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IRONMAN 70.3 Geelong: Blummenfelt und Matthews gewinnen zweites Pro Series-Rennen

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Der Norweger Kristian Blummenfelt hat die Triathlon-Battle gegen den Belgier Jelle Geens und den Neuseeländer Hayden Wilde im australischen Geelong für sich entschieden. Blummenfelt siegte beim IRONMAN 70.3 Geelong über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen mit neuem Streckenrekord in 3:30:24 Stunden vor Vorjahresssieger Geens (3:31:23) und Wilde (3:31:51). Katrina Matthews war in der Frauenkonkurrenz lange Zeit überlegen unterwegs. Am Ende musste die Britin dann um ihren zweiten IRONMAN Pro Series-Sieg der Saison 2026 zittern, da ihr die Australierin Grace Thek noch gefährlich nahe kam.
Kristian Blummenfelt Ironman 70.3 Geelong 2026
Kristian Blummenfelt feiert seinen Sieg beim IRONMAN 70.3 Geelong 2026 – Bildrecht:
Media Queensland / Alexander Polizzi

Es waren die bekannt schnellen Schwimmer, die vom Start weg versuchten, die Konkurrenz unter Druck zu setzen. Am Ende war es der Neuseeländer Trent Thrope, der nach nur 21:21 min das Wetsuit-Schwimmen an der Eastern Beach Promenade als Leader beendete. An seinen Fersen hing nur noch Pierre Le Corre, dahinter klaffte eine Lücke zu den nächsten Verfolgern, die Kurt McDonald (+0:49 min) anführte. Im Schlepptau des Australiers folgte im Sekundentakt das Favoritentrio mit Jelle Geens, Hayden Wilde und Kristian Blummenfelt.

Radlokomotive Hayden Wilde

Auf dem Rad änderten sie nun die Kräfteverhältnisse schnell. Hayden Wilde fuhr schon auf den ersten Kilometern des Wendpunktkurses im dichten Morgennebel von Geelong an die Spitze. Durch das Tempodiktat des amtierenden T100-Weltmeisters platzte die massive Spitzengruppe schnell auseinander. Nur fünf Athleten konnten Wilde folgen und im Sekundenabstand hinter dem Neuseeländer die zweite der zwei Radrunden in Angriff neben. Zu seinen direkten Verfolgern zählten Jelle Geens, Jack Birtwhistle, Josh Ferris, Kurt McDonald und Kristian Blummenfelt. Die Abgehängten führte Trent Thorpe (+3:21 min) bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein in die zweite Runde. Pierre Le Corre, der das Rennen beim Schwimmen noch schnell machte, war da bereits aus dem Rennen. DNF für den Franzosen, dem Anfang März mit Rang zwei beim IRONMAN Neuseeland eine perfekte Langdistanz-Premiere gelang.

Am Ende des Radfahrens platzen Geens und Blummenfelt weg

Wilde hielte nun die Wattzahlen weiterhin hoch. Das erste Opfer war Josh Ferris, der abreißen ließ. Auf den finalen Kilometern konnten dann auch Geens, Blummefelt und Co nicht mehr folgen. Der Kiwi wechselte als Solist in die Laufschuhe und nahm 45 Sekunden Vorsprung auf Geens mit. Birtwhistle (+1:03), Blummenfelt (+1:37) und McDonald (+1:38) mussten noch mehr Rückstand hinnehmen.

Blummenfelt macht schnell kurzen Prozess

Auf dem Laufkurs, der über zweieinhalb Runden entlang Geelongs Küstenlinie verlief, kam es nun zum Schlagabtausch der drei Topfavoriten. Wilde wurde von Geens und Blummenfelt gejagt. Als es auf die 10 km-Marke zuging, hatte Blummenfelt die Lücke geschlossen und auch Geens lag nur noch gut 10 Sekunden zurück.

Der Neuseeländer heftete sich noch kurz an die Fersen des Norwegers, dann war der Wille gebrochen. Blummenfelt war nun auf Siegkurs, da auch die Lücke zu Geens wieder größer wurde.

Während Blummenfelt seinen Sieg in neuer Kursrekordzeit (3:30:24) perfekt machte, musste Wilde den zweiten Platz noch an den zweimalige IRONMAN 70.3-Weltmeister Geens abgeben, der in 3:31:23 Stunden exakt zwei Minuten unter seiner eignen Kursbestzeit (3:33:23) aus dem Vorjahr blieb. Die Top-Six komplettierten Birtwhistle, McDonald und Ferris.

Britische Dominanz schon beim Schwimmen

Im Frauenrennen machte die bis dato weitgehend unbekannte Britin Sophia Green das Rennen beim Schwimmen schnell. Nach 23:13 min kam sie als Solistin in die T1, verfolgt von Landsfrau Stephanie Clutterbuck (+0:43). Mit etwas Abstand folgte die erste größere Gruppe, in der sich auch Katrina Matthews (+1:29 min) befand.

Nach knapp 30 km hatte die topfavorisierte Britin die Lücke zur Führenden Green geschlossen und zudem den Rest der Konkurrenz um über eine Minute distanziert. Clutterbuck und ein australisches Trio mit Penny Slater, Grace Thek und Milan Agnew führten die abgehängten Verfolgerinnen an, zu denen auch noch die US-Amerikanerin Gabrielle Lumkes zählte.

Green, die im Vorjahr bei der Challenge Barcelona mit Rang zwei erstmals ein Ausrufezeichen setzte, nahm nun die Pace ihrer prominenten Landsfrau auf. Als Führungsduo ging es in die zweite Radrunde. Die aus Schottland stammende Green musste dann aber Matthews ziehen lassen, die bis in die T2 noch 2:20 min Vorsprung herausfuhr.

Matthews rettet sich vor Thek ins Ziel

Auf der Laufstrecke war Matthews anfangs klar auf Siegkurs. Green musste nun für ihren starken Radauftritt bezahlen und fiel noch bis auf Rang neun zurück. Von den Verfolgerinnen machte früh Grace Thek den besten Eindruck, hatte aber nach 10 km immer noch knapp drei Minuten Rückstand. Dieser sollte anschließend in der Mittagssonne von Geelong zusammenschmelzen. Am Ende rettete sich Matthews in 4:06:14 Stunden mit 36 Sekunden Vorsprung vor Thek (4:06:50) über die Ziellinie. Dahinter war es wieder einmal Tamara Jewett (4:15:26), die sich mit einer schnellen Laufzeit noch Rang drei sicherte. Die Kanadierin war als Zehnte auf die Laufstrecke gegangen.

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