Der IRONMAN Lanzarote hat die geilste Radstrecke
M. Rauschendorfer für tri2b.com am 22.05.2008 - 17:59 Uhr
Der Dieburger Stefan Böttcher hat bereits viermal den IRONMAN Lanzarote gefinisht, letzmals 1998, Danach folgte eine lange Triathlonpause. Jetzt will es der 42-Jährige noch einmal wissen und schwärmt schon vorab: "Ich freue mich wie ein kleines Kind, Lanzarote hat die geilste Radstrecke, die es gibt."
Sein bestes Ergebnis hatte Böttcher 1994 auf der Kanareninsel: Mit für Lanzarote hervorragenden 10:04 Stunden wurde er 59. Overall, die Hawaii-Quali hätte er damit locker geschafft. "Ich hatte damals einfach kein Geld für Hawaii", erinnert er sich, nicht ohne ein wenig schmunzeln zu müssen. 17 Ironman hat er bisher gefinisht, bei der Deutschen Langdistanz-Meisterschaft 1992 in Jümme erzielte er seine bisher beste Zeit über die Ironman-Distanz: 9:35 Stunden. "Ich habe das damals richtig professionell gemacht", so Böttcher.
Vom aktiven Triathlon zum Betreuerjob
Dann habe er abrupt aufgehört. Nicht mit dem Sport, das geht berufsmäßig schon gar nicht, Böttcher ist Sportübungsleiter der Dieburger Justizvollzugsanstalt, aber mit dem intensiven Training. Böttcher, der statt von Insassen lieber von "meinen Jungs" spricht, konnte dort unter anderem ein vielbeachtetes Fußballturnier zwischen den JVA-Mannschaften und Hobbyteams der Umgebung ins Leben rufen. Statt als Individualsportler unterwegs zu sein, war ab jetzt sein Ziel anderen die kleinen oder großen Siege zu ermöglichen: Erfolgreich trainierte er die Handball-Oberligamannschaft der SG Dieburg und die weibliche B-Jugend. Damit hatte er zwar eine neue Aufgabe gefunden, doch mit dem Tausch Rennrad gegen Trainerbank war es auch bald um die asketische Triathletenfigur geschehen.
Das wurmte den Dieburger doch ein wenig, Teamerfolge hin oder her. Im vergangenen Jahr hörte er als Trainer der Jugendmannschaft auf und hatte wieder mehr Zeit für eigenes sportliches Tun. Mit neu erwachtem Ehrgeiz und der Hilfe eines Trainers, der ihm regelmäßig maßgeschneiderte Pläne
schickt, schaffte er vergangenes Jahr 15 Kilo abzunehmen und den Ironman in Frankfurt zu finishen. Nicht mehr ganz so schnell wie früher, in 12:36 Stunden, wobei ihm Zeiten mittlerweile nicht mehr viel bedeuten.
Rückkehr auf die Langstrecke
Aber er hatte wieder Blut geleckt, zwei Monate danach plante er den nächsten Ironman. Doch fast alle in Europa waren bereits ausgebucht. Lanzarote hatte dagegen noch genügend freie Startplätze, Böttcher buchte, um gleich danach erste Zweifel zu bekommen: "Vor Lanzarote habe ich richtigen Respekt". Würde er über die gefürchteten Berge kommen? Da half nur Ausprobieren, im Winter flog er wieder für ein Trainigslager auf die Kanareninsel. Und tankte mit jedem Tag mehr Selbstbewußtsein.
Auch die alte Begeisterung kam zurück: die Radstrecke durch die Feuerberge, die Fahrt auf den Mirador del Rio, "wenn du erstmals oben bist: gigantisch" schwärmt Böttcher von der einzigartigen Aussicht, "Lanzarote ist einfach wunderschön". Falls es gut läuft, versucht er am Samstag unter 12 Stunden zu kommen, aber am wichtigsten ist ihm ein schönes Rennen mit einem anständigen Finish. Der alte Leistungsdruck ist bei dem Dieburger weg, die Freude am Sport in so wunderbaren Landschaft um so größer geworden.
