Ironman Hawaii: McCormack gewinnt vor Raelert
René Penno für tri2b.com am 15.10.2010 - 05:47 Uhr

© S.Drexl/tri2b.com-Redaktion
Der Australier Chris McCormack hat den Ironman Hawaii 2010 gewonnen. Nach 8:10:37 Stunden verwies er Andreas Raelert und Marino Vanhoenacker aus Belgien auf die nächsten Plätze. Mit Timo Bracht und Faris Al-Sultan landeten zwei weitere Deutsche in den Top Ten. Titelverteidiger Craig Alexander wurde Vierter.
Um einen Platz hat sich Andreas Raelert gegenüber dem vergangenen Jahr verbessert – und wieder hatte er es mit einem Australier zu tun, der ihn am Ende noch stehen ließ. Bekam der Rostocker 2009 die Fersen von Craig Alexander zu sehen, waren es diesmal die von Chris McCormack. Bis dahin hatte Raelert den Sieg fast greifbar und hätte einen ohnehin starken Auftritt der Deutschen in Kona abgerundet.
Böcherers Solo zur Bikeprämie
Denn die bestimmten das Rennen den ganzen Tag über. Nachdem der Amerikaner Andy Potts mit über zwei Minuten Vorsprung als Erster aus dem Wasser gekommen war, übernahm auf dem Rad Andi Böcherer des Zepter. Mit hohem Tempo ging er an die Spitze und fuhr schnell allen davon. Die Zwischenzeit-Prämie nach 50 Kilometern war Motivation genug und ihm sicher. Dann aber wurde es wirklich ernst. Zusammen mit Maik Twelsiek machte sich der Zweite aus dem Vorjahr, Chris Lieto auf die Verfolgung Böcherers und stellte den Deutschen kurz vor Hawi. Lieto zögerte nicht lange und zog durch. Bis zum zweiten Wechsel fuhr er drei Minuten auf eine Gruppe mit allen weiteren Favoriten heraus. Mit in dieser Gruppe waren neben Böcherer und Al-Sultan auch Raelert, Normann Stadler und auch Timo Bracht, der einen Rückstand vom Schwimmen wettmachen konnte.
McCormack macht den Sieg erst im Gefälle der Palani Road perfekt
Von den drei Minuten blieb Chris Lieto nicht viel übrig. Denn für Chris McCormack begann das Rennen mit dem Marathon scheinbar von neuem. Kaum in den Laufschuhen legte der Australier los und schüttelte seine Konkurrenten ab. Wie sich schnell zeigte, die richtige Taktik. Denn kaum einer konnte dem Sieger von 2007 folgen, der seinerseits erst Maik Twelsiek auf dem Alii Drive stellte und nach 16 Kilometern auch Chris Lieto kurz nach dem Anstieg in der Palani Road. Von da lief alles nach Plan. Fast alles. Denn von hinten machte Andreas Raelert immer mehr Plätze und Zeit gut. Vier Kilometer vor dem Ziel war der Rostocker, die sämtliche Konkurrenten auf dem Weg zur Spitze überlaufen hatte, an Macca dran. Nur davonlaufen wollte er ihm nicht gleich. Schulter an Schulter mit einem kurzen Shakehand liefen die beiden dem Ziel entgegen, bis es dem Australier zu bunt wurde. Anderthalb Kilometer vor dem Ziel im Gefälle der Palani Road ließ es Macca richtig laufen und schüttelte Raelert schnell ab. Der war, den Sieg schon vor Augen, mit seinen Kräften am Ende und taumelte 1:40 Minuten nach McCormack ins Ziel.
Bracht und Al-Sultan wie schon 2009 auf Rang 6 und 10.
Eine weitere Minute später folgte Vanhoenacker, bis der Titelverteidiger kam, verging allerdings noch Zeit. 6:16 Minuten hatte Craig Alexander Rückstand auf seinen siegreichen Landsmann, da half ihm auch der zweitschnellste Marathon des Tages (2:41:59) diesmal wenig. Der Australier hatte den Zug verpasst. Hinter Raynard Tissink wiederholte Timo Bracht seinen sechsten Platz aus dem Vorjahr und auch Faris Al-Sultan fand sich als Zehnter, einen Platz hinter dem schnellsten Läufer, Pete Jacobs (2:41:05), in den Top Ten wieder. Hinter Lieto, der als Elfter ins Ziel kam, wurde Maik Twelsiek Zwölfter vor Michael Weiss aus Österreich. Als bester Schweizer kam Ronnie Schildknecht auf Rang 15 gefolgt von einem überraschend starkem Christian Brader.
Der Mann des Tages aber war Chris McCormack, der seinen Sieg von 2007 endlich wiederholen konnte. Dafür war ihm die siebtschnellste Zeit, die jemals in Kona gestoppt wurde, gerade gut genug. Und er konnte sich sogar ein Duell mit Andreas Raelert leisten. Den er dann noch stehen ließ. Für Raelert bedeutete der zweite Platz wieder einen kleinen Schritt näher zum Thron. Dass der nicht unerreichbar ist für ihn, hat er erneut gezeigt. Ihm fehlte diesmal nur ein guter Kilometer zum ganz großen Sieg.
