Rother O-Töne: „Am Sonntag werden einige explodieren“

H. Eggebrecht für tri2b.com am 01.07.2005 - 12:12 Uhr
Auf der traditionellen Pressekonferenz stellten sich die Topathleten der Quelle Challenge Roth am Donnerstag der versammelten Presse. Nach den verletzungsbedingten Absagen von Faris Al-Sultan und Andreas Niedrig werden am Sonntag zwei große Sympathieträger fehlen. Wie vor zwei Jahren scheint sich deshalb jetzt alles auf ein erneutes Duell zwischen dem wiedererstarkten fünffachen Rothsieger Lothar Leder und dem Vorjahressieger Chris McCormack zu konzentrieren. Bei den Frauen wird Belinda Granger ihren Vorjahrestitel gegen das deutsche Frauentrio Nicole Leder, Heike Funk und Ute Mückel verteidigen müssen.

Lothar Leder: "Mir geht es gut. Ich habe vier Rennen im Vorfeld gewonnen und habe so hart wie nie trainiert. Wenn Zäck sagt, die anderen Jungs trainieren zuviel, Hellriegel ist kaputt und Lothar ist der nächste Kandidat, dann hat er fast recht. Ich war am Limit, aber ich bin voll konzentriert und habe auch mehr Zeit auf die Regeneration gelegt. Am Sonntag wird nicht taktiert, sondern voll gefahren und gelaufen. Wahrscheinlich gibt es 30 Grad - da werden dann einige auf der Laufstrecke explodieren."

Nicole Leder: "In den letzten Wochen habe ich ganz bewusst etwas kürzer getreten und zum Beispiel auf meinen Start in Erding verzichtet. Mit der nötigen Regeneration hoffe ich für den Sonntag auf ein gutes Rennen."

Chris McCormack: "Roth ist das größte Rennen in Europa, es ist einfach fantastisch. Ich bin hier um zu gewinnen und möchte auf dieser Strecke die Weltbestzeit angreifen. Das ist mein Ziel. Wenn mir dazu noch ein Hawaii-Sieg gelingt, dann kann ich in Rente gehen. Ob das schon in diesem Jahr der Fall ist, kann ich nicht sagen. Es kommt auf den Rennverlauf an. Wenn ich am Ende als Sieger eine Sekunde Vorsprung habe, so wie Lothar vor zwei Jahren, dann ist es auch in Ordnung."

Belinda Granger: "Mir hat das Rother Rennen schon im letzten Jahr sehr, sehr gut gefallen - bis auf die letzten zwei Kilometer als mich Nicole Leder überholt hat. Mein Problem im letzten Jahr war, dass ich den Kurs noch nicht so gut kannte, die vielen lieblichen fränkischen Dörfer machten auf mich den Eindruck, sie schauen alle gleich aus. diese Jahr trainiere ich seit drei Wochen täglich auf den Strecken. Ich kenne jetzt die Stellen, an denen ich Zeit gutmachen kann.“

Timo Bracht: "Mein dritter Platz im Vorjahr war das beste Rennen nach meinem Sieg beim IRONMAN France. Chris McCormack und Faris Al-Sultan waren an diesem Tag unschlagbar. Für dieses Jahr habe ich mich sehr gut vorbereitet und habe speziell im Laufen das Training intensiviert und bei Halbmarathon-Rennen einige Siege erringen können. Ich freue mich, dass Lothar wieder richtig fit ist - da macht es gleich noch mehr Spaß."

Ute Mückel: "Ich habe hart für Roth gearbeitet. Vom Trainingsumfang bin ich zwar deutlich zurückgegangen, dafür habe ich die Intensität gesteigert. Im Training war ich sehr oft in jenem Bereich, in dem es wie im Rennen wehtut. Das hat mir in der Vergangenheit ja etwas gefehlt."

Jason Shortis: "Mein Ziel hier in Roth ist es, mich mit den Besten zu messen. Ich bin mit meiner Frau und meiner einjährigen Tochter angereist und möchte ihnen ein gutes Rennen zeigen. Ich fühle mich prächtig. Es ist fast wie bei einem guten Wein, der reift mit der Zeit."

Christophe Bastie: "Aus dem letzten Jahr habe ich viel gelernt. Für dieses Jahr habe ich alles getan, damit es noch besser wird. Wenn ich wieder wie im Vorjahr eine Minute hinter Lothar Leder ins Ziel komme, dann war es ganz bestimmt ein gutes Rennen."

Bernd Eichhorn: "Ich bin heiß auf den Rother Landkreisrekord. Den hält Oli Zimmermann mit 8:32 Stunden. Im letzten Jahr haben mir dazu nur drei Minuten gefehlt. Ich bin sehr gut vorbereitet, es könnte diesmal also gelingen."

Anzeige

tri2b.com auf Facebook