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IRONMAN 70.3 Swansea: Führender Noodt kollidiert mit Krankenwagen – Palmer und Rayner siegen

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Mit britischen Siegen endete der IRONMAN 70.3 Swansea 2026, der erneut zur IRONMAN Pro Series zählt. Bei den Männern sorgten Harry Palmer (3:50:27) und Kieran Lindars (3:51:12) für einen britischen Doppelerfolg, während Lizzie Rayner in 4:23:56 Stunden das Frauenrennen gewann. Überschattet wurde der Wettkampf an der Südküste von Wales jedoch von einem schweren Unfall des Deutschen Mika Noodt. Der Wolfsburger kollidierte auf der Radstrecke in Führung liegend mit einem Krankenwagen und musste das Rennen aufgeben.
T100 Triathlon World Tour 2026 Mika Noodt
Mika Noodt – Bildrechte: by_wout.photographer

Schwerer Sturz von Mika Noodt

Im Livestream war nach einem Umschnitt zu sehen, wie Mika Noodt, übersät mit Schürfwunden, am Straßenrand stand und ansprechbar war. Ein Helfer trug seine schwer beschädigte Zeitfahrmaschine, bei der der Lenkeraufsatz vollständig abgebrochen war, von der Strecke.

Erst Details zum Unfallhergang gab es in Noodts Instagram-Story. Demnach ereignete sich der Crash wenige Kilometer vor der zweiten Wechselzone. In einer steilen, kurvigen Abfahrt mit Begegnungsverkehr bemerkte Noodt plötzlich einen auf der Fahrbahn befindlichen Krankenwagen. Einen Frontalzusammenstoß konnte er zwar verhindern, prallte jedoch gegen die Seite des Einsatzfahrzeugs und stürzte schwer. Anschließend wurde er zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Vom Krankenhaus meldete sich Noodt dann mit einer Videobotschaft, in der er den Unfallhergang aus seiner Sicht beschrieb. In der Abfahrt, in die er mit ca. 70 km/h auf dem Aerolenker liegend einfuhr, kam plötzlich auf seiner Seite ein Rettungswagen entgegen. Geistesgegenwärtig konnte er noch etwas zum Fahrbandrand ausweichen, touchierte aber mit der Hüfte die Wagenseite und wurde in die dicht bewachsene Böschung geschleudert. Nach dem Stand vom Sonntagnachmittag kam der 25-Jährige glücklicherweise ohne Frakturen davon. Allerdings berichtete er von starken Schmerzen im Hüftbereich.

Warum war die Gefahrenstelle nicht abgesichert?

Der Unfall des Deutschen wirft einige Fragen auf: Warum fuhr der Rettungsdienst an der sehr unübersichtlichen Stelle mit Begegnungsverkehr über die Straßenmitte und warum wurde der entgegenkommende Mika Noodt nicht vor der Gefahrenstelle gewarnt?

Die IRONMAN-Pressestelle erklärte auf Nachfrage der tri2b.com-Redaktion, dass der Rettungswagen unterwegs war, um einem Agegroup-Athleten zur Hilfe zu eilen und man Mika Noodt eine rasche und vollständige Genesung wünscht. Detailliertere Angaben zum Unfallhergang machte der Veranstalter nicht.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Noodt das Rennen klar kontrolliert. Rund vier Minuten Vorsprung hatte er auf die erste Verfolgergruppe um Harry Palmer, Josh Lewis, Kieran Lindars (alle Großbritannien) und Joran Driesen (Belgien) herausgefahren. Ebenfalls stark unterwegs war Ruben Zepuntke, der zu diesem Zeitpunkt auf Rang sechs lag.

Palmer verteidigt seinen Titel

Nach dem Ausfall von Noodt entwickelte sich an der Spitze ein rein britisches Duell zwischen Harry Palmer und Kieran Lindars. Auf den ersten Kilometern des Halbmarathons konnte sich keiner der beiden entscheidend absetzen. Erst in der zweiten Rennhälfte erhöhte Palmer das Tempo, löste sich von seinem Landsmann und lief – wie bereits im Vorjahr – zum Sieg in Swansea.

Lindars sicherte sich Platz zwei. Den Kampf um Rang drei entschied der Belgier Joran Driesen in 3:53:40 Stunden für sich und verwies den Franzosen Simon Viain auf den vierten Platz. Ruben Zepuntke verlor auf der Laufstrecke noch einige Positionen und erreichte das Ziel schließlich als 13.

Rayner rettet knappen Vorsprung ins Ziel

Im Frauenrennen lieferte sich Lizzie Rayner, die im Vorjahr bereits Fünfte in Swansea gewesen war, auf der Radstrecke ein Duell mit ihrer Landsfrau India Lee. Auf der Laufstrecke fiel Lee jedoch früh zurück und wurde bis auf Rang acht durchgereicht. Rayner nutzte die Gelegenheit und verteidigte ihre Führung bis ins Ziel. Auf den letzten Kilometern kamen die Französin Anne-Sophie Pierre und die Polin Marta Lagownik mit schnellen Laufzeiten immer näher. Am Ende rettete Rayner jedoch 15 Sekunden Vorsprung ins Ziel und gewann in 4:23:56 Stunden vor Pierre (4:24:11) und Lagownik (4:24:54).

Für das beste deutsche Ergebnis sorgte Jenny Jendrischik mit Rang acht. Johanna Ahrens und Saskia Haug belegten die Plätze zehn und elf.

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