Quelle Challenge Roth 2009: Wellington siegt in Traumzeit
René Penno für tri2b.com am 12.07.2009 - 19:00 Uhr

© http://www.triaphoto.com
Was war das für ein Rennen. Im vergangenen Jahr, als mit Yvonne van Vlerken und Erika Csomor gleich zwei Athletinnen einen Uralt-Rekord in Roth unterboten, glaubte man, die Grenze sei erreicht. Am selben Tag preschte auch Sandra Wallenhorst noch deutlich unter neun Stunden beim Ironman Austria ins Ziel. Spätestens aber da war klar, dass eine Jagd eröffnet ist. Nämlich die auf eine neue Bestzeit.
Die Bilderserien der Quelle Challenge Roth 2009
Der Check-In am Samstag ...
Schwimmen im Main-Donau-Kanal ...
Radfahren durch das Fränkische ...
Laufentscheidung am Kanal und Jagd der Weltbestzeit ...
Daran beteiligen wollte sich Chrissie Wellington nicht. Nicht bis letztes Jahr. Das würde sie nicht interessieren, „ein Sieg ist mir einfach wichtiger“, genoss die Britin lieber ganz ausgiebig den Jubel beim Zieleinlauf. Dabei war es am ehesten ihr zu zutrauen, die von Yvonne van Vlerken aufgestellte Bestmarke zu unterbieten. Das hatte seinen Reiz. Und nach Roth kam sie nun, um zu gewinnen – und die Bestzeit anzugreifen.
Das mit dem Sieg war ohnehin nach dem zweiten Wechsel schon eine sichere Sache. Neun Minuten hatte Wellington Vorsprung, als sie das Rad gegen die Laufschuhe tauschte. Für eine starke Läuferin wie sie eine klare Angelegenheit. Selbst wenn hinter ihr Topathletinnen wie Rebekah Keat, Belinda Granger und Catriona Morrison als Trio harmonierten und den Rückstand auf den ersten 15 Kilometern von über neun Minuten auf sechs Minuten verkürzten. Da glaubte manch einer tatsächlich an eine Schwäche der Britin. In Wahrheit aber war es Kalkül. Nicht überdrehen, Ruhe bewahren, sie lag ja auf Kurs. „Bei Kilometer 30 habe ich mich immer noch richtig gut gefühlt“, sagte sie hinterher. Den Vorsprung hatte sie schon wieder ausgebaut, die Verfolgerinnen hatten sich gegenseitig verschlissen. Granger konnte das hohe Tempo nicht lange mitgehen und fiel noch hinter Erika Csomor auf Rang fünf zurück, Morrison stieß an ihre Grenzen, nur Keat konnte Paroli bieten – und ist mit einer Zeit von 8:39:24 Stunden jetzt die zweitschnellste Frau der Welt.
„Es ist eine große Ehre für mich, jetzt hier in den Rekordlisten zu stehen“, strahlte sie wie gewohnt übers ganze Gesicht. „Der Weltrekord ist wichtig für mich, aber das wichtigste ist für mich, dass ich aus meinem Körper heute alles herausholen konnte. Das Publikum war phantastisch. Die Unterstützung war hervorragend, vom Start bis zur Ziellinie. In der Hinsicht war es das beste Rennen, das ich je gemacht habe. Und das Wetter war ideal für die Bestzeit. Nicht zu warm“, passte einfach alles zusammen an diesem 12. Juli.
In einem solch denkwürdigen Rennen, in dem gleich vier Frauen unter neun Stunden blieben, sind die Leistungen der deutschen Athletinnen umso höher anzurechnen. Auch wenn sie – gemessen allein an der Zeit – weit weg waren von der Spitze. Nur Anja Ippach konnte in diesem elitären Kreis mithalten. Anfangs, denn als die Wellingtons und Co ernst machten, fiel auch sie zurück, hielt sich lange Zeit noch auf Rang sechs und wurde am Ende Neunte und damit drittbeste Deutsche. Den Deutschen Meistertitel holte sich Katja Rabe. Sie wurde Siebte vor Nicole Best, als Zehnte schaffte auch Christine Waitz noch den Sprung in die Topränge.
