
Lüneburg dominiert bei den Frauen
Bei den Frauen setzte sich das Dr. Loges Triathlon Team Lüneburg souverän gegen die Konkurrenz durch (1:30:38). Mit Finja Loges, Julia Bröcker, Kimey Casanova (SUI) und Schlussstarterin Franka Rust ging das Team mit einem starken Aufgebot ins Rennen und siegte klar vor Titelverteidiger PV Triathlon TG Witten (1:31:19) sowie dem SSF Bonn Triathlon TEAM (1:31:56).
„Mit diesem Team beim Auftakt hier im Kraichgau am Start zu sein, ist immer etwas Besonderes. Wir haben heute gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist – auch, weil wir unsere Nachwuchsathletinnen erfolgreich eingebunden haben. Kimey hat das als 15-Jährige heute richtig stark gemacht“, sagte Schlussstarterin Franka Rust.
Rust lobte zurecht die junge Schweizerin, die mit ihrem Auftritt die Vorentscheidung einleitete. Auf Position drei ins Rennen gegangen, setzte sie sich mit einer starken Leistung auf der Radstrecke entscheidend ab und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Die PV Triathlon TG Witten hatte zuvor Zeit verloren, als ihre zweite Starterin Krüger beim Wechsel vom Rad auf die 1,5 Kilometer lange Laufstrecke zurückfiel.
HYLO Team Saar behauptet sich in spannendem Männerrennen
Deutlich enger ging es im Männerrennen zu. Der Favorit HYLO Team Saar (1:21:54) übernahm früh die Führung, konnte sich aber erst auf der letztem Laufrunde leicht absetzen. Am Ende betrug der Vorsprung sechs Sekunden auf das Team Berlin (1:22:00), für das Schlussstarter Benedikt Bettin im vergangenen Jahr noch den Tagessieg geholt hatte.
„Es war ein hartes Rennen. Ben hat beim Schwimmen die Lücke geschlossen, und wir waren dann zu zweit auf dem Rad. Das Laufen war extrem fordernd“, lautete das Fazit aus dem Siegerteam. Dennoch überwog die Freude bei Jaspar Ortfelt, der den Sieg am Ende sicherstellte: „Das erste Rennen der Saison zu gewinnen, ist immer etwas Geiles.“
Für eine Überraschung sorgte der Aufsteiger VfL Münster REACard Triathlon Team (1:22:36). Schlussstarter Christian Mario Ache setzte sich im Sprint gegen Titelverteidiger METALLART Ast-Süßen durch und sicherte seinem Team damit direkt im ersten Bundesliga-Rennen einen Podestplatz.
Positives Fazit und neues Format überzeugt
Nach dem Rennen zog Bundesligaleiter Uwe Hauke ein positives Fazit: „Das war ein hochklassiges bis zum Schluss spannendes Rennen. Insofern hat das Format geliefert.“ Zusätzlich bewährte sich die neue „Lucky Chaser“-Regelung bereits beim Saisonauftakt: Gleich zwei Teams konnten nach technischen Defekten wieder ins Renngeschehen eingreifen und mehrere Positionen gutmachen. In der Sonderwertung für das „Best Line-up“ setzten sich bei den Frauen die Dresdner Spitzen Mitteldeutschland durch, während bei den Männern das HYLO Team Saar auch diese Wertung für sich entschied.
Premiere im Kraichgau: Team-Relay bei sommerlicher Hitze
Im Kraichgau wurde erstmals in der Bundesliga-Geschichte ein Team-Relay-Rennen ausgetragen – und das unter hochsommerlichen, herausfordernden Bedingungen.
In diesem intensiven Format traten jeweils vier Athletinnen beziehungsweise Athleten pro Team gegeneinander an. Alle Teammitglieder absolvierten nacheinander eine Supersprintdistanz über 300 Meter Schwimmen, 8,4 Kilometer Radfahren und 1,4 Kilometer Laufen. Anschließend wurde der „Staffelstab“ symbolisch per Handschlag übergeben.








