Juni 2008: Ein Monat der letzten Prüfungen und Tests
René Penno für tri2b.com am 11.12.2008 - 16:00 Uhr

Der Juni war ein wenig der Monat der Vorentscheidungen. Was vor allem die Olympischen Spiele betraf. Denn nun wurde auch die letzten Startplätze der einzelnen Nationen vergeben. Für einige andere Athleten aber ging es im Juni darum, sich auf die folgenden Wochen einzustimmen.
Wie für Chris McCormack, der auf der Mitteldistanz des Kraichgau-Triathlons (Kraichgau Triathlon Festival: Das Rennvideo) schonmal eine Duftmarke für den Ironman Germany in Frankfurt setzte. Der Australier gewann vor Stephan Vuckovic, bei den Frauen siegte Belinda Granger vor Wenke Kujala und Jennifer Lemmler. ( Kraichgau: Macca vor Vucko) Zuvor hatte „Macca“ auf Hawaii bei der Lightausgabe des Oktober-Rennens seinen dritten Sieg in Folge gefeiert. Beim Ironman 70.3 Switzerland mussten Konstantin Bachor und Sebastian Kienle nur Ronnie Schildknecht den Vortritt lassen. Vor allem Bachor zeigte sich auf der Laufstrecke als ein hartnäckiger Widersacher des Schweizers. Beim Auftakt des Rhein-Neckar-Cups gewann am selben Tag Michael Göhner mit neuem Streckenrekord vor Timo Bracht und Christian Ritter. Die Reihenfolge bei den Frauen lautete Katja Schumacher vor Katrin Paetzold und Lena Berg. ( Göhner und Schumacher gewinnen Mußbacher Triathlon)
Die Geländespezialisten überzeugten bei der Europameisterschaft auf Sardinien: Hinter Olivier Marceau und Nicolas Lebrun holte sich Felix Schumann Bronze. Fünfter wurde Ronny Dietz, ebenso wie Marion Summerer bei den Frauen. Den Titel hier holte sich Sybille Matter vor Renata Bucher und Carina Wasle. ( Felix Schumann Dritter der Xterra-EM)
WM ohne die besten Deutschen
In Vancouver sorgte der Nachwuchs für die ersten Erfolge bei der ITU-WM. Franz Löschke und Alena Stawczynski wurden jeweils Sechste der Junioren-WM, die Titel gingen an Vincent Luis und Kirsty McWilliam. ( ITU WM: Zweimal Platz sechs für DTU zum Auftakt) Noch besser machte es nur Gregor Buchholz. Für ihn reichte es zwar nicht zur Titelverteidigung bei den U23, hinter dem überragenden Briten Alistair Brownlee holte er sich aber Silber. Nils Frommhold komplettierte das DTU-Ergebnis als Siebter, Sarah Fladung wurde Neunte bei den U23-Frauen. ( ITU WM: Buchholz mit Silber in der U23) Den Titel hier holte sich die Schweizerin Daniela Ryf. In der Elite war, wie erwartet, Javier Gomez nicht zu stoppen. Der Spanier verwies Bevan Docherty und Reto Hug aus der Schweiz auf die nächsten Plätze. Im Rennen der Frauen sorgte die Britin Helen Tucker dagegen mit ihrem Erfolg für eine kleine Überraschung. Sarah Haskins und Samantha Warriner vervollständigten das Podium.
Beim Wasserstadt-Triathlon in Hannover stellten zwei Lokalmatadoren ihre schon starke Form unter Beweis: Jan Raphael zeigte sich beim Mitteldistanzrennen nach seinem schweren Sturz in Buschhütten gut erholt und siegte vor Benjamin Winkler, im Rennen der Frauen war Sandra Wallenhorst nicht zu schlagen. Tolle Stimmung herrschte auch bei der Altersklassen-DM in Peine, wo 430 Athleten um die einzelnen Titel kämpften. ( Altersklassen-DM: Tolle Stimmung in Peine) International sorgten Mathias Zöll (4.), Rebecca Robisch (6.) und Anja Knapp (9.) beim Europacup im ungarischen Balatonfüred für Furore. ( DTU-Athleten überzeugen mit schnellen Laufsplits)
Als Standortbestimmung galt bei einigen Topathleten der Bonn-Triathlon. Maik Twelsiek und Lucie Zelenkova waren an diesem Tag nicht zu schlagen und verwiesen Markus Forster und Olaf Sabatschus sowie Ulrike Schwalbe und Linda Schücker auf die nächsten Plätze. Nicht ganz glücklich mit dem Ausgang war Faris Al-Sultan: Der Münchener hatte auf dem Rad zunächst einen Defekt, später verfuhr er sich noch. Das kostete Plätze, er wurde Elfter. Optimistisch stimmte ihn immerhin seine Laufleistung, die zweitbeste des Tages. Chris McCormack dagegen zierte sich im französischen Obernai vor der Kälte und stieg noch auf der Radstrecke aus.
