M. Rackwitz für tri2b.com am 22.02.2008 - 19:31 Uhr
tri2b.com: Alex, nach sechs Siegen in Podersdorf trauen wir uns gar nicht nach der Zielsetzung für 2008 zu fragen – es kann nur die Titelverteidigung sein?
Alexander Frühwirth(AF):Natürlich will ich ein Rennen, das ich bereits gewinnen konnte immer wieder gewinnen. Aber in jedem Wettkampf ist mein eigentliches Ziel meine optimale Leistung abzurufen. Für Podersdorf bedeutet dies zuerst schnell schwimmen und Rad fahren, um schließlich zu sehen, was am Ende noch geht.
tri2b.com: Kann man sich nach sechs Siegen tatsächlich nochmals motivieren?
AF:Wie gesagt, meine Motivation kommt immer aus mir selber. Wenn ich in einem harten Rennen Alles gegeben habe, dann bin ich zufrieden. In Podersdorf kann das auch eine Platzierung unter den ersten Drei sein.
tri2b.com: Was bedeutet das Rennen in Podersdorf für dich?
AF: Podersdorf ist eines der traditionsreichsten Rennen und die Wiege des Langdistanztriathlons in Österreich. Das Rennen hat aufgrund seiner Lage sein ganz eigenes Flair. Wir haben hier einerseits klimatische Bedingungen wie in Italien, zum anderen ist es flacher als in Holland. Also ein eigentlich schneller Kurs, aber auch ein schönes Rennen für Einsteiger.
Dazu kommt eine ganz eigene Atmosphäre – alles ist sehr familiär, ja fast heimelig. Die Wettkampfbesprechung, das Rennen und die Siegerehrung sind sehr, sehr persönlich.
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tri2b.com: Gibt es eine persönliche Geschichte für dich in Podersdorf?
AF: So speziell nicht, dafür habe ich hier einfach zuviel, ja fast alles erlebt. Oder anders gesagt, alles was ich im Triathlon erlebt habe, habe ich hier noch mal erlebt. Ich habe hier Wellen, Wind und Regengüsse genauso erlebt wie brütende Hitze. Ich habe das Rennen hier nach quälenden zwölf Stunden beendet und aber auch den Landesrekord in 8 Stunden 11 Minuten aufgestellt. Aber auch das ist das schöne in Podersdorf – Du weißt nie was dich erwartet.
tri2b.com: Wie steht es um Deine Vorbereitung – was machst du derzeit? AF:Also im Moment bin ich natürlich viel beim Ski fahren. Da ich auf Trainingslager im Süden verzichte, halte ich mich hier fit. Ich komme ja vom Biathlon und fühle mich bei meinem derzeitigen Training sehr wohl. Ich nehme auch an einigen Wintertriathlonrennen teil.
tri2b.com: Alex, wir danken dir für das Gespräch und wünschen einen erfolgreichen Saisonverlauf?