Um einen Platz hat sich Andreas Raelert gegenüber dem vergangenen Jahr verbessert – und wieder hatte er es mit einem Australier zu tun, der ihn am Ende noch stehen ließ. Bekam der Rostocker 2009 die Fersen von Craig Alexander zu sehen, waren es diesmal die von Chris McCormack. Bis dahin hatte Raelert den Sieg fast greifbar und hätte einen ohnehin starken Auftritt der Deutschen in Kona abgerundet.
Böcherers Solo zur Bikeprämie
Denn die bestimmten das Rennen den ganzen Tag über. Nachdem der Amerikaner Andy Potts mit über zwei Minuten Vorsprung als Erster aus dem Wasser gekommen war, übernahm auf dem Rad Andi Böcherer des Zepter. Mit hohem Tempo ging er an die Spitze und fuhr schnell allen davon. Die Zwischenzeit-Prämie nach 50 Kilometern war Motivation genug und ihm sicher. Dann aber wurde es wirklich ernst. Zusammen mit Maik Twelsiek machte sich der Zweite aus dem Vorjahr, Chris Lieto auf die Verfolgung Böcherers und stellte den Deutschen kurz vor Hawi. Lieto zögerte nicht lange und zog durch. Bis zum zweiten Wechsel fuhr er drei Minuten auf eine Gruppe mit allen weiteren Favoriten heraus. Mit in dieser Gruppe waren neben Böcherer und Al-Sultan auch Raelert, Normann Stadler und auch Timo Bracht, der einen Rückstand vom Schwimmen wettmachen konnte.
McCormack macht den Sieg erst im Gefälle der Palani Road perfekt
Von den drei Minuten blieb Chris Lieto nicht viel übrig. Denn für Chris McCormack begann das Rennen mit dem Marathon scheinbar von neuem. Kaum in den Laufschuhen legte der Australier los und schüttelte seine Konkurrenten ab. Wie sich schnell zeigte, die richtige Taktik. Denn kaum einer konnte dem Sieger von 2007 folgen, der seinerseits erst Maik Twelsiek auf dem Alii Drive stellte und nach 16 Kilometern auch Chris Lieto kurz nach dem Anstieg in der Palani Road. Von da lief alles nach Plan. Fast alles. Denn von hinten machte Andreas Raelert immer mehr Plätze und Zeit gut. Vier Kilometer vor dem Ziel war der Rostocker, die sämtliche Konkurrenten auf dem Weg zur Spitze überlaufen hatte, an Macca dran. Nur davonlaufen wollte er ihm nicht gleich. Schulter an Schulter mit einem kurzen Shakehand liefen die beiden dem Ziel entgegen, bis es dem Australier zu bunt wurde. Anderthalb Kilometer vor dem Ziel im Gefälle der Palani Road ließ es Macca richtig laufen und schüttelte Raelert schnell ab. Der war, den Sieg schon vor Augen, mit seinen Kräften am Ende und taumelte 1:40 Minuten nach McCormack ins Ziel.
Bracht und Al-Sultan wie schon 2009 auf Rang 6 und 10.
Eine weitere Minute später folgte Vanhoenacker, bis der Titelverteidiger kam, verging allerdings noch Zeit. 6:16 Minuten hatte Craig Alexander Rückstand auf seinen siegreichen Landsmann, da half ihm auch der zweitschnellste Marathon des Tages (2:41:59) diesmal wenig. Der Australier hatte den Zug verpasst. Hinter Raynard Tissink wiederholte Timo Bracht seinen sechsten Platz aus dem Vorjahr und auch Faris Al-Sultan fand sich als Zehnter, einen Platz hinter dem schnellsten Läufer, Pete Jacobs (2:41:05), in den Top Ten wieder. Hinter Lieto, der als Elfter ins Ziel kam, wurde Maik Twelsiek Zwölfter vor Michael Weiss aus Österreich. Als bester Schweizer kam Ronnie Schildknecht auf Rang 15 gefolgt von einem überraschend starkem Christian Brader.
Der Mann des Tages aber war Chris McCormack, der seinen Sieg von 2007 endlich wiederholen konnte. Dafür war ihm die siebtschnellste Zeit, die jemals in Kona gestoppt wurde, gerade gut genug. Und er konnte sich sogar ein Duell mit Andreas Raelert leisten. Den er dann noch stehen ließ. Für Raelert bedeutete der zweite Platz wieder einen kleinen Schritt näher zum Thron. Dass der nicht unerreichbar ist für ihn, hat er erneut gezeigt. Ihm fehlte diesmal nur ein guter Kilometer zum ganz großen Sieg.
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Ist es gut für den Triathlonsport, dass Lance Armstrong in der Ironman-Szene mitmischen will?
| Titel | Antworten |
| Ja, vom Medienhype um Armstrong profitiert der ganze Triathlonsport. |
35%
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| Nein, Lance Armstrong verkörpert die alte Radsport-Ära. Die bestehenden Dopingvorwürfe aus dieser Zeit bringen auch den Triathlonsport in Verruf. |
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