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IRONMAN 70.3 WM Nizza: Knibb zum vierten Mal Weltmeisterin, Philipp Sechste

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Taylor Knibb hat mit einer Galavorstellung ihren vierten IRONMAN 70.3 WM-Titel nach 2022, 2023 und 2024 gewonnen. Die 28-jährige US-Amerikanerin triumphierte bei der IRONMAN 70.3 World Championship in Nizza (1,9 km Schwimmen, 93 km Radfahren, 21,1 km Laufen in 4:19:24 Stunden überlegen vor den beiden Schweizerinnen Julie Derron (4:23:30) und Alanis Siffert (4:25:10). Laura Philipp (4:27:28), die nach dem Schwimmen einem größeren Rückstand hinterherfahren musste, platzierte sich als beste deutsche Proathletin auf Rang sechs. Caroline Pohle (4:30:53) folgte auf Platz zehn.
Ironman 70.3 WM Nizza 2026 Siegerin Taylor Knibb
Zum vierten Mal IRONMAN 70.3 Weltmeisterin: Taylor Knibb triumphiert mit Kursrekord in Nizza – Bildrechte: Petko Beier

Die Britin Sophie Evans kam nach 25:59 min aus den warmen Fluten des Mittelmeers. Innerhalb von 25 Sekunden folgten zwölf weitere Athletinnen in die T1. Erste Verfolgerin war Lena Meißner (+0:02), direkt dahinter Kirsten Kasper, Taylor Knibb (beide USA), Imogen Simmonds, Alanis Siffert (beide SUI), Audrey Merle (FRA) und Marta Sanchez (ESP). Mit der ersten Schwimmgruppe kamen auch die beiden Leipzigerinnen Bianca Bogen und Caroline Pohle aussichtsreich aus dem Wasser.

Philipp verliert drei Minuten auf die Spitze

Es verging eine gute Minute, bis die weiteren Mitfavoritinnen durch die lange Wechselzone zu ihren Rädern liefen. Die Schweizerin Julie Derron und die Französin Marjolaine Pierre (+1:31 min) kamen als Duo Seite an Seite. Dahinter folgten Paula Findlay (CAN/+1:36), Kat Matthews (GBR) und Solveig Lovseth (NOR). Einen deutlichen Rückstand bekam Laura Philipp aufgebrummt, die mit 3:05 min Rückstand auf die Spitze ins Radfahren startete.

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Die Knibb-Show beginnt

Die Spitzengruppe blieb auf den ersten flachen Kilometern entlang der Promenade des Anglais zusammen. Als die ersten Wellen anstanden, war es Knibb, die das Zepter wie gewohnt in die Hand nahm. Nur Siffert konnte der US-Amerikanerin folgen. Die Roth-Siegerin musste allerdings schnell einsehen, dass Knibb eindeutig mehr Watt pro Kilogramm auf die Pedale brachte. Knibb zog allein in Richtung Col de Vence davon. Dahinter bildete sich eine erste Verfolgergruppe mit Siffert, Simmonds, Meißner und Merle, die nach gut 20 gefahrenen Kilometern bereits knapp über zwei Minuten zurücklag.

Philipp machte zwar einige Plätze gut, musste aber weiteren Rückstand hinnehmen und ging mit über fünf Minuten Rückstand in die Kletterpartie in Richtung Col de Vence.

Sechs Minuten Vorsprung am Col de Vence

An der Spitze wuchs Knibbs Vorsprung immer weiter an. An der Passhöhe des Col de Vence war die Lücke zur ersten Verfolgerin Siffert auf über sechs Minuten angewachsen. Die kletterstarke Schweizerin hatte mit Merle noch eine Mitstreiterin. Simmonds (+6:49), Meißner (+7:40) und Findlay (+8:06) waren die nächsten Athletinnen, die sich in die nun folgende lange Abfahrt stürzten.

In der kurvenreichen Abfahrt ging Knibb verständlicherweise kein allzu großes Risiko ein und büßte so etwas von ihrem Vorsprung ein. Trotzdem nahm sie noch gut fünf Minuten mit auf die technisch wieder einfacheren finalen 20 Radkilometer.

Ganz anders Marjolaine Pierre. Die Französin fuhr in der Abfahrt vom sechsten auf den zweiten Platz nach vorne und ging knapp vor Siffert und Simmonds ins Radfinale. Merle hatte hingegen Zeit verloren und fuhr beim 70,7-km-Zeitmesspunkt nun direkt vor Lena Meißner (+6:57). Hinter der IRONMAN-Europameisterin von 2025 folgte ein hochdekoriertes Trio mit Lovseth, Matthews und Philipp (+8:21).

Pierre fährt auf Platz zwei nach vorne

Bis in die neu gestaltete zweite Wechselzone am Jachthafen von Nizza kam Pierre noch einige Sekunden näher an Knibb heran. Trotzdem betrug der Vorsprung immer noch 4:42 min. Als Nächstes wechselten Simmonds (+5:23) und Siffert (+5:34) in die Laufschuhe. Zweieinhalb Minuten dahinter führte Lovseth eine lang gezogene neunköpfige Gruppe an: Neben der Norwegerin starteten so auch Matthews, Merle, Derron, Findlay, Sanchez und ein deutsches Trio mit Philipp, Meißner und Pohle mit Podiumschancen in den Halbmarathon.

Knibb souverän – Derron mit Aufholjagd

Für Taylor Knibb wurden die 21,1 Laufkilometer zum Triumphlauf. Sie konnte ihren Vorsprung gekonnt verwalten. Mit ihrer Siegerzeit von 4:19:24 Stunden war sie zudem dreieinhalb Minuten schneller unterwegs als Daniela Ryf bei ihrem WM-Sieg im Jahr 2019 – und dies trotz der im Vergleich etwas längeren Radstrecke.

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Richtig spannend wurde es dahinter im Fight um die beiden noch zu vergebenden Podiumsplätze. Zunächst musste Pierre noch in der ersten der beiden Laufrunden trotz der lautstarken Unterstützung der heimischen Fans ihren zweiten Platz an Siffert abgeben. Diese Konstellation sollte nur kurz Bestand haben, da von hinten Julie Derron mit schnellen Schritten heranflog. Nach zwölf Kilometern zog die Olympia-Zweite von Paris 2024 vorbei und machte den 70.3-WM-Silberrang mit einem Halbmarathon in 1:13:04 Stunden perfekt.

Siffert bot ihrerseits nun die letzten Kräfte auf, um die von hinten immer näher herankommende Solveig Lovseth noch auf Distanz zu halten. Als am Hotel Negresco der finale Kilometer eingeläutet wurde, sah sich die Westschweizerin gleich mehrmals um, ob der Vorsprung auf die laufstarke Norwegerin noch reichen würde. Er reichte, und Alanis Siffert konnte mit einem Lächeln im Zielkanal sogar noch die Hände der Fans abklatschen.

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Solveig Lovseth folgte als Vierte vor Marjolaine Pierre und Laura Philipp, die auf den letzten Kilometern noch Imogen Simmonds (7.) überholen konnte. Hinter der Schweizerin komplettierten Audrey Merle, Paula Findlay und Caro Pohle die Top Ten.

Die Platzierungen der weiteren Deutschen

Bianca Bogen beendete das WM-Rennen auf Rang 18. Lena Meißner verlor beim Laufen viel Zeit und finishte auf Rang 25, knapp vor Anne Büttner (26.). Sarah Schönfelder belegte Rang 31.

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