Mathias Hecht: Zürich eine der schönsten Strecken der Welt

tri2b.com - Redaktion am 11.07.2008 - 16:47 Uhr
Nach zwei zweiten Plätzen in den Vorjahren hat der Schweizer Triathlet Mathias Hecht für den IRONMAN Switzerland am Sonntag ein klares Ziel: Der erste Sieg vor heimischer Kulisse. „Alles andere als der erste Platz wäre eine Enttäuschung“, so der 28-jährige aus Willisau. Keine leichte Aufgabe für den Athleten des Dresdner Kleinwort Triathlon Teams, denn mit dem Vorjahressieger Ronnie Schildknecht und Stefan Riesen, Sieger von 2006, ist das Feld hochklassig besetzt. Im Interview gibt Mathias Hecht Einblicke in seine Vorbereitung, seine Ziele und „die schönste IRONMAN-Strecke der Welt“.



DKW: Was ist das Besondere für Dich am IRONMAN Switzerland?
Mathias Hecht (M.H.): Es ist mein Heimrennen und deshalb sehr wichtig für mich. Für meine vielen Fans dort möchte ich alles geben. Es ist schon was ganz Besonderes, wenn man von den Zuschauern über die Strecke getragen wird. An einem schönen Tag sind das in Zürich bis zu 130.000 Leute. Dazu kommt das herrliche Umfeld in Zürich am See mit den wunderschönen Bergen im Hintergrund. Es ist wohl eine der schönsten IRONMAN-Strecken der Welt.

DKW: Wer sind Deine Hauptkonkurrenten?
M. H.: Der Sieger von 2007 Ronnie Schildknecht und der Sieger von 2006 Stefan Riesen. Beide kommen aus der Schweiz und waren schon einmal Top 15 in Hawaii. Dazu kommt der Deutsche Frank Vytrisal, der beim IRONMAN Germany 2007 Dritter war und letztes Jahr bester Deutscher auf Hawaii.

DKW: Was hast Du Dir für Zürich vorgenommen?
M. H.: Bisher war ich zweimal Zweiter. Alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung für mich. Dafür werde ich auch etwas riskieren. Aber es ist eine anspruchsvolle Strecke – vor allem auf dem Rad, wo die Anstiege bis zu vier Kilometer lang sind. Dazu kommt ein Marathon, der durch seine unzähligen Richtungswechsel enorm viel Kraft kostet.

DKW: Wie hast Du dich vorbereitet?
M. H.: Ich habe mich zu Hause in Willisau vorbereitet. Hier bin ich in 20 Minuten mit dem Rad am Fuße der Alpenpässe - mein bevorzugtes Trainingsgebiet. Im Laufen habe ich auch enorm viel investiert und denke, ich habe die bisher beste Laufform überhaupt. Mein Ziel ist es, einen wirklich starken Marathon zu laufen, so nahe wie möglich an die 2:50 Stunden.

DKW: Was bedeutet es für Dich, Teammitglied im Dresdner Kleinwort Triathlon-Team zu sein?
M. H.: Es macht mich stolz, im Dresdner Kleinwort Triathlon-Team zu sein. Wir geben uns gegenseitig
Unterstützung, haben gemeinsame Trainingscamps und verstehen uns super. Athleten sind der zweifache Hawaii-Champion Normann Stadler, der Belgier Marino Vanhoenacker, Fünfter in Hawai 2007, Jan Raphael, Sechster beim IRONMAN Frankfurt vergangenen Woche, Maik Twelsiek, Markus Fachbach
und Scott Neyedli. Fünf Teammitglieder haben bereits einen IRONMAN gewonnen. Das Management bietet uns Athleten außerdem eine optimale Unterstützung, damit wir uns auf das Training konzentrieren können. Hinzu kommt das Engagement der Dresdner Kleinwort im Kampf gegen Doping. Wir werden viel häufiger getestet als andere Athleten und leisten ein Maximum, um Transparenz zu gewährleisten.