ECCO Biom B: Ein weiterer "Natural Running"-Ansatz
Dennis Wachter für tri2b.com am 21.04.2009 - 22:23 Uhr

© www.tricomponents.info
Was der Schuh leisten soll
Der Biom von ECCO soll nach Angaben des Herstellers erstmals im Segment "Natural Running" eine Symbiose aus Langlebigkeit und Effizienz schaffen. Erreicht werden soll das ganze über einige neue Ansätze - Die fußgerecht geformten Leisten erwirken einen "außergewöhnlich eng anliegenden" Sitz und durch den Einsatz von Yakleder, dass äußerst robust und atmungsaktiv sein soll, entstehe eine anatomisch harmonische Passform. Der Biom in der Mesh-Variante zieht demnach etwas weniger Ergonomie nach sich. Das Novum des Schuhs sei eine abgerundete Ferse im Zusammenspiel mit eine anatomisch korrekt platzierte Flexkerbe in der Sohle (für einen hohen Grad an Vorfußflexibilität) und dem direkt eingespritzten PU (Innenschuh) – hierdurch werde der Schuh besonders anatomisch.
Effektiv bedeuten die soeben beschriebenen Technologien eine natürliche Offerte zum Laufen. Somit wird der Trend des „Natural Runnings“ auch von Ecco aufgegriffen, allerdings sehr eigen umgesetzt. Aber auch beim Biom gilt: Über einen hoch entwickelten Schuh Technologien zu bieten, die den Fuß auch noch selber arbeiten lassen. Der Fuß hat also noch Gelegenheit, sich selber während eines Laufes muskulär zu stärken und ökonomischen Vortrieb zu leisten.
Unser Testkandidat
Getestet haben wir den Biom B als Mesh-Variante. Ausgelegt sei der Schuh für Fitness-Läufer mit einer durchschnittlichen Zeit von 6min/km.
Unsere Erfahrungen
Die Erwartungen waren recht groß, da der Biom in gewisser Weise einen revolutionären Anspruch hegt. Nach Einführung des Free von Nike hat man schnell merken können, dass Marketing und Praxis tatsächlich kein missliches Verhältnis haben müssen.
Beim Biom ist dies auf Anhieb allerdings schwer zu sagen. Fakt ist, dass der Schuh flach konzipiert ist und dadurch eine sehr bodenkontaktfreudige Performance bietet. Die engen Leisten für eine gute Ergonomie konnten wir auch sehr schnell nachvollziehen. Kurzum und so, wie es bei einem „Natural Running-Schuh“ sein soll: keinerlei Anzeichen übermäßigen Supports.
Weiterhin auffällig ist, das für einen neutralen Schuh die Ferse trotz aktiven Laufens auffällig ist – man kann leichter in sie „reinfallen“ als bei extrem flachen Wettkampfschuhen. Dies ist kein Nachteil, aber man sollte es wissen.
So, wie Thorbjörn Sindballe es auf der Biom-Seite so schön sagt, muss man sich an die neuartige Performance des Biom gewöhnen, denn er verlangt eine gut ausgeprägte Vortriebsmuskulatur der Beine. Und zeitgleich ist der Biom eben genau dafür da, dies zu erreichen. Also ist das Entwickeln mit dem Schuh angesagt, indem Laufstrecken progressiv gesteigert werden.
Bei unseren Testläufen hat dies auch gut funktioniert, denn umso öfter und länger wir mit dem Schuh unterwegs waren, desto besser ging es. Gelaufen sind wir anfänglich mehrfach 15km und haben uns dann über 20km und 25km bis hin zu 31km entwickelt und es bleibt uns nichts anderes übrig als zu schreiben: Es funktioniert gut. Der Schuh wird zunehmend Unscheinbarer und lässt sich locker aber auch mit Ambitionen auf der Straße, im Wald und auf Schotter gut laufen.
Fazit
Derzeit erscheint uns kein weiterer Schuh mit direktem Bodenkontakt so gut geeignet zum Laufen wie der Biom. Über anfängliche Unsicherheiten hinaus, was man von dem Schuh halten soll, entwickelt sich der Biom mit dem eigenen Laufvermögen gut zu einem aktiven Trainer der Laufergo- und -ökonomie. Man adaptiert den Biom schneller über den Alltag und dann im Training, als den Free, wobei man beide Konzepte nicht direkt miteinander vergleichen kann.
Sie suchen einen Trainingsschuh mit Wettkampfambitionen, der Ihnen das aktive Laufen effizient beibringen kann? Und sie können über eine Hürde von €180,00 hinweg sehen? Dann sollten Sie dem Biom eine Chance geben.