In der zweiten Runde der Deutschen Triathlon-Liga ließen die favorisierten Teams Hansgrohe Schwarzwald und das Asics-Team Witten in Schliersee (Hexal Alpen-Triathlon: Das Rennvideo) nichts anbrennen und siegten erneut. Jan Frodeno konnte damit auch seine Führung in der Einzelwertung behaupten. Am Rande der Veranstaltung wurde noch kräftig Geld verteilt: Eine Spendenaktion des Sponsors Hexal brachte 5.000 Euro für das Kinderhospiz Allgäu ein. ( Hexal Charitiy-Aktion: 5000 Euro für Kinderhospiz Allgäu)
Großer Zahltag im Weltcup
Um eine stattlichere Summe ging es beim Weltcup im amerikanischen Des Moines. Jeweils 200.000 US-Dollar strichen Henning Rasmus und Emma Snowsill für ihre Siege beim höchstdotierten Weltcuprennen ein. Währenddessen rückten andere Höhepunkte im Sommer langsam in den Vordergrund, Grund genug, die Form nun ernsthaft zu testen. Das dachte sich auch Normann Stadler, als er bei der Deutschen Meisterschaft über die Mitteldistanz in Kulmbach Timo Bracht gleich fünf Minuten aufbrummte. Den Titel aber holte sich Bracht, da sich Stadler zu kurzfristig angemeldet hatte. ( Mittel DM: Stadler siegt außer Konkurrenz) Bei den Frauen siegte Katja Schumacher, die wenige Zeit später ihre starke Form auch in Frankreich unter Beweis stellte. Beim Ironman France musste sie an der Cote d’Azur nur der Italienerin Martina Dogana den Vortritt lassen. Auf den Plätzen vier und fünf folgten mit Ulrike Schwalbe und Michaela Schneck zwei weitere Deutsche. Im Rennen der Männer siegte der Spanier Marcel Zamora zum dritten Mal in Folge. Ein Deutscher spielte derweil im fernen Japan eine tragende Rolle: Beim dortigen Ironman belegte der Oberbayer Hans Mühlbauer hinter den beiden Australiern Luke McKenzie und Mitchell Anderson Rang drei. ( Ironman Japan: Hans Mühlbauer auf dem Podest)
Die Britin Bella Comerford setzte fast gleichzeitig ihre Siegesserie fort. Ihren Ironman-Siegen in Südafrika und auf Lanzarote ließ nun auf einen Erfolg in der Heimat folgen, als sie den IM 70.3 UK gewann. Ihr Landsmann Fraser Cartnell siegte bei den Männern.
Für Frustbewältigung sorgten die DTU-Athleten, die in der internen Olympia-Quali leer ausgingen. Bei der Militär-WM im estischen Otepää holten sich Andreas Raelert und Joelle Franzmann jeweils die Titel. Bei den Männern komplettieren Maik Petzold und Steffen Justus ein rein deutsches Podium. ( Militär WM: Viermal Edelmetall für deutsches Team)
Was sonst noch geschah:
Ronny Dietz lief beim Xterra UK auf Rang drei und beim Ironman in Frankfurt machte man sich Gedanken um die Zukunft. Ein Anwohner hatte sich über die Lärmbelästigung im Zielbereich in der Innenstadt der Mainmetropole beklagt. Nun wurden Überlegungen über eine Ausweichmöglichkeit angestellt. Als Alternative wurde Wiesbaden, wo auch der Ironman Germany 70.3 stattfindet, genannt. ( Bald kein Ironman mehr in Frankfurt?) Und in Baden-Württemberg stellte sich Stephan Vuckovic als Kandidat für den Landesfürsten. Wie das ausging, ist inzwischen bekannt.
