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Daniel Unger

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Portrait – Daniel Unger

tri2b.com - Redaktion am 10.03.2008 - 11:13 Uhr

Wie wohl fast bei jedem Jungen gehörte Daniel Unger’s erste Leidenschaft dem Fußball. Als Fünfjähriger begann er seine Sportlerkarriere am runden Leder. Sieben Jahre später dann hatte Daniel Unger seine wahre Berufung gefunden. Im Alter von zwölf Jahren bestritt er 1990 in seinem Heimatort Mengen seinen ersten Triathlon. Auf Platz 284 bei 290 Teilnehmern landete Daniel Unger damals, doch das war ihm egal. Denn es war der „Beginn einer Leidenschaft“.

Schnell meldete er sich im Verein an und begann mit dem Training. Begleitet wurde schon da von Dipl.-Trainer Hermann Kramer, der auch noch heute sein erster Ansprechpartner ist. Schnell wurden die ersten Fortschritte deutlich und in Ergebnisse umgesetzt. Unter anderem wurde er gleich Baden-Württembergischer Meister und schaffte damit auch den Sprung in den Landeskader. Die Karriere hatte begonnen. 1993 kam Daniel Unger zur Jugendnationalmannschaft und bestritt bei der Europameisterschaft in Spanien als Deutscher Vizemeister seinen ersten großen internationalen Wettkampf. Zwar noch ohne durchschlagenden Erfolg, der sich aber nur ein Jahr später einstellte. Denn mit der Mannschaft wurde Unger 1994 Vize-Europameister. Im selben Jahr schrieb sogar ein wenig Geschichte, als er sich zum ersten Baden-Württembergischen Meister im Duathlon krönen lassen konnte.

Nach Jahren, in denen sich Daniel Unger immer mehr im deutschen Triathlonsport etablierte, schaffte er 1996 endlich auch international den großen Durchbruch. Mit der Mannschaft wurde er jeweils Zweiter bei den Europa- und Weltmeisterschaften. Von da ging Unger zielstrebig seinen Weg auch international weiter.

Nach seinem Abitur 1997 gehörte er für die folgenden zwei Jahre der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Mainz an und machte anschließend eine Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur. Seit 2004 konzentriert er sich als Profi-Triathlet ganz auf seinen Sport und studierte nebenher Betriebswirtschaft.

Die Zielstrebigkeit und der Ehrgeiz des „Ungerman“ wurden 2004 aber jäh ausgebremst. Das Olympiaticket für Athen in der Tasche, konnte er den Wettkämpfen jedoch nur als Zuschauer und Co-Kommentator folgen. Das Pfeiffersche Drüsenfieber hatte ihn wenige Wochen vorher erwischt und einen Start bei Olympia unmöglich gemacht. Aber bereits ein Jahr später meldete sich Daniel Unger als Deutscher Vizemeister wieder zurück. Neben zahlreichen Topplatzierungen, auch international, holte er sich auf dem schweren Kurs in Schliersee 2006 den nationalen Titel der Elite. 2007 war dann sein Jahr, und der bisherige Höhepunkt in der Karriere Unger’s: In Hamburg holte er sich nach einer grandiosen Vorstellung vor 350.000 Zuschauern den WM-Titel bei den Männern. Als erster Deutscher war er Triathlon-Weltmeister. Die konsequente und zielstrebige Arbeit hatte sich ausgezahlt.

Steckbrief:
Name: Daniel Unger
Geboren: 22.03.1978 in Ravensburg
Wohnhaft: Bad Saulgau
Nation: Deutschland
Heimatverein: Mengen’s Triathleten
DTU-Kaderstatus: Triathlon Top Team
Größe: 1,86 m
Gewicht: 74,5 kg
Beruf: Profi-Triathlet
Hobbies: Videos, Lesen, Spaziergänge mit Hund Killy
Web: daniel-unger.de

Erfolge:
Weltmeisterschaften:
2007 Weltmeister über Olympische Distanz in Hamburg
2006 8. Platz in Lausanne
2006 2. Platz Mannschaft
2000 Militärweltmeister
1998 3. Platz Mannschaft
1996 2. Platz Mannschaft (Junioren)

Europameisterschaften:
2007 3. Platz Europameisterschaft in Kopenhagen
2007 Europameister Mannschaft
2005 14. Platz in Lausanne
2004 3. Platz in Valencia
2002 5. Platz in Györ
1996 2. Platz Mannschaft (Junioren)

Weltcup:
2007 4. Platz in Madrid
2006 5. Platz Salford, 5. Platz Mazatlan
2003 2. Platz Madeira, 5. Platz Madrid, 4. Platz Hamburg, 10. Platz Athen, 7. Platz Nizza
2002 4. Platz Lausanne, 7. Platz Hamburg, 9. Platz Edmonton

Deutsche Meisterschaften:
2006 Deutscher Meister in Schliersee
2005 2. Platz in Potsdam
2004 Internationaler Deutscher Meister
2002 4. Platz
2000 Deutscher Meister Bundesliga
1999 Deutscher Meister Bundesliga
1998 2. Platz und 1. Platz Mannschaft
1996 Deutscher Mannschaftsmeister

(Stand: März 2008)


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