Triathlon WM-Serie: Macca kommt und beherrscht

René Penno für tri2b.com am 15.06.2011 - 13:17 Uhr
Sonnige Aussichten in Tirol: Beste Bedingungen auf dem Radkurs in Kitzbühel
© Walter Rief
Eigentlich kann jetzt passieren was will, auch jeder noch so bekannte Promi kann sich fürs Wochenende in Kitzbühel ankündigen: Die Meldung, dass Chris McCormack beim dritten WM-Rennen dabei ist, beherrschte die Schlagzeilen der Szene. Die aktuellen Stars der Dextro Energy ITU Triathlon World Championship mussten etwas zurücktreten.

Im Rennen freilich werden sie keine allzu große Rücksicht nehmen auf den Hawaii-Sieger von 2007 und 2010. „Macca“ setzt sein Vorhaben, sich noch für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifizieren zu wollen, nun in die Tat um. Das wars, es wird zur Kenntnis genommen – für alle anderen geht’s auch um WM-Punkte. Dabei wird sich ein Teil der Weltelite freuen, dass der Name Brownlee nur einmal in der Startliste auftaucht. Eine Dominanz, und den damit verbundenen Doppelsieg wie in Madrid, wird es nicht geben: Jonathan Brownlee steht in Kitzbühel nicht am Start, sein älterer Bruder Alistair ist für sich allein Topfavorit genug.

Hinzu kommen die üblichen Verdächtigen, allen voran Javier Gomez. Der Spanier führt die Rangliste mit fünf Zählern vor Alistair Brownlee noch an und hat auch noch eine Rechnung mit dem Rennen in „Kitz“ offen: Nur wegen eine Zeitstrafe musste er im vergangenen Jahr den Sieg dem Briten Stuart Hayes überlassen. Dritter war damals Jan Frodeno, der Olympiasieger aber verzichtet diesmal und konzentriert sich ganz auf die zweite Saisonhälfte mit Fokus Olympiaqualifikation am 7. August in London.

Petzold hat Hunger auf mehr
Das deutsche Aufgebot kann sich trotzdem sehen lassen. Maik Petzold und Steffen Justus, Neunter und Zehnter des WM-Rennens in Madrid, führen einen sechsköpfigen DTU-Kader an, in dem auch erstmals Daniel Unger wieder vertreten ist. Der Weltmeister von 2007 zeigte mit seinem zweiten Platz beim Europa-Cup im italienischen Cremona weiter ansteigende Form und will nun endlich auch in der WM-Serie seine ersten Punkte. Noch größere Ambitionen hat Maik Petzold. „Meine Motivation und der Hunger nach mehr sind sehr groß und so hoffe ich bei einer ähnlich harten Radstrecke wie vor zehn Tagen in Madrid auf eine einstellige Platzierung“, sagte der Bautzener, nachdem er die letzten Tage ausgiebig für ein solides Aufbautraining genutzt hatte. Etwas Besonderes ist das Rennen am Samstag in Kitzbühel für den Bautzener mit Blick auf Chris McCormack außerdem: „Mein letztes Rennen gegen diesen Allrounder fand bei einem Weltcup 2001 in Lausanne statt, wo er damals Zweiter und ich Vierter wurde!“

Auch bei den Frauen fehlen nur wenige prominente Namen in der Startliste. Dafür stehen auch hier sechs deutsche Namen: Rebecca Robisch und Sarah Fladung werden den DTU-Kader von Madrid ergänzen. Herauskommen soll mindestens wieder ein ähnliches Ergebnis wie in der spanischen Hauptstadt, als Svenja Bazlen auf Rang neun lief. Erste Anwärterin auf den Sieg ist aber erneut Paula Findlay. Die Kanadierin gewann die beiden ersten Rennen der Serie in Sydney und Madrid und will nun den Hattrick perfekt machen. Zumal sie vor einem Jahr in Kitzbühel auch ihren Siegeszug durch die großen Städte begann.

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