Neues Ironman-Zeitalter in Europa: Schon 2010 weiteres Rennen in Deutschland
H. Eggebrecht für tri2b.com am 08.05.2009 - 23:59 Uhr
Wenn es nach dem Geschäftsführer der Xdream Sports & Event GmbH und aktuell Veranstalter des Ironman Germany in Frankfurt sowie des Ironman Germany 70.3 in Wiesbaden Kurt Denk geht, dann wird im Jahr 2010 auf deutschem Boden ein weiteres Rennen unter dem Ironman-Label der World Triathlon Corporation (WTC) stattfinden. Der bisherige Lizenzgeber aller weltweiten Ironman-Rennen mit Sitz in Tampa (Florida, USA) hat gerade erst Denks Firma aufgekauft, mit dem Ziel, dass ab nun an vom Xdream-Firmensitz in Maintal aus die europaweiten Geschäfte der WTC koordiniert werden.
Für Europa völlig neu ist laut Denk, der seit 2002 als Lizenznehmer den Ironman in Frankfurt veranstaltet, dass mit der neuen Ausrichtung in Europa die WTC nun selbst zum Veranstalter wird. Wer jetzt vermutet, die Amerikaner würden nun das Xdream-Team in ihrer Eigenständigkeit einschränken, liegt falsch, so Denk. „Wir hätten den bisherigen Status nicht aufgegeben, wenn wir mit dem neuen Geschäftsmodell nicht noch mehr Möglichkeiten hätten. Früher mussten wir immer nach Tampa telefonieren, jetzt können wir selbst entscheiden. Erst waren wir Cousins, jetzt sind wir Brüder.“ Besonderes beim Anti-Doping-Kampf und bei den Wettkampfreglements wird es in Zukunft einheitlichere Lösungen geben, verspricht man aus Maintal. Allerdings ist Frankfurt ja nur eines der Ironman-Rennen auf europäischem Boden. Was passiert aber mit den Veranstaltungen in Klagenfurt, Nizza, Lanzarote oder Zürich, die ihr Rennen noch per Lizenz ausrichten?. „So lange es dort noch gültige Lizenzverträge gibt, wird alles so bleiben wie es ist“ und es „gibt erst einmal keinen Grund was zu verändern, da alle Veranstalter einen sehr guten Job machen“, erklärt Denk die aktuelle Lage.
Dementi aus Roth: Challenge Serie bleibt eigenständig
Für die geplante Expansion sind nun geeignete Partner gefragt. Während in den ausgelobten Ländern Italien und Skandinaviens wahrscheinlich eher ein Premierenveranstalter zum Zug kommt, ist für Deutschland die Variante denkbar, eine schon etablierte oder zumindest bestehende Veranstaltung mit einzubeziehen, so Kurt Denk gegenüber tri2b.com. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass im Bericht der Frankfurter Rundschau in diesem Zusammenhang sofort der Name Roth gefallen ist. Aus der Rother Zentrale der TEAMChallenge GmbH kam dazu jedoch gleich ein klares Dementi. „Wir werden uns diesem Ansinnen auf gar keinen Fall unterwerfen, für mich wäre das Verrat an der eigenen Sache, an unseren Athleten und Helfern,“ erklärte Challenge-Veranstalter und Geschäftsführer Felix Walchshöfer. „Wir wachsen weiter, der Erfolg gibt uns Recht. Das Ironman-Label brauchen wir dafür längst nicht mehr,“ gibt Walchshöfer weiter zu verstehen und vermutet, dass die in diesem Jahr auf insgesamt sechs lizenzierte internationale Rennen angewachsene Challenge-Serie durchaus als Konkurrenz bei der WTC wahrgenommen wird. Zudem sieht man dort die Übernahme des Ironman-Mutter- Unternehmens durch das Private-Equite-Unternehmen Providence mit Sitz in New York sehr kritisch. „Es könnten Heuschrecken am Werk sein, die am Triathlonsport überhaupt kein Interesse haben“, so Walchshöfers Befürchtungen.
Neuer deutscher Ironman rein mit Agegroup-Slots für Hawaii?
Im Ironman European Headquarters in Maintal sieht man dies freilich ganz anders. „Deutschland braucht ein weiteres Rennen mit Hawaii-Slots und das kann ein Challenge-Rennen nicht bieten,“ erklärt Denk. So würden in Frankfurt gerne jedes Jahr fast doppelt so viele Athleten wie zugelassen starten. Eine Möglichkeit wäre es die Veranstaltung noch weiter aufzublasen, was aber die Windschatten-Problematik verschärfen würde. Ein zweites Rennen mit 50-70 Hawaii-Slots, die dann ausschließlich an Altersklassen-Athleten vergeben werden, ist absolut bedarfsgerecht, ist man sich in Frankfurt sicher.
