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Ironman 70.3 Zell am See: Fabian Kraft gewinnt überlegen

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Fabian Kraft hat die 2025er Ausgabe des Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun gewonnen. Der in Saarbrücken lebende Profitriathlet durfte nach 3:44:31 Stunden seinen zweiten Ironman 70.3-Sieg der Karriere feiern, nachdem er Anfang Juli bereits in Schweden die Ironman 70.3 EM für sich entschied. Hinter dem Deutschen sicherten sich der Luxemburger Gregor Payet und Nick Thompson aus Australien die Ränge zwei und drei. Dem Freiburger Lasse Nygaard Priester fehlte auf Rang vier nur eine knappe halbe Minute aufs Podium. Bei den Frauen dominierte die Britin Kat Matthews, die in 4:08:50 Stunden einen neuen Kursrekord aufstellte. Beste deutsche Athletin war Laura Jansen auf Rang vier.
Fabian Kraft Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun 2025
Fabian Kraft gewinnt den Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun 2025 – Bildrechte: Jasmin Walter/Getty Images for IRONMAN

Am Filzensattel wurde vorsortiert

Fabian Kraft kam schon an den Fersen von Schwimm-Leader Jannik Schaufler aus dem Zeller See. Zunächst formierte sich auf dem ersten flachen Radabschnitt eine gut zehnköpfige Spitzengruppe, bevor sich in der Auffahrt zum Filzensattel das Feld sortierte. Der US-Amerikaner Kevin McDonald versuchte sich abzusetzen, doch die bergfesten Konkurrenten konterten. Kraft, Priester, Schaufler, Payet Simon Vian (FRA) und Cameron Main (GBR) ließen den US-Amerikaner nicht davonziehen. Zurück im Tal, wo der Radkurs durch Zell am See in Richtung Kaprun und wieder retour verlief, blieb die nun verkleinerte Spitzengruppe zusammen. Kraft fuhr in 2:06:33 Stunden die beste Radzeit und eröffnete den Halbmarathon ebenso gleich richtig offensiv.

Fabian Kraft läuft einfach davon

Sofort ging eine Lücke auf und nur McDowell und Payet konnten anfangs den Rückstand einigermaßen in Grenzen halten. Nach der Hälfte der Distanz war Kraft, der in der Triathlon-Bundesliga für den DSW12 Darmstadt startet, aber bereits über eine Minute enteilt. Am Ende betrugt der Vorsprung auf den zweitplatzierten Gregor Payet über zweieinhalb Minuten. Die Siegzeit von 3:44:31 Stunden bedeutete zudem eine neue Kursbestzeit. Die Bestmarke lag zuvor bei 4:46:04, die Mika Noodt im Vorjahr aufstellte.

Mit einem starken Lauf sicherte sich der Aussie Nick Thompson Rang drei vor Lasse Nygaard Priester. Main und McDowell, die lange Zeit ebenfalls ums Podium mitkämpften, kamen dahinter auf den Rängen fünf und sechs ins Ziel. Während Jannik Schaufler durch einen schwachen Lauf bis auf Rang 14 zurückfiel, schafften mit Justus Töpper (9.) und Jonas Hoffmann (10.) zwei weitere Deutsche den Sprung in die Top Ten.

Fünfter deutscher Männersieg in Serie in Zell am See

Mit dem Sieg von Fabian Kraft hält die deutsche Männerserie in Zell am See weiter an. Seit dem Jahr 2021 gibt es nun fünf deutsche Siege in Serie: Jan Stratmann (2021), Fredric Funk (2022/2023) und Mika Noodt (2024).

Anne Reischmann mit DNS

Bei den Frauen bekam die Hoffnung auf den dritten deutschen Sieg in Serie nach Daniela Bleymehl (2023) und Caroline Pohle (2024) bereits vor dem Start einen Dämpfer. Anne Reischmann sagte kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen ihren Start ab.

Die in Topform angetretene Kat Matthews hätte heute aber wohl auch Reischmann nur von hinten gesehen. Die Britin setzte sich auf dem Radkurs zusammen mit der Österreicherin Lisa Perterer ab und fuhr bis in die T2 fast vier Minuten Vorsprung auf die ersten Verfolgerinnen Solveig Lovseth (NOR) und Nina Derron (SUI) heraus. Die Heidelbergerin Laura Jansen wechselte als Fünfte mit fast sieben Minuten Rückstand in die Laufschuhe.

Kat Matthews macht beim Laufen alles klar

Auf der Laufstrecke war Matthews an der Spitze bald als Solistin unterwegs. Wie ein Uhrwerk spulte die 34-Jährige die Kilometer herunter und stellte nach 4:08:50 Stunden einen neuen Streckenrekord (zuvor 4:11:34 von Daniela Ryf/2015) auf. Lisa Perterer (4:12:36) durfte sich vor heimischem Publikum für Rang zwei feiern lassen. Die Norwegerin Solveig Lovseth (4:15:57) folgte auf Rang drei. Laura Jansen konnte fünf Kilometer vor dem Ziel noch die Schweizerin Nina Derron einsammeln und sich so Rang vier sichern. Als zweitbeste deutsche Proathletin platzierte sich Sarah Schönfelder auf Platz elf.

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