
Die Favoritenschau: Jonas Schomburg auf Norweger-Jagd
Annähernd 100 Profiathletinnen und -athleten haben für den IRONMAN 70.3 Oceanside gemeldet, darunter die „Crème de la Crème“ der Langdistanz-Szene.
So führt bei den Männern das Norwegertrio mit IRONMAN Weltmeister Casper Stornes, Gustav Iden und Kristian Blummenfelt das Feld an. Während Blummenfelt erst am vergangenen Sonntag mit dem Sieg beim IRONMAN 70.3 Geelong ein Ausrufezeichen setzte, ist es für seine beiden Trainingskollegen der erste Wettkampfeinsatz in der noch jungen Saison 2026.
In Abwesenheit des Vorjahressiegers Lionel Sanders hoffen andere Nordamerikaner auf ihre Chance beim kalifornischen IRONMAN 70.3-Klassiker. Die besten Chancen dürften dabei Rudy Von Berg, 2025 Zweiter, Sam Long, Ben Kanute und Jason West (alle USA) haben. Die kanadischen Chancen will Jackson Laundry hochhalten, der seit 2022 den Streckenrekord (3:45:00 Stunden) hält.
Die große Frage ist, ob die deutschen Athleten im Kampf um die Podiumsplätze mit eingreifen können. 2018 stand zuletzt mit Jan Frodeno, er gewann damals mit Streckenrekord, ein Deutscher in Oceanside auf dem Podium.
Die besten Chancen dazu dürfte Jonas Schomburg haben. Der Langdistanz-Aufsteiger der Saison 2025, startete schon früh mit dem Sieg bei der Challenge Sir Bani Yas in die neue Saison und setzte zuletzt auf Mallorca einen umfangreichen Trainingsblock.
Eine erste Standortbestimmung ist das Rennen an der kalifornischen Pazifikküste für Jonas Hoffmann und Jan Stratmann.
Bei den Frauen steht die IRONMAN Hawaii-Siegerin Solveig Lovseth im Fokus. Die Norwegerin aus Trondheim gibt ihren Saisoneinstand und trifft dabei auf Taylor Knibb. Die US-Amerikanerin, die letzten Samstag den T100-Saisonauftakt an der Gold Coast dominierte, hat das Rennen bereits zweimal gewonnen und hält seit 2022 auch den Streckenrekord (4:06:32). Fast etwas im Schatten beim Gipfeltreffen der beiden IRONMAN-Topstars steht die Kanadierin Paula Findlay, die am Samstag als Titelverteidigerin ins Rennen geht und wie Knibb ebenfalls schon zweimal in Oceanside gewinnen konnte.
Wenn eine aus dem Trio patzt, dann dürften u.a. Jackie Hering, Danielle Lewis (beide USA), Martha Sanchez (ESP) und Grace Thek (AUS) für einen Podiumsplatz in Frage kommen. Hering gewann vor 14 Tagen den IRONMAN 80.3 Dallas Little-Elm und Thek überraschte erst am vergangenen Samstag mit Rang zwei hinter Kat Matthews beim IRONMAN 70.3 Geelong.
Die Fakten zum IRONMAN 70.3 Oceanside am Samstag, 28. April 2026
Der Rennkurs:
- Schwimmen: 1,9 km Runde durch den Oceanside Harbor. Gestartet wird auch diesmal innerhalb des vom offenen Pazifik geschützten Hafenbeckens.
- Radfahren: Eine große 90 km Runde, mit einem kurzen Wendepunktabschnitt. Es sind knapp 900 Höhenmeter zu überwinden, wobei die relevanten Anstiege zwischen km 50 – 70 liegen. Der Kurs führt dabei durch die Camp Pendleton Militäry Base.
- Laufen: 21,1 km, aufgeteilt auf zwei Wendepunktrunden entlang der Küstenlinie (90 hm).
- Streckenrekorde: Jackson Laundry (CAN) 3:45:00 (2022) Taylor Knibb (USA) 4:06:32 (2022)
>> Alle Ergebnisse des IRONMAN 70.3 Oceanside seit 2002 …
Preisgeld, Pro Series-Punkte und WM-Slots: 50.000 US-$ (Platz aufgeteilt von Rang 1 – 8) und max. 2.500 Siegpunkte. Die Abstufung der Punkte erfolgt nach dem Abstand zur Sieger- bzw. Siegerinnenzeit. Jede Sekunde Differenz bedeutet 1 Punkt weniger. Für die Ironman 70.3 WM 2026 in Nizza (FRA) werden zudem je drei Startplätze vergeben.
Das Wetter: Der Wetterbericht sagt für den Raceday perfektes Wettkampfwetter vorher. Anders als in den Vorjahren sollten die Frühtemperaturen bereits bei deutlich über der 10 Grad-Marke liegen. Später sollen die Temperaturen bei strahlendem Sonnenschein bis knapp über 20 Grad steigen. Der Wind soll dabei leicht aus nordwestlicher Richtung wehen.
Die Startzeit: Der Profistart erfolgt um 6:40 Uhr Ortszeit (14:40 Uhr MEZ).
Die Übertragung: Das Rennen wird auf der Website www.ironman.com/proserieslive und auf IRONMAN Youtube live gestreamt.










