Profi-Talk - Die Leders plaudern aus dem Nähkästchen
M. Rackwitz für tri2b.com am 12.04.2005 - 10:00 Uhr
Zu einem echten Trainingscamp gehören neben der sportlichen Praxis auch ein gewisses Maß an Theorie und Erfahrungsaustausch. Und auch hier kniffen Nicole und Lothar Leder nicht, sondern standen den Gewinnern am Abend des zweiten Trainingstages über eine Stunde Rede und Antwort.
Pünktlich um 21.00 Uhr waren sämtliche Teilnehmer in der reservierten Lounge versammelt. Die Fragen, die den Teilnehmern schon lange unter den Nägeln brannten, wollten schließlich allesamt und ausführlich in dieser Runde diskutiert werden. Und damit auch die Kehlen nicht austrockneten, stand wie bereits am Vorabend ausreichend Erdinger Alkoholfrei zur Verfügung.
Welche Fragen sind angebracht?
Aller Anfang ist schwer, und so gestaltete sich der Auftakt der Talk-Runde etwas zäh. Doch Lothar und Nicole sind Profis genug, um die sich anfangs bildende Scheu der Gesprächsrunde zu überbrücken. Mit einem kurzen Abriss ihres jeweiligen sportlichen Werdegangs war ein guter Einstieg gefunden. Dass beide früher leistungsorientierte Schwimmer waren, dürften die Meisten noch gewusst haben. Aber dass Lothar die Grundlage seiner heutigen Laufstärke auf Volkswandertagen der in seinem Dorf stationierten amerikanischen Soldaten legen konnte, hatte so wohl noch niemand gehört. Überraschend auch Nicoles Geständnis: das Wettkampfrad für ihr Renndebüt traf tatsächlich erst zwei Wochen vor dem Start bei ihr ein.
Nach diesen privaten Einblicken war schnell das Eis gebrochen, schnell kristallisierten sich die Themenbereiche „Trainingaufbau“ und „Ironman“ als erste Schwerpunkte heraus und Nicole und Lothar beantworteten die gestellten Fragen zügig und mit Klartext.
„Manche kommen nach Mallorca und trainieren sich kaputt für die Saison“
Erstaunlich für die Teilnehmer war, wie viel Bedeutung Lothar heute der Regeneration beimisst. „Ein Ruhetag in der Woche muss sein“, so der Darmstädter, aber augenzwinkernd fügte er hinzu: „Manchmal haben wir dann abends ein so schlechtes Gewissen, dass wir noch schwimmen gehen“. Und nicht nur der Ruhetag jede Woche sollte eingehalten werden. Vier bis sechs Wochen im Jahr lässt das Ehepaar Leder Triathlon Triathlon sein und schaltet komplett ab.
Zum Thema „Ironman“ hatten Nicole und Lothar neben vielen praktischen Tipps nochmals etwas Besonderes für die staunenden Ausdauersportler parat. Wer das Ziel hat, einen Ironman zu finishen, kann diese Anspannung nicht über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten. „Mental ist das über ein Jahr nicht zu leisten. Legt den Fokus auf die letzten acht bis zehn Wochen. Das mag sich komisch anhören, aber das reicht“ versicherte Nicole. „Wenn man solange auf ein Ziel hinarbeitet, ist es ganz wichtig, danach etwas anderes zu haben, denn sonst fällt man in ein brutales Loch.“
Ernährung - aber richtig
Im Wettkampf gibt es keine Experimente. Die Ernährung, egal für welchen Wettkampf, sollte in jedem Fall vorher im Training ausprobiert werden, andernfalls könne der Tag in einem Ironman-Rennen schon ganz schön lang werden.
Sehr verantwortungsbewußt ging Nicole auch mit dem Thema „Nahrungsergänzung“ um. Zuerst gelte es vorhandene Mangelzustände zu erkennen. Erst dann sollten, aber auch dies individuell unterschiedlich, die vorhandenen Mängel durch geeignete Substitution beseitigt werden. Wie überall sonst gelte auch hier: „Extreme vermeiden“.
Anschliessend gab es für die TRI-CUP-Gewinner kein Halten mehr. Kaum ein Thema aus dem Triathlonsport blieb unberührt: Jahresplanung, Sitzprobleme, erster Ironman, Wechseltraining, Schuhe, Trainingsumfänge ... Fragen über Fragen wurden kompetent beantwortet - immer mit dem Hinweis, dass es sich um persönliche Erfahrungen und weniger um allgemeingültige Lehrmeinungen handle.
Als sich die Gespräche im weiteren Verlauf des Abends dann mehr und mehr in Richtung Erfahrungs- und Erlebnisaustausch auf verschiedenen Rennstrecken verlegten war dies ein sicheres Zeichen für Nicole und Lothar, dass der Wissensdurst Ihrer Gesprächspartner gestillt war - zumindest bis zum nächsten Trainingstag.