Web: Ecco Biom
Der Biom von ECCO soll nach Angaben des Herstellers erstmals im Segment "Natural Running" eine Symbiose aus Langlebigkeit und Effizienz schaffen. Erreicht werden soll das ganze über einige neue Ansätze - Die fußgerecht geformten Leisten erwirken einen "außergewöhnlich eng anliegenden" Sitz und durch den Einsatz von Yakleder, dass äußerst robust und atmungsaktiv sein soll, entstehe eine anatomisch harmonische Passform. Der Biom in der Mesh-Variante zieht demnach etwas weniger Ergonomie nach sich. Das Novum des Schuhs sei eine abgerundete Ferse im Zusammenspiel mit eine anatomisch korrekt platzierte Flexkerbe in der Sohle (für einen hohen Grad an Vorfußflexibilität) und dem direkt eingespritzten PU (Innenschuh) – hierdurch werde der Schuh besonders anatomisch.
Effektiv bedeuten die soeben beschriebenen Technologien eine natürliche Offerte zum Laufen. Somit wird der Trend des „Natural Runnings“ auch von Ecco aufgegriffen, allerdings sehr eigen umgesetzt. Aber auch beim Biom gilt: Über einen hoch entwickelten Schuh Technologien zu bieten, die den Fuß auch noch selber arbeiten lassen. Der Fuß hat also noch Gelegenheit, sich selber während eines Laufes muskulär zu stärken und ökonomischen Vortrieb zu leisten.
Unser Testkandidat
Getestet haben wir den Biom B als Mesh-Variante. Ausgelegt sei der Schuh für Fitness-Läufer mit einer durchschnittlichen Zeit von 6min/km.
Unsere Erfahrungen
Die Erwartungen waren recht groß, da der Biom in gewisser Weise einen revolutionären Anspruch hegt. Nach Einführung des Free von Nike hat man schnell merken können, dass Marketing und Praxis tatsächlich kein missliches Verhältnis haben müssen.
Beim Biom ist dies auf Anhieb allerdings schwer zu sagen. Fakt ist, dass der Schuh flach konzipiert ist und dadurch eine sehr bodenkontaktfreudige Performance bietet. Die engen Leisten für eine gute Ergonomie konnten wir auch sehr schnell nachvollziehen. Kurzum und so, wie es bei einem „Natural Running-Schuh“ sein soll: keinerlei Anzeichen übermäßigen Supports.
Weiterhin auffällig ist, das für einen neutralen Schuh die Ferse trotz aktiven Laufens auffällig ist – man kann leichter in sie „reinfallen“ als bei extrem flachen Wettkampfschuhen. Dies ist kein Nachteil, aber man sollte es wissen.
So, wie Thorbjörn Sindballe es auf der Biom-Seite so schön sagt, muss man sich an die neuartige Performance des Biom gewöhnen, denn er verlangt eine gut ausgeprägte Vortriebsmuskulatur der Beine. Und zeitgleich ist der Biom eben genau dafür da, dies zu erreichen. Also ist das Entwickeln mit dem Schuh angesagt, indem Laufstrecken progressiv gesteigert werden.
Bei unseren Testläufen hat dies auch gut funktioniert, denn umso öfter und länger wir mit dem Schuh unterwegs waren, desto besser ging es. Gelaufen sind wir anfänglich mehrfach 15km und haben uns dann über 20km und 25km bis hin zu 31km entwickelt und es bleibt uns nichts anderes übrig als zu schreiben: Es funktioniert gut. Der Schuh wird zunehmend Unscheinbarer und lässt sich locker aber auch mit Ambitionen auf der Straße, im Wald und auf Schotter gut laufen.
Fazit
Derzeit erscheint uns kein weiterer Schuh mit direktem Bodenkontakt so gut geeignet zum Laufen wie der Biom. Über anfängliche Unsicherheiten hinaus, was man von dem Schuh halten soll, entwickelt sich der Biom mit dem eigenen Laufvermögen gut zu einem aktiven Trainer der Laufergo- und -ökonomie. Man adaptiert den Biom schneller über den Alltag und dann im Training, als den Free, wobei man beide Konzepte nicht direkt miteinander vergleichen kann.
Sie suchen einen Trainingsschuh mit Wettkampfambitionen, der Ihnen das aktive Laufen effizient beibringen kann? Und sie können über eine Hürde von €180,00 hinweg sehen? Dann sollten Sie dem Biom eine Chance geben.
Web: Ecco Biom
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