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Ironman 70.3 WM: Alles, was man zum Raceday in Nizza wissen muss

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Die Triathlon-Welt blickt am Wochenende nach Nizza: Mehr als 6.500 Athletinnen und Athleten kämpfen an der Côte d’Azur um die WM-Titel. Bei den Profis zählen Laura Philipp und Ex-Weltmeister Rico Bogen zu den deutschen Hoffnungsträgern. Wer sind die Favoriten, wann fallen die Startschüsse, wie anspruchsvoll ist die Strecke und wo gibt es die Rennen live zu sehen? Hier sind die wichtigsten Infos zur IRONMAN 70.3 WM 2026.
Ironman 70.3 WM Nizza
Wer holt sich am Wochenende die 70.3 WM-Titel? – Bildrechte: Getty Images for IRONMAN

Die Favoritinnen: Knibb trifft auf Matthews, Derron und Philipp

Nach der kurzfristigen Absage von Titelverteidigerin Lucy Charles-Barclay ist das Rennen um den WM-Titel bei den Frauen völlig offen. Als Topfavoritin geht Taylor Knibb ins Rennen. Die US-Amerikanerin ist dreifache IRONMAN 70.3 Weltmeisterin und musste sich im Vorjahr nur Charles-Barclay geschlagen geben.

Zu ihren größten Herausforderinnen zählen Kat Matthews, Julie Derron und Laura Philipp. Matthews stand bereits dreimal als Zweite auf dem WM-Podium und wartet weiter auf ihren ersten 70.3-WM-Titel. Im Vorjahr musste die Britin das Rennen aussichtsreich positioniert verletzungsbedingt aufgeben. Auch die Schweizerin Derron und Philipp, die in dieser Saison bereits mit starken Leistungen überzeugte, gehören in Nizza zum engsten Favoritenkreis.

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Wenn das Wasser zu warm für den Neoprenanzug ist, wird der Swimskin für ambitionierte Triathletinnen und Triathleten zum entscheidenden Teil des Race-Setups. Mit dem Rebel Pro 4 bringt sailfish zur IRONMAN WM-Phase 2026 die nächste Generation seines High-Performance-Swimskins an den Start. Nach der erfolgreichen Premiere mit Sam Laidlow in Roth soll der neue Swimskin nun auch bei den Weltmeisterschaften in Nizza und auf Hawaii seine Stärken ausspielen.

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Für eine französische Überraschung könnte Marjolaine Pierré sorgen. Die gebürtige Nizzaerin tritt vor heimischem Publikum an. Zum erweiterten Kreis der Podiumskandidatinnen zählt zudem Ellie Salthouse. Die Australierin bringt die Erfahrung von 19 Siegen bei IRONMAN 70.3 Rennen mit. Aus deutscher Sicht zählen auch Caroline Pohle und Lena Meißner zu den Anwärterinnen auf die Topränge und könnten zum Zug kommen, wenn aus dem Kreis der Topfavoritinnen die eine oder andere Athletin Schwächen zeigt.

Männer: Geens gegen die Norweger, Van Riel und Wilde

Bei den Männern steht Jelle Geens im Mittelpunkt. Der Belgier gewann die beiden vergangenen 70.3-Weltmeisterschaften und könnte in Nizza als erster Mann überhaupt drei WM-Titel über die Mitteldistanz in Folge holen. 2024 fing er Hayden Wilde erst auf den letzten Kilometern ab, 2025 setzte er sich im Finish hauchdünn gegen Kristian Blummenfelt durch. 

Besonders stark einzuschätzen ist erneut die norwegische Fraktion. Casper Stornes, Gustav Iden und Kristian Blummenfelt sorgten bei der IRONMAN WM 2025 in Nizza für einen historischen Dreifacherfolg. Nun kehren die Norweger an die Côte d’Azur zurück und zählen auch über die 70.3-Distanz zu den großen Titelanwärtern.

Gespannt sein darf man zudem auf Marten Van Riel. Der Belgier hat bislang jedes IRONMAN 70.3 Rennen gewonnen, bei dem er angetreten ist. Seit seinem ersten Erfolg 2019 steht er bei sechs Siegen aus sechs Starts und bestreitet in Nizza nun erstmals eine 70.3-WM.

Ebenfalls ganz oben auf der Favoritenliste steht Hayden Wilde. Der zweimalige Olympia-Medaillengewinner aus Neuseeland schaffte es bislang bei jedem seiner IRONMAN 70.3 Starts aufs Podium und will diesmal Geens bezwingen. Mit dem deutschen Ex-Weltmeister Rico Bogen steht zudem ein weiterer früherer 70.3-Champion am Start. Der Leipziger dürfte auf dem anspruchsvollen Radkurs einmal mehr seine Radstärke ausspielen und so die Konkurrenz unter Druck setzen. Mit einer ähnlichen Taktik dürfte auch Jonas Schomburg ins Rennen gehen. Etwas zurückhaltender kann Lasse Nygaard Priester agieren, da der Wahlfreiburger mit seiner Laufstärke noch ein Trumpfass im Ärmel hat.