Die Bilderserien der Quelle Challenge Roth 2009
Der Check-In am Samstag ...
Schwimmen im Main-Donau-Kanal ...
Radfahren durch das Fränkische ...
Laufentscheidung am Kanal und Jagd der Weltbestzeit ...
Daran beteiligen wollte sich Chrissie Wellington nicht. Nicht bis letztes Jahr. Das würde sie nicht interessieren, „ein Sieg ist mir einfach wichtiger“, genoss die Britin lieber ganz ausgiebig den Jubel beim Zieleinlauf. Dabei war es am ehesten ihr zu zutrauen, die von Yvonne van Vlerken aufgestellte Bestmarke zu unterbieten. Das hatte seinen Reiz. Und nach Roth kam sie nun, um zu gewinnen – und die Bestzeit anzugreifen.
Das mit dem Sieg war ohnehin nach dem zweiten Wechsel schon eine sichere Sache. Neun Minuten hatte Wellington Vorsprung, als sie das Rad gegen die Laufschuhe tauschte. Für eine starke Läuferin wie sie eine klare Angelegenheit. Selbst wenn hinter ihr Topathletinnen wie Rebekah Keat, Belinda Granger und Catriona Morrison als Trio harmonierten und den Rückstand auf den ersten 15 Kilometern von über neun Minuten auf sechs Minuten verkürzten. Da glaubte manch einer tatsächlich an eine Schwäche der Britin. In Wahrheit aber war es Kalkül. Nicht überdrehen, Ruhe bewahren, sie lag ja auf Kurs. „Bei Kilometer 30 habe ich mich immer noch richtig gut gefühlt“, sagte sie hinterher. Den Vorsprung hatte sie schon wieder ausgebaut, die Verfolgerinnen hatten sich gegenseitig verschlissen. Granger konnte das hohe Tempo nicht lange mitgehen und fiel noch hinter Erika Csomor auf Rang fünf zurück, Morrison stieß an ihre Grenzen, nur Keat konnte Paroli bieten – und ist mit einer Zeit von 8:39:24 Stunden jetzt die zweitschnellste Frau der Welt.
„Es ist eine große Ehre für mich, jetzt hier in den Rekordlisten zu stehen“, strahlte sie wie gewohnt übers ganze Gesicht. „Der Weltrekord ist wichtig für mich, aber das wichtigste ist für mich, dass ich aus meinem Körper heute alles herausholen konnte. Das Publikum war phantastisch. Die Unterstützung war hervorragend, vom Start bis zur Ziellinie. In der Hinsicht war es das beste Rennen, das ich je gemacht habe. Und das Wetter war ideal für die Bestzeit. Nicht zu warm“, passte einfach alles zusammen an diesem 12. Juli.
In einem solch denkwürdigen Rennen, in dem gleich vier Frauen unter neun Stunden blieben, sind die Leistungen der deutschen Athletinnen umso höher anzurechnen. Auch wenn sie – gemessen allein an der Zeit – weit weg waren von der Spitze. Nur Anja Ippach konnte in diesem elitären Kreis mithalten. Anfangs, denn als die Wellingtons und Co ernst machten, fiel auch sie zurück, hielt sich lange Zeit noch auf Rang sechs und wurde am Ende Neunte und damit drittbeste Deutsche. Den Deutschen Meistertitel holte sich Katja Rabe. Sie wurde Siebte vor Nicole Best, als Zehnte schaffte auch Christine Waitz noch den Sprung in die Topränge.
-
-
Videointerview Chrissie Wellington
Quelle Challenge Roth Siegerin 2009 -
Videointerview Michael Göhner
Quelle Challenge Roth Sieger 2009 -
Quelle Challenge Roth
Das sagten die Beteiligten -
Quelle Challenge Roth
Die O-Töne von CheckIn -
Quelle Challenge Roth 2009
Michael Göhner leidet und gewinnt -
Quelle Challenge Roth 2009
Wellington siegt in Traumzeit
Verwandte Artikel
Anzeige
tri2b.com auf Facebook







