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Wintertriathlon DM: Holzinger fährt einfach los und gewinnt

H. Eggebrecht für tri2b.com am 28.02.2010 - 15:05 Uhr
Florian Holzinger und Silvia Czaika sind die deutschen Meister im Wintertriathlon 2010. Für den Ansbacher Holzinger, der Michael Göhner und den Italiener Daniel Antonioli nach 6,9 km Laufen, 12 km Mountainbike und 8 km Skilanglauf auf die Plätze verweisen konnte, war es der zweite Erfolg nach 2008. Czaika durfte bei ihrer Wintertriathlon-Premiere in Oberstaufen gleich den DM-Titel feiern. Den Gesamtsieg in der Frauenkonkurrenz sicherte sich die Österreicherin Marlies Penker.

Die rennentscheidende Szene war der erste Wechsel vom Laufen auf das Mountainbike. Nach den 6,9 Laufkilometern, die wegen des weichen Schnees auf die Straße verlegt wurden, liefen Florian Holzinger, Michael Göhner und Daniel Antonioli noch Brust an Brust in die Wechselzone ein. Mit einem schnellen Wechsel zog dann Holzinger mit seinem mit Slicks bereiften Mountainbike auf und davon. „Nach dem Laufen bin ich einfach losgefahren, ich habe gestern noch gute Reifen bekommen. Dann habe ich gehofft , dass sich meine Verfolger nicht zusammentun,“ beschreibt der starke Radfahrer die entscheidende Attacke. Göhner und Antonioli verloren schnell Meter um Meter. Schon nach zwei Runden war der Vorsprung auf über 30 Sekunden angewachsen, beim zweiten Wechsel war es dann sogar eine Minute. Wobei Göhner seinen direkten Kontrahenten Antonioli auf der letzten Radrunde noch deutlich distanzieren konnte.



Holzinger: Eine Runde platt und dann sicher zum Sieg
Auf der Skilanglaufstrecke lief Holzinger (1:07:02 Stunden Gesamtzeit) einem sicheren Sieg entgegen, den auch eine kurze Schwächephase nicht mehr bremsen konnte. „In der ersten Langlaufrunde war ich richtig platt und hab nur geschaut, dass ich richtig auf dem Ski stehe. Als dann aber der Michael Göhner nicht näher kam, war ich mir sicher, es klappt mit dem Sieg. “ Ebenso sicher war der zweite Platz für den Challenge Roth-Sieger Göhner (1:08:25), der wie schon vor zwei Jahren mit seinen Wechselzeiten haderte. „Dass Probleme waren wieder mal meine Wechsel. Ich kam dann nicht mehr näher ran, das Rennen um den Sieg war damit eigentlich gelaufen. Aber der Ski war richtig gut präpariert, bei fast 10 Grad war der Schnee so nass, da ist es beim Skaten immer richtig schwer“, so Göhner über den Rennverlauf und die schweren Bedingungen in der Kalzhofener Loipe.

Ein Fotofinish gab es um den dritten Gesamtrang. Der deutsche Meister des Vorjahres, René Hördemann, skatete in der Loipe die zweitbeste Zeit des Tages und konnte noch zu Antonioli aufschließen. Im packenden Zielsprint hatte aber der Baunataler (1:09:57) das Nachsehen gegen den WM-Fünften aus Italien (1:09:56).

Deutsche Meisterin trainiert in Österreich
Bei den Frauen lief die Gesamtsiegerin Marlies Penker (1:24:28) ein einsames Rennen. Schon beim Laufen hatte die Österreicherin eineinhalb Minuten Vorsprung auf die später zweitplatzierte Silvia Czaika. Die neue deutsche Meisterin, die mittlerweile in Vorarlberg lebt und trainiert, konnte auf dem Bike zwar einige Sekunden gutmachen. Auf den Langlaufskiern war dann aber Czaika (1:27:52) bei ihrer Wintertriathlon-Premiere chancenlos gegen die erfahrene Wintertriathletin Penker. Dementsprechend glücklich war die zierliche Österreicherin auch im Ziel: „Ich musste wegen einer Verletzung fünf Monate pausieren. Es war mein erstes Rennen nach der Verletzung und es lief sehr gut beim Laufen und auf dem Rad. Auch in der tiefen Skatingspur hatte ich als Leichtgewicht keine Probleme“. Auf den Rängen zwei und drei in der DM-Wertung folgten Gabi Schmid (TSV Bad Endorf, 1:29:30) und Rahel Kömpf (ENCW Team TSV Calw, 1:31:29).

Oberstaufen hält auch in Zukunft am Wintertriathlon fest
Sehr zufrieden zeigte sich auch Organisator Oliver Presser. „Von den Zuschauern und vom Wetter hat heute alles gepasst. Für den weichen Schnee können wir nix. Es ist natürlich schade, dass es fast keine Wintertriathlon-Rennen mehr gibt. Unser Rennen wird aber nachwievor gut angenommen und wir werden die Veranstaltung auch in den nächsten Jahren weiter groß aufziehen. Es wäre natürlich schön wenn sich wieder andere Veranstalter finden und eine kleine Serie möglich wäre.“

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