Lothar Leder und Chris McCormack sind am neuen Wettkampfzentrum an der Hilpoltsteiner Straße vor den Toren Roths angekommen. Leder, der legendär schnelle Wechsler, wird ab jetzt den Druck auf Leder erhöhen. Von Leder kennt man ja genau das: Blitzwechsel und Tempolauf, um den Gegner gleich zu Beginn zu schockieren.
12:05
Mit neun Minuten Rückstand ist Chabaud soeben auf die Laufstrecke gegangen. Vielleicht hat der Franzose bereits nach dem Pannenpech seine Hoffnungen auf einen Sieg begraben, denn danach wuchs sein Rückstand kontinuierlich. Auch der dritte Treppchenplatz ist aber alles andere als in trockenen Tüchern, denn mit weiteren acht Minuten ging soeben das Trio Taubert, Söderdahl und Tewes auf die Strecke. Taubert ist ein starker Läufer, der schon oft bewiesen hat, dass er einen Marathon progressiv gestalten kann.
12:12
Noch sind keine fünf Kilometer gelaufen und Leder liegt weiter gute 50 Meter vorn. Natürlich versucht Macca, das Loch nach dem Wechsel so schnell wie möglich zu schließen.
12:14
Margus Tamm ist als Siebter soeben durch T2, kurz hinter Harald Funk, dem Ehemann von Heike.
12:24
Überraschender Angriff von Tom Söderdahl. Der finische Neoprofi, eher als Dark Horse in die 2. Quelle Challenge gegangen, hat sich gleich zu Beginn des Marathon von Alexander TAubert absetzen können und liegt bei Laufkilometer 5 mehr als eine Minute vor dem letztjährigen
Hawaii-Fünften.
12:29
Da war Leder schon 45 Sekunden vorn, bei Laufkilometer acht. Doch es trieb den Deutschen in die Büsche und als er wieder hervorkam, war Macca zurück. Nun laufen beide einträchtig nebeneinander, schließen vielleicht sogar einen temporären Pakt für die nächsten Kilometer?
12:33
Weiter entkommen ist die hart kämpfende Heike Funk ihren gefürchteten, laufstarken Konkurrentinnen nicht mehr. Soeben passierte die Deutsche T2, nach Berichten der Spotter aus Eckersmühlen liegt nun Erika Csomor mit 5.40 Minuten Rückstand an zweiter Stelle, Bakker folgt mit 6.05
12.42
Wer sieht nun besser aus bei Kilometer 12,5? McCormack und Leder laufen beide recht locker, der Australier vielleicht eine Spur entspannter. Spannender könnte die Konstellation nicht sein, denn beide Athleten, früher echte Spezialisten auf der kurzen Strecke, können das Tempo kurzfristig erhöhen.
13.18
Das wird ein ganz neues Rennen, wenn es in rund zwei Stunden um den Sieg geht. Denn derzeit joggen Leder und McCormack gerade einmal im 4:10er Schnitt über die Marathonstrecke. Ein guter Kenner meint, Macca werde möglicherweise bei Laufkilometer 35 angreifen, doch noch laufen die beiden einträchtig im Smalltalk nebeneinander her.
13.04
Bei Kilometer 12, auf dem Rückweg vom zweiten Wendepunkt, wird es für den Franzosen Chabaud eng. 30 Sekunden hinter ihm stürmt Söderdahl nach vorn. Und auch dahinter wird das Klassement derzeit neu gemischt, denn hinter Taubert, der an den Aid-stations Gehpausen einlegen muss, hinter Sheldrake, Tewes und Söderdahl formiert sich ein starkes Duo: Der Spanier Santamaria Perez und der Finne Mika Luoto, der auf dem RAd Pannenpech hatte, sind die derzeit schnellsten Läufer im heutigen Marathon.
