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BerlinWoMan kehrt zurück: Großes Triathlon-Wochenende am Wannsee

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Wenn Berliner Triathletinnen und Triathleten Anfang September ihre Badehose einpacken, führt der Weg traditionell an den Wannsee. Am 5. und 6. September 2026 wird das historische Strandbad Wannsee erneut zum Treffpunkt der Szene: Dann steht der Berlin WoMan auf dem Programm, der im zweijährigen Turnus ausgetragen wird.

Genauer genommen sind es sogar drei Tage, bereits am Freitag (4. September) können Nachwuchsathletinnen und –athleten beim MiniWoMan erste Wettkampferfahrungen sammeln, bevor am Wochenende die Hauptwettbewerbe folgen.

Wettkampfprogramm für alle Leistungsklassen

Der Samstag gehört dann den ambitionierten Athletinnen und Athleten, die auf der Mitteldistanz über 2 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 20 km Laufen an den Start gehen. Für die Teilnehmenden aus Berlin geht es zudem um den Landesmeistertitel. Neu hinzu gekommen ist in diesem Jahr die Aquabike-Wertung, die vor allem Interessierte anspricht, die sich an eine Mitteldistanz herantasten wollen oder ein Halbmarathon orthopädisch problematisch wäre.

Etablierter Zweijahres-Ausrichtungsmodus – vom BerlinMan zum BerlinWoMan

Die Besonderheit des BerlinWoMan ist die Terminansetzung. Das Rennen, das unter der Federführung des 1987 gegründeten Berliner Triathlon-Vereins die Weltraumjogger, veranstaltet wird, findet im zweijährigen Turnus statt. Bisher war das Rennen in der Szene als BerlinMan bekannt. Mit der Namensänderung zum BerlinWoMan soll auf die Veränderungen in der Szene aufmerksam gemacht werden. Immer mehr Frauen haben den Triathlonsport für sich entdeckt und zeigen Spitzenleistungen auf allen Distanzen. Der rührige Verein veranstaltet mit dem Schüler-Duathlon, dem Berliner Volkstriathlon und einem SwimRun noch weitere Events. Das Aushängeschild ist aber der BerlinWoMan, bei dem um die 1.800 Teilnehmende an der Startlinie stehen. Allerdings erfordert eine Veranstaltung in dieser Größenordnung einen enormen Arbeitseinsatz, den die komplett ehramtlich tätigen Organisatoren nur alle zwei Jahre leisten können. „Dieser Austragungsmodus hat sich über die Jahre in der Triathlon-Szene etabliert. Nur aufgrund der Corona-Pandemie musste man einmal von 2020 auf 2021 verschieben,“ sagt Mitorganisator Silvo Plaasch. Durch die in die Vereinsstruktur eingebettete Organisation trotzt die Veranstaltung außerdem dem Trend der vielfach nach oben explodierenden Startgebühren.



Die Wettkampfstrecken: Spektakulär mit olympischem Flair

Der Schwimmauftakt im Wannsee ist dabei nur der Startpunkt einer Wettkampfstrecke, die von Highlights nur so gespickt ist. So geht es nach dem Schwimmausstieg auf dem Weg hinauf in die Wechselzone über die berüchtigten 98 Treppenstufen des Strandbads, die ein kleinwenig an die legendäre Sand Ladder beim Escape from Alcatraz Triathlon erinnern.
Auf der Mitteldistanz führt der zweimal zu durchfahrende Radkurs mit zwei Wendepunkten durch den Grunewald, bevor es zum Berliner Olympiastadion und zurück zum Strandbad Wannsee geht. Die komplett gesperrte Strecke ist dabei alles andere als flach. In Summe werden auf der Mitteldistanz 650 Höhenmeter überwunden, wobei der Scharfrichter der Anstieg hinauf zum Grunewaldturm ist. Insgesamt viermal – zweimal von jeder Seite – geht es hinauf zum „Willy“, wie die Anhöhe mit dem weit sichtbaren Turm liebevoll von den Berlinern genannt wird. Auf der Sprintdistanz befindet sich dort der zweite Wendepunkt.

Die Strecke, mit dem Kronprinzessinnenweg – „die Krone“ und der Havelchaussee, ist durch die dort geltenden verkehrsberuhigenden Maßnahmen ein vielfrequentiertes Trainingsrevier der Berliner Rad- und Triathlon-Szene. Auch Ex-Radprofi Jens Vogt, der ganz in der Nähe wohnt, dreht dort regemäßig seine Trainingsrunden.

Zurück am Wannsee geht es in die Laufschuhe. Die Laufstrecke verläuft durch den Grunewald und verspricht an heißen Tagen angenehmen Schatten. Auf der Mitteldistanz stehen drei Runden auf dem Programm, auf der Sprintdistanz sind zwei kleinere Runde zu absolvieren, bevor als finales Highlight der stimmungsvolle Zieleinlauf vor dem Strandbad Wannsee wartet.

Nachhaltigkeit im Fokus

Einen besonderen Fokus legen die Organisatoren auf das Thema Nachhaltigkeit. „Wir haben eine Null-Müll-Strategie“, sagt Plaasch. So besteht beispielsweise die Verpackung die gereichten Energy-Blocks aus Bananenblättern. So kann die Entsorgung über den Biomüll erfolgen. „Wir schauen uns unsere Partner immer genau an und achten stark auf Regionalität und kurze Transportwege. Es geht dabei nie um Kostenminimierung, sondern eher um den Nachweis, dass nachhaltige Sportevents möglich sind.“

Triathlon am Wannsee – schöner wird´s nicht

Damit die Erinnerungen bis nur Neuauflag in zwei Jahren möglichst gut erhalten bleiben, dürfen sich alle Starterinnen und Starter auf ein persönliches Foto von der Strecke oder vom Zieleinlauf freuen. Der Fotoservice wird vom bekannten Triathlon-Fotografen Petko Beier angeboten, der als Potsdamer die Strecke aus dem Effeff kennt.

Das Strandbad Wannsee soll so erneut ein ganzes Wochenende echte Triathlon-Festival-Stimmung vermitteln – getreu dem Motto: Triathlon am Wannsee – schöner wird’s nicht.

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