Rekordtag: Raelert und Wellington mit Bestzeiten in Roth
René Penno für tri2b.com am 10.07.2011 - 16:00 Uhr

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Was war das für ein Tag in Roth! Das zehnjährige Jubiläum der Challenge wurde mit zwei neuen Weltbestzeiten gekrönt. Andreas Raelert und Chrissie Wellington setzten neue Maßstäbe. Und auch Sebastian Kienle war schneller unterwegs als vor einem Jahr.
Hier den gesamten Rennverlauf im Challenge Roth-Liveticker nachlesen ...
Eine Woche, nachdem der Belgier Marino Vanhoenacker beim Ironman Austria mit 7:45:58 Stunden eine neue Bestmarke setzte, legte Andreas Raelert nach: Bei sagenhaften 7:41:33 Stunden blieben die Uhren für den Rostocker stehen. Praktisch das komplette Rennen über hatte er geführt. Nur beim Schwimmen ließ er dem Franzosen Benjamin Sanson und Christian Ritter den Vortritt, dann nahm er sein eigenes Rennen in Angriff. Keiner der Konkurrenten konnte ihm wirklich gefährlich werden, auch nicht Sebastian Kienle. Der Badener kam auf dem Rad zwar zwischenzeitlich auf zwei Minuten heran, zu mehr aber reichte es in seiner Lieblingsdisziplin nicht. Trotzdem lieferte Kienle erneut ein starkes Rennen ab: Mit 7:57:06 Stunden blieb er wieder unter acht Stunden und verbesserte sich im Vergleich zum letzten Jahr um zwei Minuten.
Das zeichnete sich schon unterwegs ab: Kienle schwamm 2:16 Minuten schneller, war auch auf dem Rad um 1:20 Minuten schneller unterwegs, nur im Marathon blieb er unter der Zeit von 2010. Von Unzufriedenheit konnte deshalb auch keine Rede sein; nur vor Andreas Raelert ging er ehrfürchtig auf die Knie.
Hinter Kiwi Keegan Williams, der spät ins Rennen fand, dann aber ein starkes Finale ablieferte, wurde Felix Schumann starker Vierter. Ihm auf den Fersen war Christian Ritter als Fünfter. Hinter dem Kroaten Andrej Vistica und Gilad Rotem aus Israel belegte Lothar Leder, der Sieger vom denkwürdigen Rennen 2003, Rang acht. Die Top Ten vervollständigten Andriy Yastrebov (Ukraine) und der Däne Andreas Borch.
Und es geht doch noch schneller
Unterwegs sah es lange Zeit nicht danach aus, dass Chrissie Wellington ihren eigenen Rekord aus dem vergangenen Jahr angreifen könnte. "Mit dem Schwimmen war ich sehr zufrieden. Am Anfang war es wie bei einer Kneipenschlägerei, aber nach 200m war es ok. Das Radfahren war ok, aber es ist hier immer ein Auf und Ab." Die Führung hatte sie schnell an sich gerissen, auf dem Rad und später auch beim Laufen ließ die Britin, aber die gewohnte Lockerheit vermissen. Äußerlich. Denn je länger das Rennen dauerte, umso näher rückte auch eine neue Bestzeit in ihrem wieder sehr einsamen Rennen. "Ich wußte, daß ich schneller laufen konnte als letztes Jahr. Aber ich hatte bis zum Schluss keine Informationen darüber, daß ich auf neuem Weltrekord Kurs war. Niemand hat mir etwas gesagt." Ihre Statistik in Roth ist überschaubar: Dritter Start, dritter Sieg, dritte Weltbestzeit!
"Bitte fragt mich nicht nach nächstem Jahr oder was noch kommt. Laßt mich das hier feiern und das was ich hier erreicht habe. Das ist so wichtig. Jeder fragt: 'Was kommt als nächstes?' Für mich ist es wichtig, daß ich mich zurücklehne und mir sage es ist phänomenal was ich hier erreicht habe und das feier ich. Das ist besser als direkt zu sagen gut, kann ich noch eine Minute schneller sein?", fasste die Britin im Ziel ihre Emotionen zusammen.
Mindestens ebenso bewundernswert war auch die Leistung von Julia Wagner. Für die Freiburgerin war es die erste Langdistanz, bei der sie sich nicht nur teuer verkaufte. Sie lieferte ein konstant starkes Rennen ab und kassierte kurz vor dem Ziel noch die Australierin Rebekah Keat. Beide blieben noch unter neun Stunden.
Überschattet wurde das Rekordrennen durch einen tragischen Zwischenfall auf der Schwimmstrecke. Gegen 9:20 Uhr erkannte die Wasserwacht einen Schwimmer, dessen Bewegungen einen Schwächeanfall andeuteten. Als die Wasserwacht den Teilnehmer unverzüglich bergen konnte, war dieser nicht mehr bei Bewusstsein. Trotz sofort eingeleiteter Wiederlebungsversuche durch zwei Notärzte verstarb der 36-Jährige wenig später. Zum Bericht auf BR-Online: Roth trauert um toten Triathleten ...