Während der Wettkampfort noch offen ist, wobei Denk gegenüber tri2b.com äußerte, dass es schon einige sehr interessante Standorte gibt, konkretes Interesse vorliege und sogar schon ein potenzieller Hauptsponsor bereitstehe, ist der Zeitpunkt relativ klar. Das Rennen soll in etwa vier Wochen nach dem bisherigen Frankfurter Ironman-Termin stattfinden und gemeinsam dann im sogenannten Sommerloch die entsprechende Fernsehpräsenz erhalten. Vorbild ist für die Frankfurter Ironman-Macher hier die Internationale Triathlon Union (ITU), die mit dem Hamburger Sportrechtevermarkter Sportfive die neue WM-Serie weltweit auf dem Bildschirme bringt. Nur fehle es der ITU mit seiner Serie noch an einem echten Finale mit Kultstatus, sonst wäre die Konkurrenz aus dem Kurzdistanzlager deutlich größer. Der über 30 Jahre entstandene Mythos Hawaii ist immer noch das ganz große Plus für alle Rennen unter dem roten M-Dot Ironman-Label. Eine Entscheidung, wer den Zuschlag für das neue IM-Rennen in Deutschland bekommt, soll noch in diesem Sommer fallen.
Für Europa völlig neu ist laut Denk, der seit 2002 als Lizenznehmer den Ironman in Frankfurt veranstaltet, dass mit der neuen Ausrichtung in Europa die WTC nun selbst zum Veranstalter wird. Wer jetzt vermutet, die Amerikaner würden nun das Xdream-Team in ihrer Eigenständigkeit einschränken, liegt falsch, so Denk. „Wir hätten den bisherigen Status nicht aufgegeben, wenn wir mit dem neuen Geschäftsmodell nicht noch mehr Möglichkeiten hätten. Früher mussten wir immer nach Tampa telefonieren, jetzt können wir selbst entscheiden. Erst waren wir Cousins, jetzt sind wir Brüder.“ Besonderes beim Anti-Doping-Kampf und bei den Wettkampfreglements wird es in Zukunft einheitlichere Lösungen geben, verspricht man aus Maintal. Allerdings ist Frankfurt ja nur eines der Ironman-Rennen auf europäischem Boden. Was passiert aber mit den Veranstaltungen in Klagenfurt, Nizza, Lanzarote oder Zürich, die ihr Rennen noch per Lizenz ausrichten?. „So lange es dort noch gültige Lizenzverträge gibt, wird alles so bleiben wie es ist“ und es „gibt erst einmal keinen Grund was zu verändern, da alle Veranstalter einen sehr guten Job machen“, erklärt Denk die aktuelle Lage.
Dementi aus Roth: Challenge Serie bleibt eigenständig
Für die geplante Expansion sind nun geeignete Partner gefragt. Während in den ausgelobten Ländern Italien und Skandinaviens wahrscheinlich eher ein Premierenveranstalter zum Zug kommt, ist für Deutschland die Variante denkbar, eine schon etablierte oder zumindest bestehende Veranstaltung mit einzubeziehen, so Kurt Denk gegenüber tri2b.com. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass im Bericht der Frankfurter Rundschau in diesem Zusammenhang sofort der Name Roth gefallen ist. Aus der Rother Zentrale der TEAMChallenge GmbH kam dazu jedoch gleich ein klares Dementi. „Wir werden uns diesem Ansinnen auf gar keinen Fall unterwerfen, für mich wäre das Verrat an der eigenen Sache, an unseren Athleten und Helfern,“ erklärte Challenge-Veranstalter und Geschäftsführer Felix Walchshöfer. „Wir wachsen weiter, der Erfolg gibt uns Recht. Das Ironman-Label brauchen wir dafür längst nicht mehr,“ gibt Walchshöfer weiter zu verstehen und vermutet, dass die in diesem Jahr auf insgesamt sechs lizenzierte internationale Rennen angewachsene Challenge-Serie durchaus als Konkurrenz bei der WTC wahrgenommen wird. Zudem sieht man dort die Übernahme des Ironman-Mutter- Unternehmens durch das Private-Equite-Unternehmen Providence mit Sitz in New York sehr kritisch. „Es könnten Heuschrecken am Werk sein, die am Triathlonsport überhaupt kein Interesse haben“, so Walchshöfers Befürchtungen.
Neuer deutscher Ironman rein mit Agegroup-Slots für Hawaii?
Im Ironman European Headquarters in Maintal sieht man dies freilich ganz anders. „Deutschland braucht ein weiteres Rennen mit Hawaii-Slots und das kann ein Challenge-Rennen nicht bieten,“ erklärt Denk. So würden in Frankfurt gerne jedes Jahr fast doppelt so viele Athleten wie zugelassen starten. Eine Möglichkeit wäre es die Veranstaltung noch weiter aufzublasen, was aber die Windschatten-Problematik verschärfen würde. Ein zweites Rennen mit 50-70 Hawaii-Slots, die dann ausschließlich an Altersklassen-Athleten vergeben werden, ist absolut bedarfsgerecht, ist man sich in Frankfurt sicher.
