
Graf überzeugte bei seinem dritten Podiumsplatz in der WM‑Serie über den gesamten Rennverlauf hinweg. Als einer der ersten Athleten kam der groß gewachsene 24‑Jährige aus dem Wasser und zeigte sich anschließend immer wieder in der Führungsgruppe auf dem Rad, ehe er auch beim abschließenden 10‑Kilometer‑Lauf zu einem mitentscheidenden Faktor wurde.
Graf sprengt die Spitzengruppe
Nach knapp zweieinhalb von fünf Runden erhöhte der in Freiburg trainierende Graf das Tempo und sprengte damit die sechsköpfige Führungsgruppe nach und nach auseinander: „Die ersten zwei Kilometer war es hart für mich, reinzukommen, aber dann lief es besser. Ich habe gesehen, dass Conway und Milner nähergekommen sind, und habe gepusht. Dann hat jeder gelitten, und ich habe nur noch versucht, das Podium zu sichern. Es hat zwar nicht mehr für Vilaça gereicht, aber ich bin sehr glücklich, Zweiter geworden zu sein.“
Vor allem, weil sich bereits zum Beginn der neuen Saison eine vermeintliche Schwachstelle verbessert zu haben scheint: „Letztes Jahr war das Laufen noch meine Schwäche. Heute vorne dabei gewesen zu sein, fühlt sich gut an. Ich wusste, dass ich besser drauf bin, aber du weißt nie, wo du stehst, bis du es im Rennen siehst.“
Tim Hellwig auf Rang 13
Tim Hellwig, der zu Beginn des Laufens noch Teil einer kleinen Spitzengruppe gewesen war, in der sengenden Hitze Zentralasiens dann aber abreißen lassen musste, wurde 13. (1:45:09). Jonas Osterholt, der sich zwischenzeitlich auf dem Rad nach vorn zurückgekämpft hatte, belegte am Ende Rang 24 (1:46:23). Valentin Wernz hatte auf einen Start aufgrund eines Infekts verzichten müssen.
WM-Titelverteidigerin Lisa Tertsch nach Radsturz chancenlos
Tanja Neubert hat die in sie gesetzten Erwartungen in ihrem ersten Saisonrennen 2026 erfüllt. Die 25‑Jährige, die im vergangenen Jahr die Triathlon‑WM‑Serie als Zehnte abgeschlossen hatte, belegte beim Saisonauftakt in 1:55:16 Stunden Rang neun.
Beim Sieg der Britin Beth Potter (1:53:17) folgte Laura Lindemann als zweitbeste Deutsche auf Platz 15 (1:56:00). Selina Klamt wurde 21. (1:57:20), während Lisa Tertsch nach einem Sturz auf der Radstrecke frühzeitig alle Chancen auf eine Top‑Platzierung einbüßte, das Rennen aber noch als 33. (2:03:21) beendete.
An die Führungsgruppe ran gekämpft
Neubert, in diesem Jahr erstmals Teil des Olympiakaders, überzeugte bei ihrem auf der WM‑Serie saisonübergreifend vierten Top‑Ten‑Ergebnis in Folge vor allem in der zweiten Rennhälfte. Nachdem sie mit 55 Sekunden Rückstand auf die Spitze aus dem Wasser gekommen war, arbeitete sich die am Bundesstützpunkt Saarbrücken trainierende Triathletin zunächst auf der Radstrecke an die Führungsgruppe heran. In der zentralasiatischen Hitze zeigte sie anschließend auf der Laufstrecke, dass mit ihr auch 2026 wieder zu rechnen ist – obwohl sie auf der letzten Runde noch ein paar Plätze verlor.
„Es war sehr heiß. Das Schwimmen war für mein Verhältnis ganz okay. Ich bin in einer Gruppe mit viel Bike‑Power rausgekommen“, sagte Neubert, die dann aber Pech hatte: „Ich habe blöderweise auf der ersten Runde eine meiner zwei Flaschen verloren. Das habe ich hinten heraus beim Laufen gemerkt. Aber für das erste Saisonrennen bin ich sehr zufrieden.“






