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Gaußscher Weichzeichner

Halbtotale Perspektive

Outdoor-Impressionen

Wassersport-Impressionen

Schnee-Impressionen

Schärfe und Tonwertkorrektur

2b-Sportredaktion am 28.07.2006 - 14:01 Uhr

Die wohl bekannteste Funktion von Bild bearbeitenden Programmen ist das Scharfzeichnen. Leichte Unschärfen werden nachträglich korrigiert, oftmals bietet die jeweilige Software dafür auch eine automatische Funktion. Im Falle des Photoshops ist diese unter den Scharfzeichnungsfiltern zu finden und heißt schlicht 'Scharfzeichnen'. Diese überaus nützliche Funktion kann natürlich wirklich verwackelte Bilder nicht retten. Außerdem bringt nicht immer die automatische Einstellung die richtige Schärfe. Klappt es damit nicht, kann der Filter 'Unscharf maskieren' helfen. Mit drei Reglern wird hier die Schärfe eingestellt. Zum einen kann die Stärke verändert werden. Je höher der Prozentwert wird, desto größer ist der Effekt. Als Ausgangswert können 100 Prozent genommen werden. Beim Radius verhält es sich ähnlich: Auch hier steigt der Effekt mit dem Wert an. Typischerweise beginnt man mit ein bis drei Pixeln. Schließlich kann der Schwellenwert noch verändert werden. Hier steigt der Effekt, je niedriger die Stufen gewählt werden.

Der Gauß'sche Weichzeichner
Ein anderes nützliches Tool für die Nachbearbeitung, gerade bei Sportfotografien, ist der Gauß'sche Weichzeichner. Damit lässt sich die Tiefenschärfe eines Bildes neu definieren. Das Ziel dabei ist es dann, den Hintergrund verschwommen wirken zu lassen, um den dynamischen Eindruck der Fotografie zu unterstreichen oder den Vordergrund mehr zu betonen. Dazu wird zunächst mit dem Lasso-Werkzeug der zu bearbeitende Bereich markiert, dann kann der Weichzeichner angewendet werden. Je höher die Pixelzahl eingestellt wird, desto unschärfer erscheint der Hintergrund.

Tonwertkorrektur
Oftmals gelingen den Fotografen gute Sportaufnahmen, aber Licht und Farben kommen nicht wie gedacht zur Geltung. Das kann an fehlerhaften Weißabgleicheinstellungen liegen, aber auch schlicht an einer falschen Einschätzung der Lichtverhältnisse. Dabei sind in der Nachbearbeitung viele Möglichkeiten zur Nachbesserung von Kontrast, Helligkeit und Farbbalance vorhanden. Die Software ermittelt bei der Tonwertkorrektur bei jedem Bild Werte zwischen 0 und 255 für jedes einzelne Pixel und stellt das Ergebnis in einem Histogramm dar. Idealerweise sind dabei die Werte über das gesamte Spektrum verteilt, wobei in der Mitte die Kurve ansteigt und an beiden Enden wieder flacher wird. Ist ein Bild zu hell oder zu dunkel, weist das Histogramm Kurvenhöhepunkte am linken oder rechten Rand aus. Die Korrektur erfolgt im Photoshop über das Tool Tonwertkorrektur, das sich im Menü Bild unter Einstellen befindet. Hier werden zunächst die beiden äußeren Regler unter dem Histogramm an die Stellen verschoben, wo die Kurve abzufallen beginnt. Eventuell wird dabei auch ein am Rand liegender Höhepunkt der Kurve abgeschnitten. Erst danach wird der mittlere Regler an die Stelle des höchsten Ausschlags bewegt. Dieses Verfahren ist einfach durchzuführen, dauert nur wenige Sekunden und sollte bei jedem Foto angewendet werden - auch wenn eine Korrektur auf den ersten Blick nicht als notwendig erscheint. Weniger empfehlenswert ist die Nutzung der automatischen Tonwertkorrektur. Diese Funktion versucht auf automatischem Wege, den oben beschriebenen Vorgang durchzuführen, liefert aber oftmals keine zufrieden stellenden Ergebnisse.

Mit diesen einfachen Funktionen lassen sich elementare Veränderungen an fertigen Bildern leicht durchführen. Natürlich bieten Programme wie Photoshop viele weiterführende Features und erlauben Fotomontagen und Spezialeffekte, die im Rahmen dieses Specials aber nicht komplett abgebildet werden können. Wer sich tiefer in die Materie einarbeiten will, kann sich an die vielen Ratgeber und Handbücher zu diesem Thema halten. Wie oben bereits beschrieben, ist es sicher ein lohnender Zeitaufwand, sich früh ausgiebig mit der jeweiligen Bildbearbeitungssoftware zu beschäftigen, um im Auftragsfall keine unliebsame Überraschung zu erleben. Mit diesen Tipps zur Nachbearbeitung endet das fünfteilige Special zur Sportfotografie.


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