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Ironman 70.3 Oceanside: Lionel Sanders gelingt vierter Sieg, Lange chancenlos

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Lionel Sanders hat beim Ironman 70.3 Oceanside seinen Vorjahreserfolg wiederholt. Der 37-jährige Kanadier gewann den südkalifornischen Saison-Opener über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen in 3:47:01 Stunden zum vierten Mal nach 2023, 2017 und 2016. Das Podium vervollständigten der US-Amerikaner Rudy Von Berg (3:47:42) und der Norweger Gustav Iden (3:48:06). Patrick Lange kam wie schon im Vorjahr bei den kühlen Bedingungen nicht richtig in Schwung und musste sich bei seinem Saisoneinstand mit Platz 17 begnügen.
Ironman 70.3 Oceanside Lionel Sanders Finsihline
Was für ein Rennen von Lionel Sanders – vierter Sieg beim Ironman 70.3 Oceanside – Bildrechte: Donald Miralle/Ironman

Es war der US-Amerikaner Greg Harper, der nach 25:58 min als Leader aus dem nur 14 ° C warmen Wasser (bei 5 ° C Lufttemperatur) des Hafenbeckens von Oceanside stieg. In der vierköpfigen Spitzengruppe war auch Magnus Männer vertreten. Als erster der Topfavoriten hatte Rudy von Berg (+0:56 min) wieder festen Boden unter den Füßen. Direkt dahinter folgten Gustav Iden und Kristian Blummenfelt (+0:57). Patrick Lange (+1:59) war noch eine Minute länger Wasser. Eine weitere Minute verging, bis Vorjahressieger Lionel Sanders (+3:11) zusammen mit Andi Dreitz in die T1 stürmte.

Kristian Blummenfelt verliert 15 min durch Reifenschaden

Am aggressivsten ging Blummenfelt die Raddisziplin an, der an der ersten Zwischenzeit nach knapp 20 Kilometern an der Spitze einer lang gezogenen Spitzengruppe fuhr. Wenig später stand der Norweger am Straßenrad. Sein Vorderrad war komplett platt – ein eigenes Reparatur-Kit Fehlanzeige. Circa eine Viertelstunde verlor Blummenfelt, bis er mit Hilfe des neutralen Materialservice das Rennen jenseits von Rang 50 wieder aufnehmen konnte.

Als es nach der Hälfte der Raddistanz in den hügeligen Abschnitt der Radstrecke ging, hatte sich die Spitzengruppe auf neun Athleten reduziert. Jack Birthwistle, Gustav Iden, Rudy Von Berg, Ben Kanute, Federico Scarabino, Justin Riele, Casper Stornes, Seth Rider und Sam Appleton fuhren innerhalb von nur 17 Sekunden über die Zeitnahmematte bei km 64,5. Erster Verfolger an diese Stelle war Lionel Sanders (+2:14). Knapp dahinter fuhr Magnus Männer (12./+2:51) als immer noch bestplatzierter deutscher Pro. Patrick Langes (22./+8:06) Rückstand war mittlerweile auf über acht Minuten angewachsen.

Neunköpfige Spitzengruppe auf dem Rad – Patrick Lange weit zurück

Auf dem schnellen Rückweg in Richtung T2 drückte Justin Riele den dicksten Gang und sprengte so die Spitzengruppe. Der US-Amerikaner nahm mit der Attacke 30 Sekunden auf Landsmann Rudy Von Berg mit in den Halbmarathon. Der Rest der Spitzengruppe hatte über eine Minute Rückstand. In die Penaltybox (2 min Strafe) ging es für Birtwhistle (+3:16), der damit auch hinter Sanders (+2:47) zurückfiel. Magnus Männer wechselte zusammen mit dem Schweizer Andrea Salvisberg (12./+5:34) in die Laufschuhe und Patrick Lange (+10:24) hatte weitere Zeit eingebüßt.

