Jens Richter für tri2b.com am 10.08.2004 - 12:08 Uhr
Im zweiten Jahr präsentiert sich der NORSEMAN als ein Rennen mit großer Zukunft. Die noch kleine Organisation (vieles erinnerte an den Triathlon der späten Achtziger) will mit steigenden Teilnehmerzahlen zur Marke wachsen – das NORSEMAN-Finish zum Qualitätsprädikat. Ganz sicher ist das extreme Triathlonrennen eines der schönsten der Welt.
Offizieller Titel: 2. HP NORSEMAN XTREME Triathlon
Datum:
6. - 8. August 2004 (Eröffnung Tri-Camp 5. August)
Distanzen: 3,8 km Schwimmen: Start von zwei Schiffen, GPS-vermessene Strecke ohne Wendepunkte an den Pier von Eidfjord
180 km Rad fahren: Sehr anspruchsvolle Strecke mit fast 3.500 Höhenmetern von der Westküste ins Landesinnere, durchquert drei Provinzen und zahlreiche Landschaften, Wechselzone an einem der größten (und mit 400 Metern tiefsten) Seen Norwegens im kleinen Telemark-Örtchen Tinn Austbygd.
42,2 km Laufen: Sehr schwere Strecke mit rund 1.650 Höhenmetern. Zunächst leicht wellige 25 Kilometer am Ufer des Tinnsjö und talaufwärts bis kurz vor Rjukan, von dort etwa 12 Kilometer in langen, steilen Serpentinen (10-14 %) zum letzten Kontrollpunkt vor dem Einstieg in den Steilpfad. Die letzten 5 Kilometer führen über anspruchsvolle Fels- und Geröllstrecke steil bergauf bis auf 1.850 Meter Höhe.
Startzeit/Zeitlimit:
Start am 7. August 2004, 5:00 Uhr (Abfahrt der Schiffe zum Start um 4:30 Uhr)
Zielschluss am 8. August um 2:00 Uhr (Zeitlimit 21 Stunden)
Besonderheiten:
Im ganzen Rennen (an allen Verpflegungsstellen, allen Steilstücken der Radstrecke, im Marathon) war bei den ersten beiden Auflagen Support durch eigene Crews erlaubt. Für 2005 machen die Organisatoren dies aus Sicherheitsgründen abhängig von der Teilnehmerzahl.
Ab 21.30 Uhr wurden Athleten am letzten Checkpoint des Marathon in Kleingruppen von einem bergkundigen Scout nach oben begleitet. Für 2005 ist aber im Gespräch, die Teilnehmer aus Sicherheitsgründen ab etwa 21.30 Uhr die letzten fünf Kilometer auf der Hochstraße finishen zu lassen. Nur vorher eintreffende Teilnehmer dürften dann hinauf zum Gipfel.
Rückfahrt vom Gipfel des Gausta mit einer kleinen Kabinenbahn im Berginneren, von dort Kleintransporte zum Hotel Gaustablikken (Siegerehrung, Bankett und Viking-Party).
Wetter am Renntag:
Wassertemperatur (leicht salziges Wasser) etwa 17 Grad. Der Veranstalter schließt am Vortag den kalten Zufluss aus einem Wasserkraftwerk, das aus kaltem Gletscherwasser gespeist wird.
Lufttemperatur in Eidfjord 16 Grad (5:00 Uhr), Hardangervidda (1.200 m) ~12 Grad, Tinnsjö etwa 27 Grad, Gipfel des Gaustatoppen etwa 10 Grad und kalter Wind. – Das Wetter kann jederzeit dramatisch wechseln, auch wenn der frühe August in dieser Region als die Zeit mit dem stabilsten Sommerwetter gilt.
Startgeld 2004: 145,- Euro ohne, 130,- mit eigenem Support-Team
Starter 2004: 92 (davon 6 Frauen)
Finisher 2004: 84 (80 im Zeitlimit)
Siegerzeiten: Männer 11:30:08 Std., Frauen 13:15:20 Std. (beides Streckenrekorde)
Preisgelder 2004: für Mannschaften 1-3 etwa 6.000 Kronen insgesamt (~700,- Euro), wertvolle Prämien für die besten Schwimm-, Rad- und Marathonzeiten, wobei Frauen (+12 % Zeitaufschlag) und Männer gemeinsam um die Prämie kämpfen
Zuschauer, Medien: Geschätzte 2.000 an den Strecken, dreitägige Berichterstattung in Norwegens größter Tageszeitung und in den Abendsendungen des Fernsehens, zahlreiche Print- und Internetberichte
Nächster Termin: Anfang August 2005 (Ausschreibungen/Onlineanmeldungen ab Herbst 2004)