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Michael Hofmann

Papa Meyerhofer

Special Challenger 2004: "Zeit, den Kuchen zu backen"

tri2b.com - Redaktion am 21.12.2003 - 19:59 Uhr

Bennie Lindberg ist im Triathlon ein erfahrener Mann. Für viele Jahre gehörte der sympathische Landsmann des "Fliegenden Finnen" Pauli Kiuru zu den besten Triathleten Europas. Inzwischen kann er auch als Coach Erfolge vorweisen. Dank einer profunden Ausbildung als Berufstrainer weiß Lindberg, dass hinter sportlichen Höchstleistungen eine lange und zielstrebige Arbeit steckt

Für die Sportfans im fränkischen Roth ist er inzwischen einer der Ihren. Der frühere Triathlonprofi hielt sich zu Beginn der neunziger Jahre regelmäßig ab Anfang Juli in der Kleinstadt südlich von Nürnberg auf und gehörte zu den populärsten Protagonisten des Ironman Europe.

Im Sommer 1994 reiste Lindberg allerdings ohne Rückflugticket an. Die Liebe zu Roth und zu einer Rotherin hielt den gar nicht kühlen Mann aus dem hohen Norden in Franken fest. Inzwischen ist er aus der Sportszene des Rother Landkreises nicht mehr wegzudenken und viele Sportler ganz unterschiedlicher Leistungsklassen und Motivationsgrade haben bei dem in Finnland ausgebildeten Trainer ihr sportliches Handwerkszeug gelernt.

Bis an die Grenzen
Seit einigen Jahren betreibt Bennie Lindberg, der auch in den Rother Ausdauersportvereinen schon zahlreiche Trainingsgruppen betreut hat, sein eigenes Unternehmen. "AD EXTREMUM" ist der Name seiner Ein-Mann-Firma, frei übersetzt "Bis an die Grenzen". Ein bekanntes "Produkt" der Lindberg'schen Arbeit im vergangenen Jahr: Die beiden "Challenger" des Magazins triathlon bereiteten sich unter seiner Anleitung vor. In der komplizierten Trainingsgestaltung eines Familienvaters und einer Nordsee-Insulanerin bewies Lindberg wohl ein geschicktes Händchen, denn beide Sportler übertrafen in ihrem Langdistanz-Debüt, der Quelle Challenge 2003, die eigenen Erwartungen. Und hatten an der ganzen Sache zudem viel Spaß.

Ehrgeizige Challenger
In diesem Jahr hat Lindberg sich zwei ganz besondere Schützlinge aus dem Kreis "seiner Sportler" ausgesucht. tri2b.com wird Die Challenger 2004 bis zum Zieleinlauf am Nachmittag des 4. Juli 2004 mit Berichten und Interviews begleiten: Der 36 Jahre alte Bill Meyerhofer will sich in seiner erst vor gut zwei Jahren gestarteten Ausdauersport-Karriere erstmals an eine Langstrecke wagen und die Laufbahn mit einem Finish in der Quelle Challenge Roth 2004 vorerst krönen.

Für den erst 22 Jahre alten Michael Hofmann, geht es – ebenfalls in Roth – um einen Platz "am liebsten oben auf dem Podest" der ersten Langdistanz-Weltmeisterschaften der Feuerwehren. Hofmann wurde im Sommer in Duisburg Europameister der Brandschützer auf der Kurzstrecke und hat auch auf der Ironman-Distanz bereits Blut geleckt. In Neuseeland wurde er vor zwei Jahren Dritter der Juniorenklasse TM 19.

Langer Atem
Das ehrgeizige Projekt mit den beiden noch ehrgeizigeren Schützlingen hat Lindberg bereits im November begonnen. Für den über acht Monate langen Weg der Vorbereitung schöpft der Wahl-Rother aus einem großen Wissens- und Erfahrungsschatz und wird Meyerhofer und Hofmann jeweils die richtige Belastungsdosis verpassen: "Berufstrainer" ist die höchste Qualifikation einer praktischen Trainerausbildung in Finnland, vergleichbar einer deutschen "A" Trainer-Lizenz.

Auch auf die eigene Erfahrung einer langen Triathlonkarriere wird Lindberg immer wieder zurückgreifen: "Am schwersten ist es für die Sportler, in einer so langen Vorbereitungsphase bei der Sache zu bleiben und den Fokus nicht zu verlieren", meint der frühere Spitzenmann und legt noch etwas anschaulicher nach: "Es ist immer leichter, einen Kuchen zu essen als ihn zu backen". Ob diese Metapher aus Finnland oder Franken stammt, ist nicht bekannt.


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