Ironman Austria: Vanhoenacker diesmal mit Streckenrekord

tri2b.com - Redaktion am 05.07.2009 - 17:04 Uhr
Marino Vanhoencker
© MMH/Commerzbank
Zum vierten mal in Folge hat Marino Vanhoenacker den Ironman Austria gewonnen. Diesmal mit Streckenrekord. Nach 8:01:38 Stunden verpasste er die magische Acht-Stunden-Marke dabei nur knapp. Fast 13 Minuten später folgte der Südafrikaner James Cunnama (8:14:18) als Zweiter. Bei den Frauen setzte sich die Britin Bella Bayliss in 8:50:13 Std. gegen die Deutsche Sonja Tajsich (8:59:45) durch, die ebenfalls ganz knapp die 9-Stunden-Marke durchbrechen konnte.

Schon auf dem Rad zeigte Marino Vanhoenacker der Konkurrenz die Grenzen auf und ließ erst gar keinen Zweifel daran aufkommen, über wen der Sieg in Klagenfurt auch in diesem Jahr führen wird. Zwar konnten die Verfolger bis zum zweiten Wechsel noch einigermaßen mithalten, aber spätestens im Marathon drehte der dreimalige Sieger weiter an der Temposchraube und nahm allen anderen jegliche Illusion, den Spieß noch einmal umdrehen zu können. Am Ende ging es nur noch darum, ob Vanhoenacker noch unter acht Stunden bleibt. Er schaffte es nicht ganz, stellte aber einen neuen Streckenrekord auf. „Heute hat alles gepasst, und die Fans haben mich getragen. Ich freue mich wahnsinnig, mit allen Jungs vom Commerzbank Triathlon Teams im Oktober auf Hawaii zu starten.“, erklärte der Vierfach-Champion nach dem Rennen.

Eine starke Vorstellung lieferte auch James Cunnama ab, der als Fünfter in die Laufschuhe wechselte und nacheinander Brad Storm, Stephen Bayliss und Björn Andersson überlief. Knapp drei Minuten später folgte der Brite Stephen Bayliss (8:17:06) als Dritter vor dem ersten Österreicher Bernhard Hiebl (8:22:08).

Hempel mit erzwungenen Startrecht auf dem neunten Platz
Der Österreicher Hannes Hempel, der sein Startrecht erst mit einer einstweiligen Verfügung durchsetzte, wurde Neunter. Der ehemalige Radprofi, der im Vorjahr in Klagenfurt als Dritter sogar am dem Siegerpodest stand, wurde vom des Dopings überführten Radprofi Bernhard Kohl als Lieferant für Dopingsubstanzen schwer belastet. Daraufhin hatte die veranstaltenden Agentur triangle den Athleten aus der Startliste gestrichen.

Tajsich bleibt erstmals unter der 9-Stunden-Marke
Bei den Frauen siegte die Britin Bella Bayliss vor der Deutschen Sonja Tajsich. Bayliss, die schon im Mai auf Lanzarote erfolgreich war, konnte sich im letzten Drittel der Radstrecke an die Spitze setzen. Zuvor hielt die Tschechin Lucie Zelenkova lange die Führung, die auch schon als erste Frau dem Lendkanal entstieg. Auf der Laufstrecke lief Bayliss dann einen glatten 3-Stunden-Marathon folgen. In 8:50:13 Stunden hatte sie im Ziel gut neun Minuten Vorsprung vor der Regensburgerin Sonja Tajsich (8:59:45), die ebenfalls noch unter der magischen Grenze von 9 Stunden blieb. Bayliss erzielte nebenbei die zweitbeste je von Frauen erzielte Zeit bei Rennen unter dem Ironman-Label. Lucie Zelenkova wurde Dritte vor der besten Österreicherin Eva Dollinger. Auf den Rängen fünf und acht folgten mit Nicole Woysch und Diana Riesler zwei weitere Deutsche.

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