Felix Schumann Zweiter beim XTERRA Südafrika

tri2b.com - Redaktion am 21.04.2008 - 12:57 Uhr
Felix Schumann hat sich bei seinem ersten Rennen im Trikot des GERMAN CROSS TEAM hervorragend in Szene gesetzt. Der Heidelberger Medizinstudent nutzte zwei Wochen Trainingsaufenthalt in der südafrikanischen Herbstsonne, um sich auf die anspruchsvolle Strecke rund um den Grabouw Country Club, 50 Kilometer östlich von Kapstadt, einzustellen. Direkt dahinter kam mit Nico Pfitzenmeier ein weiterer Deutscher auf Rang drei.



Unter den Augen vieler Zuschauer musste sich Schumann zu Beginn der 1.500 Meter langen Schwimmstrecke zunächst freischwimmen. Im Wasserschatten von Xterra-Weltmeister Conrad Stoltz (RSA) konnte er aber schnell die Verfolgung von Dan Hugo (RSA) aufnehmen. Der hatte sich wie erwartet früh vom Hauptfeld abgesetzt. Allerdings blieben Schumann und Stoltz auf Tuchfühlung und konnten bereits nach zwei von 25 Kilometern der Mountainbike-Strecke zum Südafrikaner aufschließen.

„Von da an war alles Taktik. Ich wusste, die beiden würden mich im extrem felsigen und mit Haarnadelkurven gespickten letzten Abschnitt des Kurses stehen lassen“, so Schumann. „Dass hatte ich mit etlichen Schrammen und Beulen schon in den Wochen zuvor beim Training auf der Wettkampfstrecke lernen müssen. Andererseits würden sich beide beim Laufen hüten müssen.“

Entsprechend defensiv gestaltete er sein Rennen und versuchte lediglich seine beiden Mitstreiter nicht zu verlieren. Als Stoltz kurz nach Halbzeit einen aufgeschlitzten Reifen austauschen musste, stiegen Schumanns Chancen weiter. Zunächst nutzte Hugo die Gunst der Stunde, setzte sich wie erwartet auf der abschließenden fünf Kilometer langen Downhill-Passage zum Ziel ab und nahm als Erster die abschließenden zehn Laufkilometer in Angriff.

Die schwere Strecke bot mit etlichen Höhenmetern, einer Wildbach-Durchquerung und einigen waghalsigen Kletterpassagen großes Potential für eine Aufholjagd. Schumann konnte Boden gutmachen. „Ich hatte gute Beine nach meinem wohl doch etwas zu vorsichtigen Bike-Finish und habe alles in die Waagschale gelegt“, war für Schumann Zeit zur Attacke.

Drei Kilometer vor dem Ziel hatte der Deutsche den Südafrikaner dann wieder in Sichtweite. Felix Schumann forcierte noch einmal sein Tempo, kam noch bis auf 400 Meter heran, konnte aber den Sieg des Lokalmatadoren (2:06) nicht mehr gefährden. Auf Rang drei folgte mit Nico Pfitzenmeier ein weiterer Deutscher, der sich im Verlauf des Rennens immer weiter nach vorn gearbeitet hatte.
Weiterführende Informationen:
Website des XTERRA South Africa

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