
Bereits im Schwimmen setzte Caroline Pohle die erste Duftmarke. Die Deutsche verließ nach 27:00 Minuten als Führende das Wasser und gab die Spitze bis ins Ziel nicht mehr ab. Auf dem Rad baute sie ihren Vorsprung kontinuierlich aus und sorgte für ein weiteres Ausrufezeichen: Mit 2:20:05 Stunden unterbot sie den bisherigen Radstreckenrekord um mehr als vier Minuten.
Besonders bemerkenswert: Erstmals in der Geschichte der Challenge St. Pölten erreichte eine Frau die zweite Wechselzone vor allen männlichen Profis. Erst nach rund fünf Kilometern auf der Laufstrecke konnte der spätere Männersieger Frederic Funk zu Pohle aufschließen.
Auch auf den abschließenden 21,1 Laufkilometern blieb Pohle unangreifbar und baute ihren Vorsprung weiter aus. Nach ihrem Sieg bei The Championship in Šamorín in der Vorwoche sowie ihrem Erfolg bei der Challenge Mogán-Gran Canaria feierte sie damit bereits ihren dritten Challenge-Family-Sieg in dieser Saison. Hinter ihr belegte die Niederländerin Diede Diederiks in 4:21:30 Stunden Rang zwei. Das Rennen um Platz drei entschied die Finnin Minttu Hukka erst auf den letzten Metern für sich und verwies die Deutsche Sarah Schönfelder knapp auf Rang vier.
„Ich bin wirklich stolz auf das heutige Rennen. Die Woche nach meinem Sieg in Šamorín war hart. Ich war den ganzen Tag allein unterwegs und musste meinen Rhythmus finden. Besonders auf der Laufstrecke hatte ich sehr gute Beine. Jetzt richtet sich mein Fokus auf die Challenge Roth“, sagte Pohle im Ziel.
Funk setzt sich gegen starke Konkurrenz durch
Im Männerrennen bestimmte zunächst der Deutsche Hannes Butters das Geschehen im Wasser und stieg mit fast zwei Minuten Vorsprung aus dem See. Auf dem Rad schloss Frederic Funk nach 55 Kilometern zur Spitze auf und etablierte sich gemeinsam mit einer kleinen Führungsgruppe an der Spitze des Rennens.
Auf der anspruchsvollen Radstrecke wechselte die Führung mehrfach, ehe Funk kurz vor dem zweiten Wechsel erneut die Kontrolle übernahm. Gemeinsam mit Butters, Jonas Wechsler, Simon Davis und Josh Lewis erreichte er die Laufstrecke.
Dort setzte sich Funk bereits auf den ersten Kilometern entscheidend ab. Zwar hielt Jonas Wechsler zunächst den Anschluss, doch der 27-Jährige vergrößerte seinen Vorsprung kontinuierlich. Zur Hälfte des Halbmarathons betrug sein Polster bereits 37 Sekunden.
In 3:49:11 Stunden lief Funk schließlich als Sieger ins Ziel und feierte damit seinen zweiten Erfolg bei der Challenge St. Pölten. Simon Davis aus Großbritannien wurde in 3:50:35 Stunden Zweiter. Rang drei sicherte sich der Italiener Mattia Ceccarelli in 3:52:20 Stunden. Im Kampf um das Podium trennten die Plätze drei bis fünf am Ende lediglich sieben Sekunden.
„Ich bin müde, aber unglaublich glücklich und erleichtert. Nach The Championship und dem Höhentrainingslager wusste ich nicht genau, wie ich mich fühlen würde. Ich hatte endlich wieder ein gutes Schwimmen, starke Beine auf dem Rad und konnte beim Laufen früh Druck machen. Dieser Sieg gibt mir viel Selbstvertrauen für den nächsten Trainingsblock Richtung Roth“, sagte Funk.







