
Kai Hundertmarck
Rekorde: Bestzeitenjäger haben es schwer
tri2b.com - Redaktion am 10.07.2006 - 20:40 Uhr
Der IRONMAN Germany bietet nicht nur beachtliche Marken bei Zuschauer- und Teilnehmerzahlen, sondern lässt auch mit Rennzeiten aufmerken, die Vergleichen mit anderen Langdistanzrennen standhalten. Mag es an der beeindruckenden Unterstützung an schwierigen Passagen auf der Radstrecke oder an dem Marathonkurs, der steten Blickkontakt zur Konkurrenz bietet, liegen, Bestmarken in Frankfurt sind in jedem Jahr möglich. Auch 2006 sollte man rechtzeitig den Startknopf seiner Stoppuhr drücken, denn das diesjährige Teilnehmerfeld wird die Bestmarken vergangener Jahre ins Visier nehmen.
Der Jubel der rund 10.000 Zuschauer am Langener Waldsee wollte 2004 gar nicht enden als Jan Sibbersen nach
42:17 Minuten aus dem Wasser stieg und eine neue Weltbestzeit setzte. Obwohl es an diesem eher kalten Julimorgen nicht nach Bestzeiten aussah, stammt auch der bisherige Streckenrekord der Auftaktdisziplin bei den Frauen aus diesem Jahr. Nina Kraft aus Braunschweig benötigte gerade einmal
48:35 Minuten für die 3,8 Kilometer der Auftaktdisziplin.
Bike and Run: Die Zeiten der Routiniers haben Bestand
Paula Newby-Fraser kam zur Premiere des
IRONMAN Germany nach Frankfurt und hinterließ auf der Radstrecke ihre Spuren, die auch heute für ihre Nachfolgerinnen noch zu groß zu sein scheinen. Ihre
4:50:52 Stunden wurden bei keinem der drei nachfolgenden Rennen geknackt. Bei den Männern war es der ehemalige Radprofi Kai Hundertmarck der bei seinem zweiten Auftritt in der Mainmetropole einen neuen Streckenrekord aufstellte. 2005 benötigte Hundertmarck gerade einmal
4:25:29 Stunden für die 180 Kilometer durch den Wetteraukreis. Die Laufstrecke in Frankfurt ist flach und ohne jede Schwierigkeit zu laufen, wenn man von den Brücken über den Main einmal absieht. Das Besondere an den letzten 42,195 Kilometern besteht jedoch darin, dass man seine Konkurrenz beinahe dauernd im Blick hat, bzw. sich permanent auf den drei Laufrunden begegnet. Hier heißt es schon die Nerven zu bewahren und sein Pulver nicht zu früh zu verschießen. Jürgen Zäck kam mit dieser Situation, die beinahe einem Jagdrennen entspricht, bislang am besten zurecht und lief 2003 seinen Marathon in
2:48:51 Stunden. Nina Kraft scheiterte bei ihrem zweiten Sieg in Frankfurt denkbar knapp an der Drei-Stunden-Marke und passierte die Finishline 2004 nach einem Marathon in
3:00:53 Stunden.
Kursrekorde Kraft und Holzner vorne
Nina Kraft und Stefan Holzner halten die Streckenbestzeiten des
IRONMAN Germany. Nina Kraft, die 2004 zum zweiten Mal in Frankfurt siegte, absolvierte ihre 226 Kilometer in
8:58:37 Stunden. Der Bayer Stefan Holzner hatte es 2003 besonders eilig sich am Frankfurter Römer feiern zu lassen. Nach einem beeindruckenden Rennen blieb die Uhr für ihn bei
8:12:29 Stunden stehen.
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