Kathrin Paetzold: Drunter und drüber im Juli
Kathrin Paetzold für tri2b.com am 06.08.2008 - 07:03 Uhr
So gut das Jahr angefangen, so drunter und drüber ging es dann im Juli. Aber jetzt erst mal der Reihe nach. Nach gutem Saisonstart beim Duathlon in Oberursel, bei dem ich die Duathlonspezialistin Mariska Kramer und Nicole Leder hinter mir ließ, verliefen die weiteren Vorbereitungswettkämpfe eigentlich auch ganz gut und ich merkte, wie sich das Training langsam setzte und ich immer schneller wurde. Umso näher Frankfurt rückte, desto nervöser wurde ich jedoch, was ich bis dato gar nicht von mir kannte. Und ab da ging es dann „bergab“, zwar nicht mit meiner körperlichen Leistung, aber mein Kopf wollte einfach nicht mehr.
Wenn ich beim Trainieren nur an Frankfurt dachte, habe ich total verkrampft und so kam was kommen musste. Ich war am Wettkampftag im Kopf so blockiert, dass überhaupt nichts ging. Total gefrustet bin ich dann nach einer Radrunde ausgestiegen. Ich habe mich dann direkt nach Frankfurt sehr schnell für einen Start beim IM Switzerland eine Woche später entschieden, denn das Trauma Frankfurt musste ich so schnell wie möglich überwinden, bevor ich in ein Loch falle. Und für was hätte ich denn sonst so viel trainiert?
Auf Abwegen im Zürichsee
Die Woche vor Zürich verlief dann alles andere als optimal. Mittwochs bin ich mit einer Erkältung aufgewacht und habe den Rest der Woche dann im Bett verbracht, in der Hoffnung auf rasche Genesung. Nachdem es mir dann aber ab Freitag wieder wesentlich besser ging hab mich dann trotz Dauerregen und sehr frischen Temperaturen in den Zürichsee gestürzt. Das Schwimmen hat sich ganz anders angefühlt als die Woche zuvor in Frankfurt und in der ersten Runde konnte ich mich in einer kleinen Drei-Mann-/Fraugruppe halten. Leider habe mich ganz auf meinen Vordermann verlassen und bin ihm blindlings nachgeschwommen, bis ein Boot mit wild winkenden Insassen uns angehalten hat. Erst dann hab ich den Kopf aus dem Wasser gehoben und musste entsetzt feststellen, dass wir mitten auf dem See gelandet waren, weit weg von jeder Boje. Was für ein Schlamassel! Ich wäre am liebsten ins Boot gestiegen aber das konnte ich den Leuten, die mich die letzten Wochen so sehr aufgebaut haben und nun auch wieder an der Strecke standen nicht antun! Also bin ich weiter gepaddelt und konnte nach mageren 1:04 Stunden endlich wieder an Land.
Versöhnliches Finish an der Ländiwiese
Das Radfahren lief mir dann sehr gut, abgesehen von der Kälte und dem Regen, mit dem alle zu kämpfen hatten, konnte ich Platz um Platz gutmachen. Als vierte Frau bin ich dann vom Rad gestiegen und war mir nicht wirklich sicher ob ich den Marathon durchstehe, denn die Kälte hatte mir muskulär ganz schön zugesetzt. Ab Kilometer zwanzig haben meine Beine dann schließlich zu gemacht und es war ab da an sehr hart. Leider habe ich es nicht mehr ganz geschafft an die Siegerin Sibylle Matter heran zu laufen und somit das Ticket für Hawaii knapp verpasst, aber ich weiß jetzt zumindest, dass ich es doch noch kann! Und was wäre, wenn ich mich nicht verschwommen hätte…? Manchmal soll es einfach nicht sein!
Ich werde in der restlichen Saison noch ein paar kleinere Wettkämpfe bestreiten und dann im September als letzten Höhepunkt bei einer Mitteldistanz in Frankreich starten.
Wenn ich beim Trainieren nur an Frankfurt dachte, habe ich total verkrampft und so kam was kommen musste. Ich war am Wettkampftag im Kopf so blockiert, dass überhaupt nichts ging. Total gefrustet bin ich dann nach einer Radrunde ausgestiegen. Ich habe mich dann direkt nach Frankfurt sehr schnell für einen Start beim IM Switzerland eine Woche später entschieden, denn das Trauma Frankfurt musste ich so schnell wie möglich überwinden, bevor ich in ein Loch falle. Und für was hätte ich denn sonst so viel trainiert?
Auf Abwegen im Zürichsee
Die Woche vor Zürich verlief dann alles andere als optimal. Mittwochs bin ich mit einer Erkältung aufgewacht und habe den Rest der Woche dann im Bett verbracht, in der Hoffnung auf rasche Genesung. Nachdem es mir dann aber ab Freitag wieder wesentlich besser ging hab mich dann trotz Dauerregen und sehr frischen Temperaturen in den Zürichsee gestürzt. Das Schwimmen hat sich ganz anders angefühlt als die Woche zuvor in Frankfurt und in der ersten Runde konnte ich mich in einer kleinen Drei-Mann-/Fraugruppe halten. Leider habe mich ganz auf meinen Vordermann verlassen und bin ihm blindlings nachgeschwommen, bis ein Boot mit wild winkenden Insassen uns angehalten hat. Erst dann hab ich den Kopf aus dem Wasser gehoben und musste entsetzt feststellen, dass wir mitten auf dem See gelandet waren, weit weg von jeder Boje. Was für ein Schlamassel! Ich wäre am liebsten ins Boot gestiegen aber das konnte ich den Leuten, die mich die letzten Wochen so sehr aufgebaut haben und nun auch wieder an der Strecke standen nicht antun! Also bin ich weiter gepaddelt und konnte nach mageren 1:04 Stunden endlich wieder an Land.
Versöhnliches Finish an der Ländiwiese
Das Radfahren lief mir dann sehr gut, abgesehen von der Kälte und dem Regen, mit dem alle zu kämpfen hatten, konnte ich Platz um Platz gutmachen. Als vierte Frau bin ich dann vom Rad gestiegen und war mir nicht wirklich sicher ob ich den Marathon durchstehe, denn die Kälte hatte mir muskulär ganz schön zugesetzt. Ab Kilometer zwanzig haben meine Beine dann schließlich zu gemacht und es war ab da an sehr hart. Leider habe ich es nicht mehr ganz geschafft an die Siegerin Sibylle Matter heran zu laufen und somit das Ticket für Hawaii knapp verpasst, aber ich weiß jetzt zumindest, dass ich es doch noch kann! Und was wäre, wenn ich mich nicht verschwommen hätte…? Manchmal soll es einfach nicht sein!
Ich werde in der restlichen Saison noch ein paar kleinere Wettkämpfe bestreiten und dann im September als letzten Höhepunkt bei einer Mitteldistanz in Frankreich starten.
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