Am Sonntag erlebt die obere Bodenseeregion ein Sporthighlight sondergleichen: eines der europaweit schönsten und härtesten Langdistanz-Triathlon-Rennen führt von Rorschach ins Allgäu und nach Arbon. Parallel dazu findet ein vielbeachteter Sprint-Triathlon statt. Mit dem Troisdorfer Olaf Sabatschus hat sich einer der dienstältesten deutschen Langdistanz-Profis zu einem Start am Bodensee entschlossen. Es wird ein spannendes Duell zwischen dem zweifachen Sieger des IRONMAN Brasilien und dem Vorjähressieger Norbert Huber aus Amberg erwartet.
Vor einem Jahr als Experiment gestartet, konnte der Int. Bodensee-Tri-Challenge powered by erdgas schon bei seiner Premiere einen durchschlagenden Erfolg erzielen. Ermuntert durch die vielen positiven Rückmeldungen wagten sich die Organisatoren an die zweite Durchführung. Am Sonntag, 10. September 2006, ist es nun so weit. Annähernd 250 Athleten wagen in Rorschach morgens um 7.00 Uhr den Sprung in den Bodensee, wo sie 3,8 km schwimmen. Anschliessend führt sie die anspruchsvolle, 180 km lange Radstrecke nach Bregenz und via Scheidegg nach Weiler i.A. Dort durchfahren die Teilnehmer drei Mal eine Runde durchs Westallgäu, bevor sie via Langen und Bregenz wieder nach Rorschach zurückkehren. Als dritte Disziplin erwartet die Athleten ein Marathon über 42,2 km, der auf der Strandpromenade zwischen Rorschach und Arbon gelaufen wird. Insgesamt benötigen die Athleten zwischen neun und 16 Stunden.
Starke Spitze
Die letztjährigen Spitzenläufer sind alle wieder vor Ort, um ihre guten Ränge zu verteidigen. Mit Norbert Huber und Urs Walter sind der erst- und viertplatzierte bei den Männern und mit Gabi Keck und Astrid Amstad die erst- und drittplatzierte der Frauen wieder am Start. Sie erhalten aber starke Konkurrenz. Der Deutsche Langdistanz-Star Olaf Sabatschus, mehrfacher Top Ten-Finisher beim IRONMAN Hawaii und zweimaliger Sieger des IRONMAN Brasilien, strebt einen Spitzenplatz am Bodensee an. Er wird Norbert Huber sicherlich ein spannendes Duell liefern. Weitere Spitzenränge zu erwarten sind vom Dänen Finn Kaczmarek, vom Deutschen Daniel Blankenfuland oder den jungen Wolfgang Teuchner und Linda Schücker.
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Spannendes Feld aus 14 Nationen
Interessante Starter dürfen darüber hinaus beispielsweise der Ultra-Ausdauer-Sportler Beat Knechtle aus St. Gallen sein. Er absolviert am Vortag die Bodensee-Radrundfahrt als "Vorermüdung" und betrachtet seinen Start in Rorschach als Training für die Ultra-Weltmeisterschaft in den USA. Der Chefredakteur des grössten deutschsprachigen Triathlon-Magazins, Jens Richter, wird seine drei Neulinge begleiten: Das Magazin hatte via Casting drei Sportler ausgewählt, die während eines Jahres trainiert und ausgerüstet wurden, um jetzt am Bodensee ihren ersten Langdistanz-Triathlon zu absolvieren. Für den Hauptsponsor erdgas geht zudem ein Team des LC Brühl an den Start. Die Athleten auf der Sprintdistanz sind zwischen 18 und 70 Jahre alt, jene auf der Langdistanz zwischen 20 und 62. Im Feld sind 14 Nationen vertreten.