13.12
Etwa fünf Kilometer sind die führenden Frauen gelaufen, da liegt Heike Funk weiterhin sechs Minuten vor Erika Csomor. Bakker läuft weitere zwei Minuten dahinter auf Platz drei, Leder ist mit 10 Minuten Vierte. Ute Mückel hat sich mit Heidi jesberger zusammengeschlossen: 18:00 zur Spitze
13.15
Leder macht ernst und MCCormack kommt ins Straucheln. Mit einer plötzlichen Tempoverschärfung hat sich der erfahrene Leder sofort um rund 150 Meter abgesetzt und der Marathon hat Halbzeit. Lange hat es gedauert, aber nun ist die klare Regie des Königs von
Roth unverkennbar
13.25
Alles andere als Csomors Marathon-Attacke wäre eine Überraschung gewesen. Das wusste Heike Funk auch und nun, neun Kilometer im Marathon, kann sie bereits den Atem der ungarischen Favoritin im Nacken spüren. Gillian Bakker allerdings ist noch nicht in Sicht
13:33
Kaum geschrieben erreicht uns der Bericht des amerikanischen Kollegen Handwerker: Csomor winkt ab, wird plötzlich langsam. Leidet sie unter den Folgen ihrer hartnäckigen Verletzung des vergangenen Winters? Erst im Januar hatte sie ihr Training wieder aufnehmen können und kaum Rennpraxis sammeln können. Nun und nur 200 Meter hinter Funk, interessiert sich für die Rückstände ihrer Konkurrentinnen Bakker und Leder. Funk dagegen läuft ihr Rennen, wortlos, etwas blass, aber fokussiert.
13.39
Mannheimer Duell, Halbmarathon: Taubert hat soeben als Fünfter die Marke passiert, doch Vereinskamerad Luoto liegt nur noch drei Minuten dahinter.
13.44
Kaum zu glauben: erneut hat Macca zu Leder aufgeschlossen, hat eine volle Minute Rückstand schließen können. Wir werden versuchen, die Hintergründe dieses Katz-und-Maus-Spiels, zu ergründen.
13:57
Paarlauf-Kür, aber bald kommt die Pflicht. Bei Kilometer 31 laufen Macca und Leder genauso Brust an Brust wie die dritt-/viertplatzierten Söderdahl/Chabaud. Während sich die beiden Führenden sogar gegenseitig das Wasser an den Aid-Stations anreichen, sind der Finne Luoto und der Franzose Chabaud konzentriert und wortkarg.
14.08
Csomor hinkt, eine Verhärtung im rechten Oberschenle macht ihr seit einigen Kilometern schwer zu schaffen. Das Gesicht schmerzverzerrt, versucht die sympathische Ungarin aber weiterhin, das Ziel zu erreichen. Derweil erlebt Nicole Leder ihre "Wiedergeburt". Weit war sie in den letzten 30 Kilometern der Radstrecke zurückgefallen und wirkte lange Zeit chancenlos. Nun ist sie plötzlich wieder eine der Favoritinnen um den Sieg. Denn derzeit ist ihre Pace 3-Stunden-verdächtig.
14.19
Nun spricht alles für ein echtes Sprintfinale! Immer noch liegen Leder und McCormack gleichauf, Macca 25 Zentimeter hinter dem Deutschen. Beide sind Kurzdistanzler, beide können sprinten. Die letzten 1500 Meter von
Roth werden vielleicht Geschichte schreiben ...
14:37
Kilometer 39 und die letzte Verpflegung
14:40
Sie tun es, sie entscheiden das Rennen im Sprint. Wie kann so etwas ausgehen??
14:44
Es ist entschieden, nach einem unglaublichen, dem schnellsten Langdistanzfinale aller Zeiten. In den letzten 500 Metern suchte Leder die Entscheidung - und gewann. Nun werden beide Athleten ärztlich versorgt, liegen am Boden.
14:46
Ein bisschen Show, vielleicht? Nun stehen beide Freunde nebeneinander im Ziel, feiern ein großartiges Rennen in einer hervorragenden Zeit. Sicher, mit der Weltbestzeit wurde es nichts, auch die Acht-Stunden-Marke war früh außer Reichweite. Es war ein taktisches Rennen und 100.000 sind aus dem Häuschen. Auf der Landstraße ist bis nach
Roth der Asphalt nicht mehr zu sehen - und das sind immerhin einige hundert gut ausgebaute Straßenmeter ...
