Triathlon Bundesliga: Vorjahresmeister siegreich, Skandal um Springers Disqualifikation

tri2b.com - Redaktion am 17.05.2010 - 00:17 Uhr
EJOT Team TV Buschhütten: Der Titelverteidiger startet mit einem Sieg in die Saison 2010
© TV Buschhütten
Die Meister der letzten Saison sind auch im Jahr 2010 der Maßstab in der Deutschen Triathlon Liga. Das EJOT Team TV Buschhütten bei den Männern und die Frauenmannschaft vom Asics Team aus Witten haben den Ligaauftakt in Gladbeck gewonnen. Nach dem morgendlichen Grandprix (250 m Schwimmen, 5,5 km Radfahren, 2,5 km Laufen) und dem anschließenden Teamsprint (550 m Schwimmen, 22 km Radfahren, 5 km Laufen) verwies die Buschhüttener Männerriege den OSC Potsdam und TuS Griesheim auf die nächsten Plätze. Bei den Frauen konnte Witten den TV Erlangen auf Distanz halten .

Bereits beim Grand Prix am Vormittag demonstrierte die internationale Buschhüttener Auswahl mit Brad Kahlefeldt, Frederic Belaubre, Mario Mola, Marek Jaskolka und Ivan Vasiliev, dass an diesem Tag der Sieg nur über sie gehen wird. Der Australier Kahlefeldt gewann den Grand Prix in 20:24 Minuten, nur eine Sekunde später finishte der Franzose Frederic Belaubre auf Platz zwei und auch der erst 19jährige spanische Neuzugang Mario Mola erwischte einen perfekten Tag und belegte im Einzelwettbewerb, nur durch ein Fotofinsh getrennt, Platz drei ebenfalls in einer Zeit von 20:25 Minuten. Da auch die restlichen Teamkollegen nur wenige Sekunden langsamer unterwegs waren, führte das EJOT Team Buschhütten nach dem Grad Prix.

Witten nach Springers Barfußfahrt zurückgestuft
Am nächsten wären den Siegerländern die Asics-Männer aus Witten gekommen. Aber durch eine fragwürdige Disqualifikation des amtierenden Deutschen Meisters Thomas Springer wurde Witten auf Platz zehn zurückgestuft und hatte anstatt nur 30 Sekunden Rückstand nichts mehr mit dem Ausgang des Auftaktrennens zu tun. Springer verlor beim Grand Prix nach einer Kollision in der Wechselzone einen Radschuh, der in den Pedalen befestigt war, und setze dann mit nur einem Radschuh das Rennen fort. Daraufhin wurde er vom Wettkampfgericht disqualifiziert. Selbst der ITU-Weltmeister von 2007, Daniel Unger, vom konkurrierenden Team aus dem Schwarzwald hielt die Disqualifikation für unnötig. „Ein absoluter Witz, Thomas zu disqualifizieren“, erklärte Unger dem Online-Portal www.westen.de, der mit seinem Hansgrohe Team nach dem Prolog nur an Rang vier lag und schon fast zwei Minuten Rückstand auf Buschhütten kassierte. Der OSC Potsdam und TuS Griesheim belegten im Zwischenklassement Rang zwei und drei.

Belaubre verzählt sich beim Bahnenziehen
Im Jagdrennen hatte Buschhütten dann noch eine Schrecksekunde zu überstehen. Belaubre wollte schon nach 450 Metern das Wasser verlassen, 550 waren aber vorgesehen. Der Franzose bemerkte das Missgeschick sofort und sein Team büßte so nur wenige Sekunden ein. Auf dem Rad konnte dann Buschhütten den Vorsprung auf zwischenzeitlich zwei Minuten auszubauen. Deshalb durfte sich der Vorjahresmeister (Siegerzeit: 54:38 min.) auf der Laufstrecke dann den Luxus erlauben, ein wenig lockerer zu Werke zu gehen. Potsdam (56:14) kam noch etwas heran, am Ende blieben aber 1:35 min. Rückstand übrig. Ebenso überraschend konnte Griesheim (56:20) seinen dritten Rang vor dem mit großen Titelambitionen gestarteten Hansgrohe Team Schwarwald (56:32) knapp verteidigen.

Wittener Damen unangefochten
Gleich im Prolog setze die Schwedin Lisa Norden mit dem überlegenen Sieg ein erstes Ausrufezeichen für das Asics Team aus Witten. Ihr am nächsten kamen auf den Folgerängen die Erlangerinnen Rebecca Robisch und Anne Haug, die mit einem sehr starken Team in Ruhrgebiet gereist waren. Dem fränkischen Vizemeister aus dem Vorjahr gelang es deshalb den Rückstand auf nur 10 Sekunden anwachsen zu lassen. Im Teamsprint zeigte dann der Abonnement-Meister sein ganze Klasse. Schnell wurden aus dem nur knappen Zeitpolster ein relativ komfortabler Vorsprung, da das Wittener Damen-Quartett im Wasser und auf dem viermal zu durchfahrenden Rundkurs auf dem Rad mächtig Druck machte. Deshalb konnten sie auf der Laufstrecke auch den Ausfall von der unter Fußproblemen leidenden Tina Herklotz verkraften. Lisa Norden, Lena Brunkhorst und Carina Brechters liefen kontrolliert mit 34 Sekunden Vorsprung zum ersten Saisonsieg vor dem TV Erlangen. Rang drei im Auftaktrennen ging an den Krefelder Kanu Club.

Nächstes Bundesliga-Rennen am Pfingstsamstag
Fortgesetzt wird die Triathlon Bundesliga schon in der kommenden Woche. Am 22. Mai findet in Witten das nächste Rennen statt. Dabei hoffen dann die Wittener Männer vor heimischem Publikum auf eine Wiedergutmachung und die Frauen auf eine Fortsetzung der Erfolgsserie.

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