Diese Jacke fällt im Textil ein wenig robuster aus als das Gros ihrer Vergleichsmodelle – auch, wenn insgesamt eine Gewichtsangabe von nur 248 g auf die Waage gebracht wird. Das leicht „pappige“ Obermaterial wird dabei im Innern durch eine vollflächige Meshbenetzung unterstützt. Hierbei ergibt sich eine gute Atmungsaktivität, die jedoch an ein recht kühles Mikroklima gekoppelt ist. Kühle Tage sind demnach für die Graphite nicht so sehr geeignet, auch, wenn sie mit der Windstopper-Membran aus dem Hause Gore einen vollständigen Windschutz garantiert.
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Die Ärmelabschlüsse sind individuell gut verstellbar, doch die weitere Passform der Jacke fällt alles andere als erfreulich aus: Der sehr ergonomische Schnitt bietet keinerlei Spielraum für verschiedene Oberkörpertypen; lediglich, wenn die Läuferin die durch die Jacke vorgeformte Figur besitzt, ist ein angenehmer Sitz möglich. Ansonsten – und dieser Eindruck kam in unserem Test deutlich zum Tragen – wird die Frontpartie (Schultern, Achseln, Bauch) des Körpers stark eingeengt. Gleiches gilt für die Ärmel, die recht schnell, d.h. nicht erst bei breiteren Armen, für ein deutlich spürbares und unangenehmes Spannen sorgen. Leider kommt weiter hinzu, dass sie doch sehr kurz geraten sind, was ebenso einen Nachteil in der Passform darstellt – gerade bei kühlem oder nassem Wetter, wenn ein Teil des Unterarms freiliegt.
Der einzige als wirklich positiv zu benennende Part ist der Kragen; er steht angenehm am Hals und bietet wirklichen Komfort. Die Ausstattung mit Reflektoren fällt im Vergleich zu den übrigen Testmodellen recht gut aus: lange, vertikal über die Front, den Kragen sowie den Rücken verlaufende Bänder gewährleisten – gut sichtbar – einen überzeugenden Schutz für dunkle Sichtverhältnisse.
Fazit:
Der Läuferin bietet sich mit Pumas Graphite eine Laufjacke dar, die durch eine einengende Ergonomie ohne viel Spielraum geprägt ist. Ist man im Besitz entsprechender Körperproportionen, so kann dies weniger ein Problem sein, ansonsten aber fällt sie freilich unangenehm auf und ist wenig flexibel. Der gute Reflektorschutz kann ein eher mäßiges Gesamtergebnis auch nicht verbessern – ebenso wenig die absolute Winddichtigkeit, die mit einer guten Ventilation einhergeht. Für Kalte Konditionen ist dieses Modell überdies nicht zu empfehlen.