Preisgeld und Pro Series-Punkte

Die IRONMAN 70.3 WM ist mit 500.000 US-$ dotiert, wobei der Preisgeldtopf unter den Top 15 aufgeteilt wird. Die neue Weltmeisterin und der neue Weltmeister erhalten 75.000 US-$. Für Rang 15 gibt es noch 3.000 US-$ zur Aufbesserung der Reisekasse.

Die Siegerin und der Sieger erhalten 3.000 Punkte im IRONMAN Pro Series-Ranking. Nach dem Prinzip „every second matters“, erhalten die Platzierten für jede Sekunde Rückstand einen Punkt weniger.

Die WM in Zahlen: Über 6.500 Athleten aus 130 Nationen

Mehr als 6.500 Athletinnen und Athleten aus 130 Ländern, Regionen und Territorien werden bei der IRONMAN 70.3 WM 2026 in Nizza erwartet. Rund 3.000 Frauen starten am Samstag, 12. September, während etwa 3.500 Männer am Sonntag, 13. September, um die WM-Titel kämpfen.

Deutschland gehört neben den USA, Frankreich, Brasilien und Großbritannien zu den fünf Nationen mit den meisten Teilnehmern. Das Durchschnittsalter aller gemeldeten Athletinnen und Athleten beträgt 43 Jahre. Die größten Altersklassen sind bei den Frauen die F30-34 mit 429 Starterinnen und bei den Männern die M40-44 mit 510 Startern.

Die Altersspanne könnte dabei kaum größer sein: Die jüngste Teilnehmerin ist die 18-jährige US-Amerikanerin Olivia Morabtio, bei den Männern ist der 19-jährige Südafrikaner Dylan Holm der Jüngste. Älteste Teilnehmerin ist die 78-jährige Kanadierin Cullen Goodyear. Bei den Männern setzt der Deutsche Gotthard Winkler mit 82 Jahren den Altersrekord.

Auch zahlreiche erfolgreiche Agegrouper kehren zur WM zurück. Zehn Altersklassen-Weltmeister der IRONMAN 70.3 WM 2025 in Marbella stehen erneut am Start. Dazu zählen unter anderem die frühere Profi-Weltmeisterin Michellie Jones (F55-59). Keine Chance auf die Titelverteidigung hat der Hamburger Lars Wichert (M40-44), nachdem er Ende August beim Training von einem Motorrad angefahren wurde und seinen Start in Nizza verletzungsbedingt absagen musste.

Die Strecke: Anspruchsvolle 90 Radkilometer durch die Seealpen

Die IRONMAN 70.3 WM beginnt mit einer 1,9 km langen Schwimmrunde im Mittelmeer. Start und Schwimmausstieg befinden sich an der Plage des Ponchettes unmittelbar an der Promenade von Nizza. Von dort führt der Kurs hinaus ins offene Wasser der Côte d’Azur.

Die entscheidende Selektion dürfte anschließend auf der 90 km langen Radstrecke durch die Alpes-Maritimes fallen. Auf dem Ein-Runden-Kurs geht es von Nizza ins bergige Hinterland. Die größte Herausforderung ist der Anstieg zum Col de Vence, dessen Passhöhe nach ca. 30 km erreicht wird. Nach einer kurzen Abfahrt steigt die Strecke noch bis zur 45 km Marke an, bevor die Strecke zurück Richtung Mittelmeer und zur Promenade des Anglais führt. Der anspruchsvolle Kurs mit seinen 1250 Höhenmetern und technisch fordernden Passagen dürfte insbesondere im Profirennen erheblichen Einfluss auf den Rennverlauf haben.

Zum Abschluss wartet ein schneller Halbmarathon über zwei Runden. Die 21,1 km lange Laufstrecke verläuft flach entlang der berühmten Promenade des Anglais direkt am Mittelmeer, wo der Wind durchaus Einfluss nehmen kann.

Die Startzeiten:

Sa. 12.09.: 7:00 Uhr PRO-Frauen
So. 13.09.: 7:00 Uhr PRO-Männer

Im Anschluss starten jeweils die Agegrouper im Rolling-Start-Verfahren

Das Wetter in Nizza:

Sommerlich warm wird es am Wochenende in Nizza. Die Frühwerte liegen bei knapp unter 20 Grad-Marke. Die Tageshöchstwerte sollen knapp unter der 30 Grad-Marke liegen. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei nur 5-10%. Das Mittelmeer hat derzeit eine Wassertemperatur von 27 Grad.

Liveübertragung:

Die deutschen Triathlon-Fans dürfen sich auf die Liveübertragung auf sportschau.de freuen. Es kommentiert Dirk Froberg. Als Expertin bzw. Experte sind Daniela Kleiser und Jan Stratmann am Mikrofon.

IRONMAN streamt die 70.3 WM-Rennen an beiden Tagen über seinen Youtube-Channel. Die Live-Coverage beginnt um 6:30 Uhr MESZ. Kommentiert wird der Stream von Mirinda Carfrae, Daniela Ryf und Craig Alexander. Eindrücke von der Strecke gibt es von Laura Siddall und James Cunnama.

 

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