Unser Mitgefühl gilt der Familie und den Angehörigen des Verunglückten
Die gesamte tri2b.com-Redaktion
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Eine Woche, nachdem der Belgier Marino Vanhoenacker beim Ironman Austria mit 7:45:58 Stunden eine neue Bestmarke setzte, legte Andreas Raelert nach: Bei sagenhaften 7:41:33 Stunden blieben die Uhren für den Rostocker stehen. Praktisch das komplette Rennen über hatte er geführt. Nur beim Schwimmen ließ er dem Franzosen Benjamin Sanson und Christian Ritter den Vortritt, dann nahm er sein eigenes Rennen in Angriff. Keiner der Konkurrenten konnte ihm wirklich gefährlich werden, auch nicht Sebastian Kienle. Der Badener kam auf dem Rad zwar zwischenzeitlich auf zwei Minuten heran, zu mehr aber reichte es in seiner Lieblingsdisziplin nicht. Trotzdem lieferte Kienle erneut ein starkes Rennen ab: Mit 7:57:06 Stunden blieb er wieder unter acht Stunden und verbesserte sich im Vergleich zum letzten Jahr um zwei Minuten.
Das zeichnete sich schon unterwegs ab: Kienle schwamm 2:16 Minuten schneller, war auch auf dem Rad um 1:20 Minuten schneller unterwegs, nur im Marathon blieb er unter der Zeit von 2010. Von Unzufriedenheit konnte deshalb auch keine Rede sein; nur vor Andreas Raelert ging er ehrfürchtig auf die Knie.
Hinter Kiwi Keegan Williams, der spät ins Rennen fand, dann aber ein starkes Finale ablieferte, wurde Felix Schumann starker Vierter. Ihm auf den Fersen war Christian Ritter als Fünfter. Hinter dem Kroaten Andrej Vistica und Gilad Rotem aus Israel belegte Lothar Leder, der Sieger vom denkwürdigen Rennen 2003, Rang acht. Die Top Ten vervollständigten Andriy Yastrebov (Ukraine) und der Däne Andreas Borch.
Und es geht doch noch schneller
Unterwegs sah es lange Zeit nicht danach aus, dass Chrissie Wellington ihren eigenen Rekord aus dem vergangenen Jahr angreifen könnte. "Mit dem Schwimmen war ich sehr zufrieden. Am Anfang war es wie bei einer Kneipenschlägerei, aber nach 200m war es ok. Das Radfahren war ok, aber es ist hier immer ein Auf und Ab." Die Führung hatte sie schnell an sich gerissen, auf dem Rad und später auch beim Laufen ließ die Britin, aber die gewohnte Lockerheit vermissen. Äußerlich. Denn je länger das Rennen dauerte, umso näher rückte auch eine neue Bestzeit in ihrem wieder sehr einsamen Rennen. "Ich wußte, daß ich schneller laufen konnte als letztes Jahr. Aber ich hatte bis zum Schluss keine Informationen darüber, daß ich auf neuem Weltrekord Kurs war. Niemand hat mir etwas gesagt." Ihre Statistik in Roth ist überschaubar: Dritter Start, dritter Sieg, dritte Weltbestzeit!
"Bitte fragt mich nicht nach nächstem Jahr oder was noch kommt. Laßt mich das hier feiern und das was ich hier erreicht habe. Das ist so wichtig. Jeder fragt: 'Was kommt als nächstes?' Für mich ist es wichtig, daß ich mich zurücklehne und mir sage es ist phänomenal was ich hier erreicht habe und das feier ich. Das ist besser als direkt zu sagen gut, kann ich noch eine Minute schneller sein?", fasste die Britin im Ziel ihre Emotionen zusammen.
Mindestens ebenso bewundernswert war auch die Leistung von Julia Wagner. Für die Freiburgerin war es die erste Langdistanz, bei der sie sich nicht nur teuer verkaufte. Sie lieferte ein konstant starkes Rennen ab und kassierte kurz vor dem Ziel noch die Australierin Rebekah Keat. Beide blieben noch unter neun Stunden.
Überschattet wurde das Rekordrennen durch einen tragischen Zwischenfall auf der Schwimmstrecke. Gegen 9:20 Uhr erkannte die Wasserwacht einen Schwimmer, dessen Bewegungen einen Schwächeanfall andeuteten. Als die Wasserwacht den Teilnehmer unverzüglich bergen konnte, war dieser nicht mehr bei Bewusstsein. Trotz sofort eingeleiteter Wiederlebungsversuche durch zwei Notärzte verstarb der 36-Jährige wenig später. Zum Bericht auf BR-Online: Roth trauert um toten Triathleten ...
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