World Triathlon Corporation (WTC): Ironmanprofis werden zu möglichen Regeländerungen befragt
A. Thomma für tri2b.com am 30.06.2010 - 16:10 Uhr

Die World Triathlon Corporation (WTC) überarbeitet die Regeln und Bedingungen für die Qualifikation der Ironman-Weltmeisterschaften in Kona (Hawaii) und Clearwater (Florida, Ironman 70.3), sowie die Preisgelder für alle Ironmanrennen. In einer E-Mail an alle Ironmanprofis wurden die momentan geplanten Regeländerungen vorgestellt. Bis 2. Juli sind die Athleten um ihre Einschätzung und Bewertung gefragt. Als primäres Ziel wird die Etablierung einer Punktewertung als Qualifikationsgrundlage für die Weltmeisterschaften genannt. Zusätzlich geht es um die Abschaffung der fünf und acht Prozent-Regelung für Quali-Slots und Geldprämie. Die WTC möchte die finale Version am 9. Juli bekannt geben.
Im Februar 2010 wurden vor dem Ironman Malaysia die Bedingungen für Qualifikation und Preisgeld verschärft. Bis dahin galt für die Profis eine 10%-Regelung auf die Endzeit des Zweitplatzierten um an der Ausschüttung der Preisgelder beteiligt zu sein. Mit dem Ironman Malaysia wurde Preisgeld nur noch an Profis ausgezahlt, die innerhalb von acht Prozent der Siegerzeit liegen und auch die Qualifikation für Kona wurde an ein oberes Zeitlimit von fünf Prozent Aufschlag auf Platz eins gekoppelt.
Kleineres Profifeld in Kona
Beim Ironman Hawaii sollen in Zukunft nur 50 Männer und 30 Frauen als Profis starten. Die Anzahl und das Verhältnis können nachträglich noch verändert werden, aber das Qualifikationssystem verändert sich grundlegend. Basierend auf einer Rangliste mit maximal fünf Rennen werden die besten 50 bzw. 30 Athleten und Athletinnen in Kona an den Start gehen. In die Wertung der fünf Rennen muss mindestens ein kompletter Ironman eingebracht werden, zusätzlich dürfen bis zu drei Ironman 70.3 Rennen gewertet werden. Die genauen Punktzahlen sind noch nicht bekannt, aber es zeichnet sich ab, dass die Punkte im Zusammenhang mit den Preisgeldern stehen. Als Zeitpunkt der finalen Entscheidung über die Qualifikation wird der 1. September genannt.
Zukünftige Ironman Hawaii-Champions dürfen sich nicht mehr über ein lebenslanges Startrecht freuen, aber sie können sich in den drei Jahren nach dem Sieg über das Finish eines Ironmans qualifizieren. Diese Startplätze werden nicht von den Ranglistenplätzen abgezogen. Der neue Qualifikationsmodus kommt mit dem Ziel, die Athleten für ihre Leistungen zu belohnen und das Starterfeld in Hawaii auf eine qualitative Größe zu reduzieren. Durch häufigere Kopf-an-Kopf-Duelle und Starts sollen die mediale Aufmerksamkeit gesteigert werden.
Regionale Serien sollen Preisgelder erhöhen
Bei Ironmanwettbewerben werden an die ersten zehn Profis Preisgelder in Höhe von mindestens 100.000 Dollar ausgeschüttet. Durch regionale Serien sollen weitere 25.000$ bis 75.000$ ausgezahlt werden. Nach aktueller Planung steigt das Preisgeldvolumen von 2011 insgesamt über das Niveau von 2010. Diese Anpassungen sollen den Profis eine verlässlichere finanzielle Grundlage bieten.
Im Februar 2010 wurden vor dem Ironman Malaysia die Bedingungen für Qualifikation und Preisgeld verschärft. Bis dahin galt für die Profis eine 10%-Regelung auf die Endzeit des Zweitplatzierten um an der Ausschüttung der Preisgelder beteiligt zu sein. Mit dem Ironman Malaysia wurde Preisgeld nur noch an Profis ausgezahlt, die innerhalb von acht Prozent der Siegerzeit liegen und auch die Qualifikation für Kona wurde an ein oberes Zeitlimit von fünf Prozent Aufschlag auf Platz eins gekoppelt.