Kurzdistanz für alle
Während der Raddisziplin auf der Langdistanz findet in Rorschach zwischen 10.00 und 12.30 Uhr ein Sprint-Triathlon statt. Gut 200 Athleten wagen sich dort an 500 m schwimmen, 20 km Rad fahren bis nach Gaissau (A) und zurück sowie 5 km laufen nach Goldach und zurück. Die Leistungsdichte bei diesem spannenden Wettkampf ist sehr breit, sie führt vom Weltmeister und frischgebackenen WM-Zweiten in seiner Altersklasse, dem Arnegger Reto Schawalder, bis zu Triathlon-Anfängern und Plauschsportlern aus der ganzen Ostschweiz. Einen besonderen Leckerbissen stellt der Aquapower Team Sprint dar. Dabei wird die Sprint-Distanz auf drei Athleten aufgeteilt und ist somit als eigentlicher Plauschwettkampf für jedermann absolvierbar. Aquapower, der Energielieferant von Strom aus Wasserkraft, stellt ebenfalls ein eigenes Team und stiftet die Preise für die Sieger des Teamwettkampfes.
Die beiden Triathlon-Rennen sind sehr unterschiedlich und bieten für jeden sportlichen Geschmack etwas. Die Langdistanz begeistert durch die unglaublich grosse Ausdauerleistung, während die Sprint-Distanz mit ihrem schnellen, fesselnden Renngeschehen packende Momente verspricht. Rund um die beiden Wettkämpfe herum gibt es eine Vielzahl von Attraktionen sowohl für Athleten als auch Publikum. Ein erster Höhepunkt ist sicherlich der Start morgens um 7.00, wo die Athleten vom Präsidenten des Tri-Clubs St. Gallen-Appenzell, Patrick Noak, als Ehrenstarter auf die Strecke geschickt werden. Pikantes Detail ist dabei, dass Noak anschliessend selbst ebenfalls ins Wasser springt und sich auf die Schwimmstrecke macht. Den eindrücklichen Start zum Wettkampf im Morgengrauen werden knapp 100 Ehrengäste des Hauptsponsors erdgas von zwei Schiffen aus hautnah mitverfolgen. Um 10.00 Uhr erfolgt dann der nicht weniger beeindruckende Start zur Sprint-Distanz, Ehrenstarter Thomas Müller, Stadtpräsident von Rorschach, wird allerdings nicht selbst in den See springen.
Allgäuer Biermeile sorgt für Stimmung
Auf der Radstrecke wartet nach dem strengen Anstieg von Bregenz nach Scheidegg in Weiler i.A. ein erster Höhepunkt auf die Athleten. Sie fahren dort auf der Post-Bier-Meile mitten durch den beliebten und von Tausenden besuchten Kunsthandwerkermarkt. Auf der drei Mal zu absolvierenden, anspruchsvollen und stark kupierten Runde durchs Allgäu wird auch drei Mal der erdgas-power-point in Grünenbach durchfahren, eine gute Gelegenheit, die Athleten von ganz nahe anzufeuern. Insgesamt wurde die Radstrecke seit dem vergangenen Jahr etwas vereinfacht und damit auch deutlich schneller. Deshalb sind gute Finisher-Zeiten möglich. Auf der Laufstrecke sind die Passage durch die Horner Chilbi und die zwei malige Durchquerung der Arboner Altstadt mit ihrem Kulturfestival besondere Highlights.
Party im Ziel
Für das Publikum fahren ab Rorschach gratis Busse ins Allgäu, um den Wettkampf auf der Radstrecke live zu zeigen. Sie sind rechtzeitig zum Wechsel auf die Laufstrecke zurück in Rorschach. Besondere Stimmung herrscht schliesslich beim Zieleinlauf: auf dem Kabisplatz in Rorschach (beim Hafen) bejubeln die Zuschauer die Athleten bis ins Ziel. Auf der Tribüne geniesst das Publikum Unterhaltung, Musik vom Live-DJ, fachkundige Wettkampf-Moderation und Wettbewerbe mit attraktiven Sofortpreisen. Dabeisein lohnt sich also auf jeden Fall.