Wie für Chris McCormack, der auf der Mitteldistanz des Kraichgau-Triathlons (Kraichgau Triathlon Festival: Das Rennvideo) schonmal eine Duftmarke für den Ironman Germany in Frankfurt setzte. Der Australier gewann vor Stephan Vuckovic, bei den Frauen siegte Belinda Granger vor Wenke Kujala und Jennifer Lemmler. ( Kraichgau: Macca vor Vucko) Zuvor hatte „Macca“ auf Hawaii bei der Lightausgabe des Oktober-Rennens seinen dritten Sieg in Folge gefeiert. Beim Ironman 70.3 Switzerland mussten Konstantin Bachor und Sebastian Kienle nur Ronnie Schildknecht den Vortritt lassen. Vor allem Bachor zeigte sich auf der Laufstrecke als ein hartnäckiger Widersacher des Schweizers. Beim Auftakt des Rhein-Neckar-Cups gewann am selben Tag Michael Göhner mit neuem Streckenrekord vor Timo Bracht und Christian Ritter. Die Reihenfolge bei den Frauen lautete Katja Schumacher vor Katrin Paetzold und Lena Berg. ( Göhner und Schumacher gewinnen Mußbacher Triathlon)
Die Geländespezialisten überzeugten bei der Europameisterschaft auf Sardinien: Hinter Olivier Marceau und Nicolas Lebrun holte sich Felix Schumann Bronze. Fünfter wurde Ronny Dietz, ebenso wie Marion Summerer bei den Frauen. Den Titel hier holte sich Sybille Matter vor Renata Bucher und Carina Wasle. ( Felix Schumann Dritter der Xterra-EM)
WM ohne die besten Deutschen
In Vancouver sorgte der Nachwuchs für die ersten Erfolge bei der ITU-WM. Franz Löschke und Alena Stawczynski wurden jeweils Sechste der Junioren-WM, die Titel gingen an Vincent Luis und Kirsty McWilliam. ( ITU WM: Zweimal Platz sechs für DTU zum Auftakt) Noch besser machte es nur Gregor Buchholz. Für ihn reichte es zwar nicht zur Titelverteidigung bei den U23, hinter dem überragenden Briten Alistair Brownlee holte er sich aber Silber. Nils Frommhold komplettierte das DTU-Ergebnis als Siebter, Sarah Fladung wurde Neunte bei den U23-Frauen. ( ITU WM: Buchholz mit Silber in der U23) Den Titel hier holte sich die Schweizerin Daniela Ryf. In der Elite war, wie erwartet, Javier Gomez nicht zu stoppen. Der Spanier verwies Bevan Docherty und Reto Hug aus der Schweiz auf die nächsten Plätze. Im Rennen der Frauen sorgte die Britin Helen Tucker dagegen mit ihrem Erfolg für eine kleine Überraschung. Sarah Haskins und Samantha Warriner vervollständigten das Podium.
Beim Wasserstadt-Triathlon in Hannover stellten zwei Lokalmatadoren ihre schon starke Form unter Beweis: Jan Raphael zeigte sich beim Mitteldistanzrennen nach seinem schweren Sturz in Buschhütten gut erholt und siegte vor Benjamin Winkler, im Rennen der Frauen war Sandra Wallenhorst nicht zu schlagen. Tolle Stimmung herrschte auch bei der Altersklassen-DM in Peine, wo 430 Athleten um die einzelnen Titel kämpften. ( Altersklassen-DM: Tolle Stimmung in Peine) International sorgten Mathias Zöll (4.), Rebecca Robisch (6.) und Anja Knapp (9.) beim Europacup im ungarischen Balatonfüred für Furore. ( DTU-Athleten überzeugen mit schnellen Laufsplits)
Als Standortbestimmung galt bei einigen Topathleten der Bonn-Triathlon. Maik Twelsiek und Lucie Zelenkova waren an diesem Tag nicht zu schlagen und verwiesen Markus Forster und Olaf Sabatschus sowie Ulrike Schwalbe und Linda Schücker auf die nächsten Plätze. Nicht ganz glücklich mit dem Ausgang war Faris Al-Sultan: Der Münchener hatte auf dem Rad zunächst einen Defekt, später verfuhr er sich noch. Das kostete Plätze, er wurde Elfter. Optimistisch stimmte ihn immerhin seine Laufleistung, die zweitbeste des Tages. Chris McCormack dagegen zierte sich im französischen Obernai vor der Kälte und stieg noch auf der Radstrecke aus.