Kleineres Profifeld in Kona
Beim Ironman Hawaii sollen in Zukunft nur 50 Männer und 30 Frauen als Profis starten. Die Anzahl und das Verhältnis können nachträglich noch verändert werden, aber das Qualifikationssystem verändert sich grundlegend. Basierend auf einer Rangliste mit maximal fünf Rennen werden die besten 50 bzw. 30 Athleten und Athletinnen in Kona an den Start gehen. In die Wertung der fünf Rennen muss mindestens ein kompletter Ironman eingebracht werden, zusätzlich dürfen bis zu drei Ironman 70.3 Rennen gewertet werden. Die genauen Punktzahlen sind noch nicht bekannt, aber es zeichnet sich ab, dass die Punkte im Zusammenhang mit den Preisgeldern stehen. Als Zeitpunkt der finalen Entscheidung über die Qualifikation wird der 1. September genannt.
Zukünftige Ironman Hawaii-Champions dürfen sich nicht mehr über ein lebenslanges Startrecht freuen, aber sie können sich in den drei Jahren nach dem Sieg über das Finish eines Ironmans qualifizieren. Diese Startplätze werden nicht von den Ranglistenplätzen abgezogen. Der neue Qualifikationsmodus kommt mit dem Ziel, die Athleten für ihre Leistungen zu belohnen und das Starterfeld in Hawaii auf eine qualitative Größe zu reduzieren. Durch häufigere Kopf-an-Kopf-Duelle und Starts sollen die mediale Aufmerksamkeit gesteigert werden.
Regionale Serien sollen Preisgelder erhöhen
Bei Ironmanwettbewerben werden an die ersten zehn Profis Preisgelder in Höhe von mindestens 100.000 Dollar ausgeschüttet. Durch regionale Serien sollen weitere 25.000$ bis 75.000$ ausgezahlt werden. Nach aktueller Planung steigt das Preisgeldvolumen von 2011 insgesamt über das Niveau von 2010. Diese Anpassungen sollen den Profis eine verlässlichere finanzielle Grundlage bieten.
Weiterführende Informationen:
| Die offizielle Ironman-Website der World Triathlon Corporation (WTC) |
Gast irongeorge am 03.07.10 05:11 Uhr
Alles wird damit irgendwie perfektioniert, noch mehr Rennen, Ranglisten ... die Kuh wird halt exzessiv gemolken.
Besonders schade finde ich, das sich die Champs auch wenn es mich persönlich nicht betrifft ; nicht mehr lebenslang qualifizieren ... ich finde es toll, das z.B. Thomas Hellriegel jedes Jahr aufs neue dabei ist und sein Startrecht auskostet.
Soll sich Dave Scott noch qualifizieren müssen??? ... als Legenden des Sports sollten sie immer dabei sein dürfen, egal ob sie vorne dabei sind oder nicht.
George Schindler
Triathlet seit 1984
Alles wird damit irgendwie perfektioniert, noch mehr Rennen, Ranglisten ... die Kuh wird halt exzessiv gemolken.
Besonders schade finde ich, das sich die Champs auch wenn es mich persönlich nicht betrifft ; nicht mehr lebenslang qualifizieren ... ich finde es toll, das z.B. Thomas Hellriegel jedes Jahr aufs neue dabei ist und sein Startrecht auskostet.
Soll sich Dave Scott noch qualifizieren müssen??? ... als Legenden des Sports sollten sie immer dabei sein dürfen, egal ob sie vorne dabei sind oder nicht.
George Schindler
Triathlet seit 1984
Gast mumuku am 01.07.10 23:20 Uhr
das wird das langsame Ende vom Mythos Hawaii
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Enttäuschend. Sieht so aus, als ob die "Entwicklung", die ich seit langem bei den Wettkämpfen in den USA sehe nun überhand nimmt: Es lebe der Kommerz. Traurig ...
Ich kann George nur zustimmen; ein Mark Allen, Dave Scott, Luc van Lierde, Dirk Aschmoneit, Wolfgang Dittrich, eine Katinka Wiltenburg, Erin Baker oder vielleicht sogar Paula Newby-Frazer sollten sich qualifizieren müssen? Lächerlich.
Sollte der Stern Ironman langsam am untergehen, und der Stern Challenge am aufgehen sein?
Detlef Bark
Triathlet / Ironman seit 1988. Sorry, bringe es noch nicht auf so viel Jahre wie Du, George ;