14.52
Chabaud hat es geschafft, er konnte die stundenlangen Angriffe des Finnen Söderdahl abwehren und ist nur noch wenige Meter vom Ziel entfernt. Beeindruckendes Comeback nach der Panne.
14.53
Und hier ist er: der Tagesdritte Francois Chabaud
14.55
Auch Tom Söderdahl ist im Ziel, der Abstand war gering. Ganz so sehr wie der Sieger hat Chabaud die Nerven der Massen im Ziel allerdings nicht strapaziert.
14:58
Taubert ist Fünfter
15.20
Ein unglaubliches Rennen in
Roth. Und es sieht so aus, als ob der Kampf um die Top-Spots kein Ende nehmen will. Es sieht alles nach einem Doppelsieg aus, denn wie heißt es so schön? Die Leders kommen! Genau! Nicole führt in den letzten Kilometern mit über sechs Minuten. Aber dahinter will sich Heike Funk einfach nicht geschlagen geben und greift die Ungarin Csomor erneut an. Aus einer Minute Abstand sind erneut dünne neun Sekunden geworden.
15:30
Sechs Kilometer noch bis zur Finishline für Nicole leder. Was wird das der sympathischen Frau aus Darmstadt gut tun, die nach ihrem Raddesaster von Hilpoltstein gegenüber tri2b.com gestanden hatte: "Diese Niederlage hatte mir ganz schön zugesetzt, da hat mein Selbstbewusstsein richtig gelitten." Damals durften wir dieses Zitat nicht veröffentlichen, nun tun wir das guten Gewissens.
15:38
Und hier die noch fehlenden Top-Ten Plätze der Männer:
6. Mika Luoto (FIN) 8:31
7. Alexandro Santamaria Perez (ESP) 8:34
8. Margus Tamm (EST) 8:42
9. Harald Funk (GER) 8:45
10. Bernd Eichhorn (GER) 8:46:45
15:45
Der Doppelsieg der Leders ist perfekt! Das erste Mal in der Rother Geschichte gewinnt ein Ehepaar das geschichtsträchtige Rennen um den rund um den Main-Donau-Kanal. Versuche gab es schon einige, zum Beispiel durch das Ehepaar Wanklyn-Glah Anfang der Neunziger Jahre. Oder durch die Leders selbst in den vergangenen Jahren. Herzlichen Glückwunsch Nicole, herzlichen Glückwunsch Lothar!
15:58
Und nun ist es Zeit, die kämpferische Heike Funk (9:28:34) im Ziel zu feiern, die Mutter von drei Kindern, Ehefrau des neuntplatzierten Full-Time-Orthopäden Harald. Sie lieferte ein couragiertes Rennen, lag stundenlang in Führung, fiel zurück auf Platz vier, kämpfte sich erneut nach vorn - unglaublich! Genau das meinen die Erfinder des Wortes mit "Titelverteidigung", auch wenn es nicht ganz gereicht hat heute gegen die starke Nicole Leder.
15:59
Erika Csomor, die zweite des Vorjahres, die vor zwei Tagen auf die Frage nach dem auf ihr liegenden Druck humorvoll antwortete: Druck gehört in die Reifen, nicht ins Herz", sie hatte ein großartiges Comeback nach ihrer Verletzung im Winter, bestritt nur wenige Rennen in der Vorbereitung
16:12
Auf Rang vier kommt Karyn Ballance ins Ziel, dicht gefolgt von Heidi Jesberger auf Platz fünf.
16:17
Den sechsten Platz sichert sich die Kanadierin Gillian Bakker.
16:28
Stefanie Glasennapp, aktuelle nordrhein-westfälische Duathlonmeisterin, erreicht auf Rang sieben das Ziel. Ihre Zeit 9:58:54, vielleicht die letzte Damenzeit des Tages unter der magischen 10 Stunden Marke.
16:30
Die Japanerin Yoko Hori bleibt acht Sekunden über der 10 Stunden Marke und belegt den achten Platz.
16:42
Als neunte Frau kommt die Ambergerin Gabriele Keck nach 10:12:20 ins Ziel im Rother Triathlonstadion. Welche Athletin holt sich jetzt den letzten freien Platz in den Top Ten?