Stefan Böttcher hat sich mit den tri2b.com Trainingsplänen für das Rennen auf Lanzarote vorbereitet
Sein bestes Ergebnis hatte Böttcher 1994 auf der Kanareninsel: Mit für Lanzarote hervorragenden 10:04 Stunden wurde er 59. Overall, die Hawaii-Quali hätte er damit locker geschafft. "Ich hatte damals einfach kein Geld für Hawaii", erinnert er sich, nicht ohne ein wenig schmunzeln zu müssen. 17 Ironman hat er bisher gefinisht, bei der Deutschen Langdistanz-Meisterschaft 1992 in Jümme erzielte er seine bisher beste Zeit über die Ironman-Distanz: 9:35 Stunden. "Ich habe das damals richtig professionell gemacht", so Böttcher.
Vom aktiven Triathlon zum Betreuerjob
Dann habe er abrupt aufgehört. Nicht mit dem Sport, das geht berufsmäßig schon gar nicht, Böttcher ist Sportübungsleiter der Dieburger Justizvollzugsanstalt, aber mit dem intensiven Training. Böttcher, der statt von Insassen lieber von "meinen Jungs" spricht, konnte dort unter anderem ein vielbeachtetes Fußballturnier zwischen den JVA-Mannschaften und Hobbyteams der Umgebung ins Leben rufen. Statt als Individualsportler unterwegs zu sein, war ab jetzt sein Ziel anderen die kleinen oder großen Siege zu ermöglichen: Erfolgreich trainierte er die Handball-Oberligamannschaft der SG Dieburg und die weibliche B-Jugend. Damit hatte er zwar eine neue Aufgabe gefunden, doch mit dem Tausch Rennrad gegen Trainerbank war es auch bald um die asketische Triathletenfigur geschehen.
Das wurmte den Dieburger doch ein wenig, Teamerfolge hin oder her. Im vergangenen Jahr hörte er als Trainer der Jugendmannschaft auf und hatte wieder mehr Zeit für eigenes sportliches Tun. Mit neu erwachtem Ehrgeiz und der Hilfe eines Trainers, der ihm regelmäßig maßgeschneiderte Pläne
schickt, schaffte er vergangenes Jahr 15 Kilo abzunehmen und den Ironman in Frankfurt zu finishen. Nicht mehr ganz so schnell wie früher, in 12:36 Stunden, wobei ihm Zeiten mittlerweile nicht mehr viel bedeuten.
Rückkehr auf die Langstrecke
Aber er hatte wieder Blut geleckt, zwei Monate danach plante er den nächsten Ironman. Doch fast alle in Europa waren bereits ausgebucht. Lanzarote hatte dagegen noch genügend freie Startplätze, Böttcher buchte, um gleich danach erste Zweifel zu bekommen: "Vor Lanzarote habe ich richtigen Respekt". Würde er über die gefürchteten Berge kommen? Da half nur Ausprobieren, im Winter flog er wieder für ein Trainigslager auf die Kanareninsel. Und tankte mit jedem Tag mehr Selbstbewußtsein.
Auch die alte Begeisterung kam zurück: die Radstrecke durch die Feuerberge, die Fahrt auf den Mirador del Rio, "wenn du erstmals oben bist: gigantisch" schwärmt Böttcher von der einzigartigen Aussicht, "Lanzarote ist einfach wunderschön". Falls es gut läuft, versucht er am Samstag unter 12 Stunden zu kommen, aber am wichtigsten ist ihm ein schönes Rennen mit einem anständigen Finish. Der alte Leistungsdruck ist bei dem Dieburger weg, die Freude am Sport in so wunderbaren Landschaft um so größer geworden.
Stefan Böttcher hat sich mit den tri2b.com Trainingsplänen für das Rennen auf Lanzarote vorbereitet
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