Während der Wettkampfort noch offen ist, wobei Denk gegenüber tri2b.com äußerte, dass es schon einige sehr interessante Standorte gibt, konkretes Interesse vorliege und sogar schon ein potenzieller Hauptsponsor bereitstehe, ist der Zeitpunkt relativ klar. Das Rennen soll in etwa vier Wochen nach dem bisherigen Frankfurter Ironman-Termin stattfinden und gemeinsam dann im sogenannten Sommerloch die entsprechende Fernsehpräsenz erhalten. Vorbild ist für die Frankfurter Ironman-Macher hier die Internationale Triathlon Union (ITU), die mit dem Hamburger Sportrechtevermarkter Sportfive die neue WM-Serie weltweit auf dem Bildschirme bringt. Nur fehle es der ITU mit seiner Serie noch an einem echten Finale mit Kultstatus, sonst wäre die Konkurrenz aus dem Kurzdistanzlager deutlich größer. Der über 30 Jahre entstandene Mythos Hawaii ist immer noch das ganz große Plus für alle Rennen unter dem roten M-Dot Ironman-Label. Eine Entscheidung, wer den Zuschlag für das neue IM-Rennen in Deutschland bekommt, soll noch in diesem Sommer fallen.
Weiterführende Informationen:
| Website des 70.3 IRONMAN Germany in Wiesbaden | |
| Website der IRONMAN European Championship |
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marcus gayer am 23.07.09 00:24 Uhr
Wer über 400 euro für einen Startplatz ohne entsprechende Rücktrittsmöglichkeit anbietet wie Herr Denk obwohl jedem klar ist das er ohne probleme die Startplätze sofort wieder losbekommt verdient den Namen Abzocker Heuschrecke usw........
Bei der Challenge Serie funtioniert das wunderbar!
Mich wundert nur warum da zum Beispiel die DTU da nichts unternimmt wo es doch für uns aktive so viele nette Regeln gibt!!!!!!!!!!!!
Wer über 400 euro für einen Startplatz ohne entsprechende Rücktrittsmöglichkeit anbietet wie Herr Denk obwohl jedem klar ist das er ohne probleme die Startplätze sofort wieder losbekommt verdient den Namen Abzocker Heuschrecke usw........
Bei der Challenge Serie funtioniert das wunderbar!
Mich wundert nur warum da zum Beispiel die DTU da nichts unternimmt wo es doch für uns aktive so viele nette Regeln gibt!!!!!!!!!!!!
Stefan am 26.06.09 16:45 Uhr
Ich fahr nach Roth - da passt die Stimmung und das Ganze ist ehrlich. Habe den Hr. Denk auf der ISPO bzw. SponsoringKongress 2009 erleben dürfen. Er ist mit Sicherheit kein überzeugter Triathlet :-
Ich fahr nach Roth - da passt die Stimmung und das Ganze ist ehrlich. Habe den Hr. Denk auf der ISPO bzw. SponsoringKongress 2009 erleben dürfen. Er ist mit Sicherheit kein überzeugter Triathlet :-
IronWolf am 15.05.09 12:35 Uhr
Perfekt organisierte Langdistanzveranstaltungen sind eine Lizenz zum Geldrucken. Bei der enormen Anfrage in der diese Veranstaltungen schon innerhalb von 90 Min. ausgebucht sind ist noch reichlich Potential für zuzätzliche Veranstaltungen. Und wie in der Marktwirtschaft üblich Angebot und Nachfrage regeln den Preis.
Perfekt organisierte Langdistanzveranstaltungen sind eine Lizenz zum Geldrucken. Bei der enormen Anfrage in der diese Veranstaltungen schon innerhalb von 90 Min. ausgebucht sind ist noch reichlich Potential für zuzätzliche Veranstaltungen. Und wie in der Marktwirtschaft üblich Angebot und Nachfrage regeln den Preis.
IronChrissi am 08.05.09 10:32 Uhr
Also ich glaube daß es Herrn Denk NUR um den Sport geht. Schließlich ist die Erde ja auch eine flache Scheibe und die Rente ist sicher!
Also ich glaube daß es Herrn Denk NUR um den Sport geht. Schließlich ist die Erde ja auch eine flache Scheibe und die Rente ist sicher!
IronAndi am 07.05.09 08:50 Uhr
Alles nur Geld-Macherei!!! Auch Denk geht es ebenso wie den so genannten "Heuschrecken" letztlich nur darum noch mehr Athleten zuzulassen da das Potential zur Abschöpfung und Gewinnmaximieren offensichtlich noch reichlich vorhanden ist. Nur Blöde für ihn das Frankfurt in den Kapazitäten ausgeschöpft ist. So muss also nun ein zweites Rennen her!
Alles nur Geld-Macherei!!! Auch Denk geht es ebenso wie den so genannten "Heuschrecken" letztlich nur darum noch mehr Athleten zuzulassen da das Potential zur Abschöpfung und Gewinnmaximieren offensichtlich noch reichlich vorhanden ist. Nur Blöde für ihn das Frankfurt in den Kapazitäten ausgeschöpft ist. So muss also nun ein zweites Rennen her!
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