Lesen Sie weiter in Teil 6: "Glückliche Teilnehmer - zufrieden, motiviert und mit Spaß dabei" ...
Pünktlich um 21.00 Uhr waren sämtliche Teilnehmer in der reservierten Lounge versammelt. Die Fragen, die den Teilnehmern schon lange unter den Nägeln brannten, wollten schließlich allesamt und ausführlich in dieser Runde diskutiert werden. Und damit auch die Kehlen nicht austrockneten, stand wie bereits am Vorabend ausreichend Erdinger Alkoholfrei zur Verfügung.
Welche Fragen sind angebracht?
Aller Anfang ist schwer, und so gestaltete sich der Auftakt der Talk-Runde etwas zäh. Doch Lothar und Nicole sind Profis genug, um die sich anfangs bildende Scheu der Gesprächsrunde zu überbrücken. Mit einem kurzen Abriss ihres jeweiligen sportlichen Werdegangs war ein guter Einstieg gefunden. Dass beide früher leistungsorientierte Schwimmer waren, dürften die Meisten noch gewusst haben. Aber dass Lothar die Grundlage seiner heutigen Laufstärke auf Volkswandertagen der in seinem Dorf stationierten amerikanischen Soldaten legen konnte, hatte so wohl noch niemand gehört. Überraschend auch Nicoles Geständnis: das Wettkampfrad für ihr Renndebüt traf tatsächlich erst zwei Wochen vor dem Start bei ihr ein.
Nach diesen privaten Einblicken war schnell das Eis gebrochen, schnell kristallisierten sich die Themenbereiche „Trainingaufbau“ und „Ironman“ als erste Schwerpunkte heraus und Nicole und Lothar beantworteten die gestellten Fragen zügig und mit Klartext.
„Manche kommen nach Mallorca und trainieren sich kaputt für die Saison“
Erstaunlich für die Teilnehmer war, wie viel Bedeutung Lothar heute der Regeneration beimisst. „Ein Ruhetag in der Woche muss sein“, so der Darmstädter, aber augenzwinkernd fügte er hinzu: „Manchmal haben wir dann abends ein so schlechtes Gewissen, dass wir noch schwimmen gehen“. Und nicht nur der Ruhetag jede Woche sollte eingehalten werden. Vier bis sechs Wochen im Jahr lässt das Ehepaar Leder Triathlon Triathlon sein und schaltet komplett ab.
Zum Thema „Ironman“ hatten Nicole und Lothar neben vielen praktischen Tipps nochmals etwas Besonderes für die staunenden Ausdauersportler parat. Wer das Ziel hat, einen Ironman zu finishen, kann diese Anspannung nicht über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten. „Mental ist das über ein Jahr nicht zu leisten. Legt den Fokus auf die letzten acht bis zehn Wochen. Das mag sich komisch anhören, aber das reicht“ versicherte Nicole. „Wenn man solange auf ein Ziel hinarbeitet, ist es ganz wichtig, danach etwas anderes zu haben, denn sonst fällt man in ein brutales Loch.“
Ernährung - aber richtig
Im Wettkampf gibt es keine Experimente. Die Ernährung, egal für welchen Wettkampf, sollte in jedem Fall vorher im Training ausprobiert werden, andernfalls könne der Tag in einem Ironman-Rennen schon ganz schön lang werden.
Sehr verantwortungsbewußt ging Nicole auch mit dem Thema „Nahrungsergänzung“ um. Zuerst gelte es vorhandene Mangelzustände zu erkennen. Erst dann sollten, aber auch dies individuell unterschiedlich, die vorhandenen Mängel durch geeignete Substitution beseitigt werden. Wie überall sonst gelte auch hier: „Extreme vermeiden“.
Anschliessend gab es für die TRI-CUP-Gewinner kein Halten mehr. Kaum ein Thema aus dem Triathlonsport blieb unberührt: Jahresplanung, Sitzprobleme, erster Ironman, Wechseltraining, Schuhe, Trainingsumfänge ... Fragen über Fragen wurden kompetent beantwortet - immer mit dem Hinweis, dass es sich um persönliche Erfahrungen und weniger um allgemeingültige Lehrmeinungen handle.
Als sich die Gespräche im weiteren Verlauf des Abends dann mehr und mehr in Richtung Erfahrungs- und Erlebnisaustausch auf verschiedenen Rennstrecken verlegten war dies ein sicheres Zeichen für Nicole und Lothar, dass der Wissensdurst Ihrer Gesprächspartner gestillt war - zumindest bis zum nächsten Trainingstag.
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