Unkaputtbar: Lionel Sanders rennt alle in Grund und Boden

Rieles Ausflug an die Spitze währte nicht lange. Zunächst zog Von Berg vorbei, der noch vor der 10 km-Marke Gesellschaft von Seth Rider und Gustav Iden bekam. Wenig später schloss auch Lionel Sanders auf. Die vierköpfige Spitzengruppe war aber auch nur eine Momentaufnahme. Sanders, wie immer mit seinem etwas unrund wirkenden Laufstil unterwegs, sprengte die Gruppe und nur Rider konnte zunächst folgen. Lang konnte auch der US-Amerikaner nicht dagegenhalten. Unwiderstehlich lief Lionel Sanders zu seinem vierten Oceanside-Sieg. Dahinter wurden nochmals die Plätze getauscht. Nachdem Rider zurückfiel. hatte Rudy Van Berg die größeren Kraftreserven, um sich gegenüber Gustav Iden durchzusetzen im Fight um Rang zwei durchzusetzen.

Kristian Blummenfelt läuft einen 1:07er Halbmarathon

Patrick Langes Aufholjagd ging im Halbmarathon nur bis auf Rang 17 nach vorne. Der dreimalige Hawaiisieger musste dabei auch noch Kristian Blummenfelt vorbeiziehen lassen, der nach seinem Raddefekt in den Laufschuhen eine sensationelle 1:07:19 für die 21,1 km in den Asphalte brannte. Die weiteren Deutschen Magnus Männner, Andreas Dreitz und Dominik Sowieja folgten auf den Rängen 20,21 und 22. „Trotz intensiver Vorbereitung sowohl im Training als auch einer täglichen Akklimatisierung auf die kalten Wassertemperaturen, litt ich abermals während des Schwimmens unter Hypothermie. Es dauerte bis Kilometer 10 beim Laufen, bis ich meine Füße wieder spüren konnte. Aber die Bedingungen waren für alle Athleten gleich und ich möchte keine Ausreden suchen. Das Learning für mich ist, dass ein Kälterennen wie Oceanside für mich in Zukunft nicht mehr in Frage kommt.“, so Lange nach dem Rennen. “

Vierköpfige Spitzengruppe bestimmt das Radfahren

Die Britin Stephanie Clutterbuck dominierte den Schwimmauftakt und kam nach 26:12 min als Leaderin aus dem Wasser. Fünf Athletinnen, darunter die Vorjahresdritte Paula Findlay und Jackie Hering folgten innerhalb einer Minute. Die ebenfalls hoch gehandelte Tamara Jewett, die das Rennen 2023 gewinnen konnte, hatte knapp zwei Minuten Rückstand.

Mit einem schnellen Wechsel machte Findlay ihren kleinen Rückstand wett und führte das Feld an der Spitze auf die 90 Radkilometer. Es bildete sich nun eine vierköpfige Spitzengruppe, in der neben der Kanadierin auch Hering, Clutterbuck und Grace Alexander vertreten waren

Als es in die Hügel ging, konnte sich Findlay von ihren drei Mitstreiterinnen etwas lösen. Richtig weg kam die Kanadierin allerdings nicht. Als Leaderin fuhr dann sogar die US-Amerikanerin Lisa Becharas in die T2 ein, die auf dem Rückweg die Spitzengruppe stellte. Findlay, Alexander und Hering folgten innerhalb einer Minute in den Halbmarathon, während Clutterbuck endgültig zurückfiel.

Jackie Hering erst auf Siegkurs, dann kommt Paula Findlay

Die Führung von Bechara hielt nur kurz, dann übernahm Hering die Führung, der wiederum Findlay im Nacken saß. Bis der 15 km-Marke hielt die Führung der Ironman Hamburg-Siegerin von 2024, dann kam Findlay und lief in 4:16:50 Stunden zu ihrem zweiten Oceanside-Sieg nach 2021. Hering (4:17:09) folgte auf Rang zwei, Danielle Lewis (USA/4:18:18) wurde Dritte.

Platz acht für Anne Büttner

Für ein Ausrufezeichen aus deutscher Sicht sorgte Anna Büttner. Die Laufspezialistin aus Minden lief mit einem 1:18er Halbmarathon noch bis auf Rang acht in die Top Ten nach vorne.

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