IM Lanzarote: Prerace-Eindrücke aus Puerto del Carmen

A. Thomma für tri2b.com am 19.05.2006 - 16:15 Uhr
Die 15. Auflage des Canaries IRONMAN Lanzarote startet mit einer Rekordteilnehmerzahl. Bei 1000 gemeldeten Athleten wurden die Listen geschlossen und einigen musste sogar abgesagt werden. Nicht nur die Alterklassenathleten sind stark vertreten, auch bei den Profis ist wegen der hohen Leistungsdichte kein eindeutiger Favorit auszumachen. Es wird zum Duell der Radspezialisten und der Läufer kommen. Laut Wettervorhersage ist für Samstag starker Wind aus nördlicher Richtung zu erwarten.

Dies könnte für die starken Radfahrer wie Vorjahressieger Ain-Alar Juhanson, Steffen Liebetrau, Thomas Hellriegel und den Schweden Björn Anderson ein Vorteil sein. Allerdings können Ausnahmeläufer wie Gerrit Schellens und Luc van Lierde auch von einem Ausscheidungsfahren der radstarken Athleten profitieren.

van Lierde: Wieder Spaß am Training
Luc van Lierde, der noch immer Inhaber der Weltbestzeit ist, hat nach eigenen Aussagen wieder Spaß am Triathlon gefunden. Nach ein paar sprichwörtlich verkorksten Jahren möchte der Belgier noch einmal zurück in die Weltspitze. Durch Veränderungen im Umfeld und der Zusammenarbeit mit einem neuen Trainer erfreut sich der zweimalige Hawaii-Sieger wieder am täglichen Training. Im Vergleich zum Winter 2003/2004 hat er so seinen Trainingsumfang heuer verdoppelt. Durch die Zusammenarbeit mit Marc Herremans ist er auch mental sehr gut vorbereitet. Auf Lanzarote will er seinen eigenen Wettkampf machen und sich auf keine taktischen Spiele einlassen.


Wetterbericht
Der Wind hat im Laufe der Woche zugenommen und bläst mittlerweile stark mit heftigen Böen. Den "schweren" Radfahrern könnten die Bedingungen entgegenkommen. Vorsicht ist geboten, denn die Böen können die Radfahrer schnell um einem halben oder gar ganzen Meter aus der Bahn werfen. Neben dem schwer rollenden Straßenbelag und dem selektiven Höhenprofil müssen sich die Athleten jetzt auch verstärkt auf den unberechenbaren Wind konzentrieren. Die Bedingungen sind anspruchsvoller geworden.

Anzeige

Anzeige