
Ausgerechnet der Challenge Roth, mit dem Bleymehl viele ihrer größten sportlichen Momente verbindet, wurde zum Wendepunkt. Wegen starker Rückenbeschwerden musste sie ihre sportlichen Ziele früh begraben, unterbrach das Rennen für mehr als eine Stunde und erreichte das Ziel schließlich nach 10:41 Stunden. Während des Wettkampfs reifte die Entscheidung, ihre Karriere zu beenden.
Nach der Geburt ihres dritten Kindes vor rund zehn Monaten hatte die 37-jährige Profitriathletin ursprünglich geplant, noch mehrere Jahre auf Spitzenniveau Rennen zu bestreiten. Platz drei beim IRONMAN Südafrika im April und die damit verbundene frühe Qualifikation für die IRONMAN-Weltmeisterschaft sowie ein überzeugender Auftritt beim IRONMAN 70.3 Kraichgau zeigten, dass sie sportlich weiterhin konkurrenzfähig ist. In der Vorbereitung auf Roth wurde ihr jedoch bewusst, dass sich die Ansprüche als Profi, Mutter und Familienmensch nicht mehr in der gewünschten Form miteinander vereinbaren lassen.
„Im Sport wird man in der Regel nie seinen Ansprüchen gerecht und arbeitet täglich daran, sich zu verbessern. Da bin ich völlig fein mit dem Gefühl, nach Perfektion zu streben, sie aber nie erreichen zu können. Aber bei den anderen Rollen gibt es keinen Spielraum – und mir war immer klar, dass ich konsequent sein möchte, wenn ich genau das feststelle“, sagte Bleymehl in ihrem Podcast DANIhoch3.
Ihr letztes Rennen als Profi plant Daniela Bleymehl bei der IRONMAN-WM auf Hawaii am 10. Oktober. Zuvor bereitet sie sich im Trainingslager in Livigno gemeinsam mit Coach Nils Goerke auf ihren finalen Start auf Big Island vor.