16:50
Beate Kleindienst, vielfache Ironman
Hawaii Finisherin, darf sich nach 10:20:32 über den zehnten Gesamtrang freuen.
17:50
Den Einzelstartern sollten sie die Show nicht stehlen, das war klar. Darum hatten die Veranstalter beschlossen, das Rennen der Staffeln aus dem übrigen Renngeschehen aus zu koppeln und deutlich später zu starten. Besser war's, sonst hätten die Teams noch das atemberaubende Duell zwischen Leder und McCormack gesprengt. Hätten sie wirklich: Das Mixed(!)-Team Radsport Greiner/Westallgäu mit Duathlon-Altmeister Roland Ballerstedt reichte zwar an die Radzeit von Lothar Leder (4:27:49) knapp nicht heran, doch Ballerstedts 4:30:09 waren unter den gegebenen Bedingungen sicher eine starke Leistung. 50:42 - 4:27:49 - 2:51:06, fast wäre heute doch noch die Acht-Stunden-Grenze gefallen. Ob sich das Team trotz Titelgewinns nun ein wenig ärgert ...?
19.10
Erst in den Nachmittagsstunden hatte die Sonne über
Roth an Kraft gewonnen, gut 25 Grad zeigte das Thermometer um 15.00 Uhr. Inzwischen haben genau 823 Männer, 92 Frauen und 266 (von den 350 gestarteten) Staffeln das Ziel am neuen Wettkampfzentrum am Ortseingang von
Roth erreicht.
19:17
Felix Walchshöfer, verantwortlich für die internationalen Medien und Athletenkontakte, ist am frühen Abend sichtbar erschöpft, aber dennoch bestens gelaunt: "Zwei solche Höhepunkte hätten wir uns nicht träumen lassen: Ein spannendes Duell zwischen dem 'König von Roth' Lothar Leder und seinem unglaublich starken Gegner hatten zwar alle erwartet. Aber dass es so kam - einfach phantastisch für Sportler und Zuschauer. Dann das Rennen der Frauen mit dem Sieg von Nicole, also dem Doppelsieg der Leders - mehr kann man an einem einzigen Tag nicht bekommen. Die Polizei teilte uns soeben mit, es seien weit über 100.000 an den Strecken gewesen. Das wären mehr als im vergangenen Jahr."
"Unser neues "blaues" Stimmungsnest in Schwanstetten hatte übrigens einen phänomenalen Start und auf die bisherigen Schwerpunkte konnten die Athleten sich ohnehin verlassen. Wir sind bewegt und rundum glücklich. Als Michael McCormack seinen Start für das kommende Jahr gleich nach dem Zieleinlauf ankündigte, wusste ich: das ist ein riesiges Kompliment für
Roth, die Organisatoren und alle Helfer!"
21:55
Ein langer Tag in
Roth wird vollendet. Niemand hat sich hier weg bewegt, im Gegenteil: die Tribünen sind so voll wie den ganzen Tag nicht. Der Applaus ist so laut wie zum Zieleinlauf der Sieger des heutigen Tages. Soeben wurde der Beitrag des Bayerischen Fernsehens auf die Großleinwand im Ziel projeziert. Auch die großen Starshaben sich nun hinter der Zielline eingefunden. Lächeln in allen Gesichtern, Tränen in manchen - bei einem solchen Rennen dabei zu sein, hinterlässt auch in den robustesten Seelen bleibende Spuren, bei Athleten und Zuschauern in gleicher Weise.
22:40
Ein ganzer Landkreis feierte den Triathlon - Soeben endete in
Roth ein riesiges Spektakel. Die Dramaturgie war perfekt, wie schon seit den Mittagsstunden. Vor vollen Tribünen erreichte "Altstar" Arvid Hager als letzter das Ziel im Zeitlimit. Sekundengenaue Arbeit.
In einem großen Feuerwerk, im Schein von zehntausend Wunderkerzen auch ein paar Versprechen: Quelle ist weiter dabei, zunächst bis 2005, McCormack und Chabaud wollen im nächsten Jahr ebenfalls wiederkommen ..
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