
Thomas Hellriegel

Peter Reid
Yesterday: Hawaii-Champs blieb der Sieg verwehrt
H. Eggebrecht für tri2b.com am 07.06.2005 - 17:24 Uhr
Die Rother Langdistanz ist seit jeher eines der prestigeträchtigsten Rennen der Triathlonwelt. Ein Sieg im Frankenland ist beinahe genauso viel wert wie ein Sieg beim Ur-IRONMAN auf Hawaii. In der Geschichte des Rother-Rennens haben schon mehrmals die amtierenden Kona-Champions versucht, endlich auch den Titel in Roth zu gewinnen. Bei den Männern hat es bisher nur einer geschafft.
Im Jahr 1994 kam der US-Amerikaner Mark Allen als damals fünffacher Hawaii-Sieger nach Roth. Im Jahr zuvor hatte er auf Big Island in 8:07:45 Stunden eine neue Bestmarke aufgestellt. Dementsprechend gespannt war man auf den Auftritt von „The Grip“. Doch schon auf dem Rad verlor Allen den Kontakt zur Spitze, an der Schwimm-Ass Wolfgang Dittrich für die Pace sorgte. Schon nach dem Radfahren war klar, dass es wahrscheinlich nichts mit einem Sieg in Roth werden würde, denn Allen hatte schon über zehn Minuten Rückstand kassiert. Und auch auf der Laufstrecke entlang des Kanals wartete man vergebens auf die Aufholjagd – Allen wurde am Ende in 8:23:49 Stunden nur Neunter, über 20 Minuten hinter dem Sieger Jürgen Zäck.
Deutsche triumphierten – Welch mit DNF
Ein Jahr später kam der Australier Greg Welch ebenfalls als Hawaii-Sieger nach Roth. Es sollte einer der heißesten Tage des Sommers 1995 werden, und der Tag der Deutschen. Schon gleich zum Beginn der Radstrecke drückten Jürgen Zäck und Thomas Hellriegel derart aufs Tempo, dass niemand mehr folgen konnte. Welch verlor zusammen mit Lothar Leder annähernd 20 Minuten auf das Führungsduo. Zu viel für Welch – er beendete nach einem Drittel des Marathons das Rennen vorzeitig. Doch das sollte der Stimmung keinen Abbruch tun. Im Gegenteil: Zäck, Hellriegel und Leder feierten bei hawaiianischen Witterungsbedingungen einen schwarzrotgoldenen Dreifach-Erfolg.
Kein Hellriegel-Wetter
1998 kam Thomas Hellriegel als der erste deutsche Hawaii-Sieger nach Roth. Eine hohe Hypothek für den hitzestabilen Bruchsaler. Leider bremsten Wind und Regen Hellriegel aus. Am Ende gewann Jürgen Zäck das Prestige-Duell gegen Lothar Leder, und Hellriegel kam weit abgeschlagen als Sechster ins Ziel am Rother Festplatz.
Im Jahr 2001 nochmals das gleich Spiel. Der Kanadier Peter Reid war bei seinem Auftritt ein Schatten seiner selbst. Ebenfalls auf den Rad verlor Reid schon frühzeitig den Kontakt zum späteren Sieger Lothar Leder. Wieder ein „Did Not Finish“ für einen amtierenden Hawaii-Sieger. Einzig der Belgier Luc van Lierde trotzte diesem Fluch. Nach seinem Sieg auf Hawaii im Jahr 1996, als er gleichzeitig den Streckenrekord (8:04:08 Std.) verbesserte, siegte er 1997 auch in Roth. Unvergessen dabei das dramatische Lauffinale gegen Jürgen Zäck, als van Lierde auch die immer noch gültige Weltbestzeit (7:50:27 Std.) auf der IRONMAN-Distanz aufstellte.
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