Jan Raphael: Möchte einen Marathon wie in Frankfurt
Bernd-Uwe Gutknecht für tri2b.com am 05.10.2011 - 05:09 Uhr

© Commerzbank Triathlon Team
Einige Experten rieben sich in Juli in Frankfurt etwas verwundert die Augen. Jan Raphael lief mit einem beherzten Marathon überraschend auf Platz zwei bei der Ironman Europameisterschaft und machte sogar Sieger Faris Al Sultan mächtig Druck auf den letzten Lauf-Kilometern. Spätestens seitdem haben viele den 31-Järhigen auf der Liste für Hawaii. Wir haben Jan Raphael im Island Lava Java Café getroffen:
tri2b.com: Irgendwann kommt der große Durchbruch. Bei dir war es dieses Jahr Frankfurt. Als Vize-Europameister, noch dazu bei solch widrigen Verhältnissen, gehst du vermutlich sehr ambitioniert in die Weltmeisterschaft. Wie hast du die letzten Wochen gestaltet?
Jan Raphael (J.R.): Die vier Wochen hier auf Big Island waren super! Timo Bracht, Mathias Hecht und Michi Göhner waren auch hier und wir haben sehr viel zusammen trainiert. Dank der Gruppen-Dynamik kam nicht allzu viel Urlaubs-Feeling auf. Wir wohnen hier in einer Appartement-Anlage, können selber kochen, uns aber auch aus dem Weg gehen. So bekam keiner einen Lagerkoller. Und wir konnten unseren Kühlschrank mit den Sachen füllen, die wir gerne mögen (lacht).
tri2b.com: Merkst du, dass die Konkurrenten dich seit deinem Top-Rennen in Frankfurt anders beäugen?
J.R.: Na ja, vor Frankfurt haben viele gesagt: du nimmst den Mund ganz schön voll, weil ich einen Podiums-Platz angekündigt hatte. Ich habe einfach genug gehabt von den vierten Plätzen dauernd! Da war natürlich auch Glück dabei, dass ich mit dem miesen Wetter gut zurechtkam. Aber wie ich hinten raus noch mal beschleunigen konnte, das war schon das Highlight meiner Karriere bisher.
tri2b.com: Man kann einen zweiten Platz in Europa nicht hochrechnen auf ein mögliches Abschneiden auf Hawaii. Aber welche Position strebst du an?
J.R.: Top Ten ist eigentlich Pflicht für mich. Andererseits sind die 50 besten Athleten der Welt da. Nachdem ich meine ersten drei Starts hier vergeigt habe, ist es echt an der Zeit. Vielleicht war ich in den anderen Rennen zu respektvoll, der Strecke, der Hitze und den anderen Athleten gegenüber. Ich hatte quasi vor dem Start schon die Hosen voll. Diesmal plane ich eine „kontrollierte Offensive“. Beim Schwimmen musst du vorne dabei sein, auf dem Rad möchte ich so mitschwimmen, und dann beim Laufen noch mal Druck machen. Mit einem Marathon wie in Frankfurt, also 2:49, müsste man schon unter die Top Ten kommen.
tri2b.com: Die deutschen Fans fiebern einem fünften deutschen Triumph in Kona entgegen. Welchen deutschen Athleten traust du am meisten zu?
J.R.: Andreas Raelert sehe ich momentan eine Stufe höher als alle anderen. Der hat bisher noch in keinem Rennen 100 Prozent abrufen müssen, auch nicht beim Weltrekord in Roth. Wenn er nur Normalform hat, wird er das Ding gewinnen. Da ich viel mit Timo Bracht trainiert habe, kann ich nur sagen: der ist wahnsinnig gut drauf! Mein Tipp: Reali gewinnt, Timo wird Dritter...
tri2b.com: ...und ein gewisser Jan Raphael wird Fünfter! Dann wären die deutschen Fans glücklich.
J.R.: Ok, das unterschreibe ich sofort! Das wäre ein Traum!
tri2b.com: Irgendwann kommt der große Durchbruch. Bei dir war es dieses Jahr Frankfurt. Als Vize-Europameister, noch dazu bei solch widrigen Verhältnissen, gehst du vermutlich sehr ambitioniert in die Weltmeisterschaft. Wie hast du die letzten Wochen gestaltet?
Jan Raphael (J.R.): Die vier Wochen hier auf Big Island waren super! Timo Bracht, Mathias Hecht und Michi Göhner waren auch hier und wir haben sehr viel zusammen trainiert. Dank der Gruppen-Dynamik kam nicht allzu viel Urlaubs-Feeling auf. Wir wohnen hier in einer Appartement-Anlage, können selber kochen, uns aber auch aus dem Weg gehen. So bekam keiner einen Lagerkoller. Und wir konnten unseren Kühlschrank mit den Sachen füllen, die wir gerne mögen (lacht).
tri2b.com: Merkst du, dass die Konkurrenten dich seit deinem Top-Rennen in Frankfurt anders beäugen?
J.R.: Na ja, vor Frankfurt haben viele gesagt: du nimmst den Mund ganz schön voll, weil ich einen Podiums-Platz angekündigt hatte. Ich habe einfach genug gehabt von den vierten Plätzen dauernd! Da war natürlich auch Glück dabei, dass ich mit dem miesen Wetter gut zurechtkam. Aber wie ich hinten raus noch mal beschleunigen konnte, das war schon das Highlight meiner Karriere bisher.
tri2b.com: Man kann einen zweiten Platz in Europa nicht hochrechnen auf ein mögliches Abschneiden auf Hawaii. Aber welche Position strebst du an?
J.R.: Top Ten ist eigentlich Pflicht für mich. Andererseits sind die 50 besten Athleten der Welt da. Nachdem ich meine ersten drei Starts hier vergeigt habe, ist es echt an der Zeit. Vielleicht war ich in den anderen Rennen zu respektvoll, der Strecke, der Hitze und den anderen Athleten gegenüber. Ich hatte quasi vor dem Start schon die Hosen voll. Diesmal plane ich eine „kontrollierte Offensive“. Beim Schwimmen musst du vorne dabei sein, auf dem Rad möchte ich so mitschwimmen, und dann beim Laufen noch mal Druck machen. Mit einem Marathon wie in Frankfurt, also 2:49, müsste man schon unter die Top Ten kommen.
tri2b.com: Die deutschen Fans fiebern einem fünften deutschen Triumph in Kona entgegen. Welchen deutschen Athleten traust du am meisten zu?
J.R.: Andreas Raelert sehe ich momentan eine Stufe höher als alle anderen. Der hat bisher noch in keinem Rennen 100 Prozent abrufen müssen, auch nicht beim Weltrekord in Roth. Wenn er nur Normalform hat, wird er das Ding gewinnen. Da ich viel mit Timo Bracht trainiert habe, kann ich nur sagen: der ist wahnsinnig gut drauf! Mein Tipp: Reali gewinnt, Timo wird Dritter...
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J.R.: Ok, das unterschreibe ich sofort! Das wäre ein Traum!
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