In der zweiten Runde der Deutschen Triathlon-Liga ließen die favorisierten Teams Hansgrohe Schwarzwald und das Asics-Team Witten in Schliersee (Hexal Alpen-Triathlon: Das Rennvideo) nichts anbrennen und siegten erneut. Jan Frodeno konnte damit auch seine Führung in der Einzelwertung behaupten. Am Rande der Veranstaltung wurde noch kräftig Geld verteilt: Eine Spendenaktion des Sponsors Hexal brachte 5.000 Euro für das Kinderhospiz Allgäu ein. ( Hexal Charitiy-Aktion: 5000 Euro für Kinderhospiz Allgäu)
Großer Zahltag im Weltcup
Um eine stattlichere Summe ging es beim Weltcup im amerikanischen Des Moines. Jeweils 200.000 US-Dollar strichen Henning Rasmus und Emma Snowsill für ihre Siege beim höchstdotierten Weltcuprennen ein. Währenddessen rückten andere Höhepunkte im Sommer langsam in den Vordergrund, Grund genug, die Form nun ernsthaft zu testen. Das dachte sich auch Normann Stadler, als er bei der Deutschen Meisterschaft über die Mitteldistanz in Kulmbach Timo Bracht gleich fünf Minuten aufbrummte. Den Titel aber holte sich Bracht, da sich Stadler zu kurzfristig angemeldet hatte. ( Mittel DM: Stadler siegt außer Konkurrenz) Bei den Frauen siegte Katja Schumacher, die wenige Zeit später ihre starke Form auch in Frankreich unter Beweis stellte. Beim Ironman France musste sie an der Cote d’Azur nur der Italienerin Martina Dogana den Vortritt lassen. Auf den Plätzen vier und fünf folgten mit Ulrike Schwalbe und Michaela Schneck zwei weitere Deutsche. Im Rennen der Männer siegte der Spanier Marcel Zamora zum dritten Mal in Folge. Ein Deutscher spielte derweil im fernen Japan eine tragende Rolle: Beim dortigen Ironman belegte der Oberbayer Hans Mühlbauer hinter den beiden Australiern Luke McKenzie und Mitchell Anderson Rang drei. ( Ironman Japan: Hans Mühlbauer auf dem Podest)
Die Britin Bella Comerford setzte fast gleichzeitig ihre Siegesserie fort. Ihren Ironman-Siegen in Südafrika und auf Lanzarote ließ nun auf einen Erfolg in der Heimat folgen, als sie den IM 70.3 UK gewann. Ihr Landsmann Fraser Cartnell siegte bei den Männern.
Für Frustbewältigung sorgten die DTU-Athleten, die in der internen Olympia-Quali leer ausgingen. Bei der Militär-WM im estischen Otepää holten sich Andreas Raelert und Joelle Franzmann jeweils die Titel. Bei den Männern komplettieren Maik Petzold und Steffen Justus ein rein deutsches Podium. ( Militär WM: Viermal Edelmetall für deutsches Team)
Was sonst noch geschah:
Ronny Dietz lief beim Xterra UK auf Rang drei und beim Ironman in Frankfurt machte man sich Gedanken um die Zukunft. Ein Anwohner hatte sich über die Lärmbelästigung im Zielbereich in der Innenstadt der Mainmetropole beklagt. Nun wurden Überlegungen über eine Ausweichmöglichkeit angestellt. Als Alternative wurde Wiesbaden, wo auch der Ironman Germany 70.3 stattfindet, genannt. ( Bald kein Ironman mehr in Frankfurt?) Und in Baden-Württemberg stellte sich Stephan Vuckovic als Kandidat für den Landesfürsten. Wie das ausging, ist inzwischen bekannt.
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