Das Konzept dieses Modells ist zum allergrößten Teil auf dem ersten Blick zu erkennen: Im krassen Gegensatz beispielsweise zu Gores Magnitude Jacket fällt es doch sehr weit geschnitten aus. In der Konsequenz ergibt sich eine wirklich gute Bewegungsfreiheit, die – zusammen mit dem sehr leichten Textilmaterial – für ein unbeschwertes uneinengendes Tragegefühl sorgt. Hinzu kommt eine sehr gute Atmungsaktivität, welche auch bei leicht unterschiedlichen Temperaturbedingungen stets für ein angenehm neutrales Mikroklima sorgt. Möglich gemacht wird ebendieses durch das Obermaterial an sich – bis auf partiell angeordnete Netz-Belüftungseinlässe finden sich bei der gesamten Jacke keinerlei Inlays.
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Was die Windabweisung betrifft, muss erwähnt werden, dass man beim Laufen zwar nicht wirklich einen eindeutig erfühlbaren Windzug spürt, dass man allerdings eine ganz leichte Kühle wahrnehmen kann. Alles in allem wird der Windschutz nicht zu 100%, jedoch in einem noch zufrieden stellenden Rahmen gewährleistet. Die Jacke ist auch weniger für den „Windeinsatz“ konzipiert. Die Ärmelabschlüsse sind mittels Klett individuell und angenehm einstellbar, der etwas höhere Kragen verhält sich äußerst angenehm und mit einer Brust- und zwei Seitentaschen ist die Jacket Active Run aus dem Hause Odlo wirklich gut ausgestattet. Die übrigen Detaillösungen der Gestaltung und Anordnung der Reflektorzonen fallen allerdings weniger positiv aus: Lediglich kleine Streifen- und Logoreflektoren sind wenig einsehbar an den Front-, Rücken und Armpartien angebracht. Auch, wenn sich unser Testmodell in quietschendem Gelb präsentiert, so könnte der Schutz bei Dunkelheit doch noch besser sein.
Fazit:
Hier präsentiert sich ein Laufbekleidungsstück, das durch seinen sehr lockeren – aber auch angenehmen – Schnitt auffällt. Mit 337 g gehört sie zwar nicht zu den Modellen im Test, die mit einem sehr niedrigen Gewicht aufwarten, doch subjektiv erlebt der Läufer eine wirklich locker-leichte Jacke mit optimalem Bewegungsspielraum und überzeugender Ventilation. Letztere ermöglicht den Einsatz auch in breiteren Klimabereichen – es sei denn, man ist wirklich starken Winden ausgesetzt. Einzig nennenswerter Schwachpunkt der Jacket Active Run ist die Gestaltung des Reflektorenschutzes; hier hätte es ruhig ein wenig mehr sein dürfen.