Specials Events 2007 Quelle Challenge Roth

Doping: Elitepass als Antwort

Doping: Kontrollen werden ausgeweitet

TEAMChallenge Roth am 18.06.2007 - 21:25 Uhr

Beim Quelle Challenge Roth am 24. Juni werden die Dopingkontrollen erneut deutlich ausgeweitet. Neben den bereits seit letztem Jahr obligatorischen Kontrollen der jeweils acht schnellsten männlichen und weiblichen Athleten und dem Test auch auf EPO werden in diesem Jahr erstmals zusätzlich zehn weitere Tests unter ambitionierten Altersklassenathleten und „normalen“ Breitensportlern durchgeführt. Dadurch muss jeder einzelne der rund 2500 Einzelstarter mit einer Kontrolle rechnen. Erstmals gibt es in Roth auch einen eigenen abgesperrten Bereich, in dem DTU-Wettkampfrichter Dirk Brandewinter in Zusammenarbeit mit der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) die Tests abnimmt. Die anschließende Auswertung der Proben erfolgt in einem von der NADA akkreditierten Labor.

Ein weiterer hoher Standard im Kampf gegen Doping: Preisgelder werden in Roth ausschließlich an solche deutsche Athleten ausbezahlt, die die so genannte „Elitelizenz“ besitzen. Inhaber dieser Lizenz - und dazu zählen ausnahmslos alle in Roth gemeldeten deutschen Top-Athleten - können bei so genannten Trainingskontrollen jederzeit und unangekündigt getestet werden. Ähnlich verhält es sich in Australien und Neuseeland – den Ländern, aus denen Favoriten wie Chris McCormack, Kieran Doe, Belinda Granger oder Joanna Lawn kommen. Dort gibt es zwar keine Elitelizenz, das extrem strikte Anti-Doping-System der nationalen Triathlonverbände sieht aber ohnehin ständige Trainingskontrollen vor. Diese Tests existieren keineswegs nur auf dem Papier: Die Roth-Vor-jahreszweite Belinda Granger wurde z.B. letztes Jahr während ihres Aufenthalts in Roth bereits von ihrem australischen Verband (negativ) getestet.

Mit der erneuten Ausweitung kann der Quelle Challenge Roth für sich in Anspruch nehmen, die meisten Kontrollen aller Langdistanzveranstaltungen in ganz Europa durchzuführen. Ein Engagement, das nicht selbstverständlich ist, denn tatsächlich gibt es in Europa nach wie vor eine ganze Reihe von Langdistanz/IRONMAN-Veranstaltungen, die überhaupt keine Dopingtests durchführen. QCR-Rennleiter Felix Walchshöfer: „ Ich finde es wichtig, dass wir die Kontrollen auch auf die Altersklassenathleten ausweiten. Niemand kann in Roth vor einem Test sicher sein, und das dient ganz klar der Abschreckung. Es ist unser erklärtes Ziel, dass der Quelle Challenge Roth ein sauberer Wettkampf bleiben soll. In den letzten 20 Jahren musste man sich in Roth, ganz im Gegensatz zu ähnlichen Veranstaltungen, mit noch keinen einzigen Dopingfall beschäftigen, und das soll auch so bleiben“.



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