
Angert ging sein finales Saisonrennen beim Schwimmen äußerst offensiv an. Nach nur 37:42 min stieg der 33-Jährige, wohl stark strömungsbegünstigt, aus dem Tennessee-River. Direkt an seinen Fersen folgten Pieter Heemeryck (BEL), Quentin Barreau (FRA) und Jesper Svensson (SWE).
Svenningsson und Wurf fahren unter vier Stunden
Allerdings hatte Angert die Spitzenposition nicht lange inne. Er fiel bereits auf der ersten der drei Wendepunktradrunden bis auf Rang sieben zurück und lag drei Minuten hinter der Spitze, die Heemeryck innehatte. Zudem schoben sich Rasmus Svenningsson und Cameron Wurf auf dem welligen Radkurs (1.500 Hm) immer weiter nach vorne. Nach der Hälfte der Raddistanz lagen die beiden zusammen mit Heemeryck und Svensson an der Spitze. Angert fuhr in der ersten größeren Verfolgergruppe, in der mit dem Gießener Vincent Größer noch ein weiterer Deutscher vertreten war. (+5:19).
Nachdem Heemeryck die Führung abgeben musste und anschließend weit durchgereicht wurde, fuhren Svenningsson und Wurf als Spitzenduo in die T2 – beide mit einen 3:59er Bikesplit. Mit knappem Abstand folgte Svensson (+1:17) in die Laufschuhe und auch der US-Amerikaner Trevor Foley (+2:56) lag bestens positioniert für eine Aufholjagd. Das deutsche Duo Größer/Angert wechselte auf den Positionen acht und neun (+11:20) in den Marathon.
Packender Dreikampf an der Spitze
In der ersten der zwei Laufrunden spitzte sich der Rennverlauf zu. Foley schloss die Lücke und kurzzeitig lag ein Trio an der Spitze. Nach der Halbmarathonmarke bekamen dann aber sowohl Wurf und Foley Probleme und mussten Svenningsson ziehen lassen. Der 32-jährige Schwede ließ sich die Chance auf den dritten IRONMAN-Sieg der Karriere nun nicht mehr nehmen. Dahinter hielt Wurf Foley in Schach und sicherte sich als Zweiter auch den zweiten zu vergebenden IRONMAN Hawaii-Slot.
Für Florian Angert ging es im Marathon noch bis auf Rang sechs nach vorne und auch Vincent Größer kam bei seinem ersten Profi-IRONMAN als Neunter noch in die Top Ten.
Anna Pabinger lange in Lauerstellung
Bei den Frauen führte nach dem Schwimmen die bis dato unbekannte US-Amerikanerin Kayla Pokorny. Auf dem Rad machte dann die Britin Simone Mitchell den Move nach vorne und führte nach 90 km knapp vor der Kanadierin Danielle Fauteux (+0:47) und der US-Amerikanerin Jodie Robertson (+1:06). Sehr aussichtsreich auf Rang vier lag zu diesem Zeitpunkt bereits auch Anna Pabinger (+3:09).
Im weiteren Verlauf fuhr Fauteux die Lücke zu Mitchell zu und auch Robertson zog nach. Mit knappem Abstand erreichten die drei dann die T2. Pabinger lag mit gut fünf Minuten Rückstand immer noch in Schlagdistanz.
Für Mitchell war das Rennen allerdings bald beendet. Die Britin wurde disqualifiziert, nachdem sie eine Zeitstrafe nicht ordnungsgemäß abgesessen hatte. Die Nutznießerin war zunächst Robertson, die bis zur 15 km-Marke an der Spitze lag. Doch dann flog Anna Pabinger heran. Die 36-jährige Österreicherin, die vor vier Wochen die Mitteldistanz beim Austria Triathlon Podersdorf für sich entschied, lief deutlich schneller als ihre Konkurrentinnen und ging bereits mit über sechs Minuten Vorsprung auf die finalen 10 Laufkilometer. Bis ins Ziel vergrößerte sich der Vorsprung (Siegzeit: 8:38:55 Stunden) auf die zweitplatzierte Jodie Robertson (8:54:39) bis auf über eine Viertelstunde. Rang drei ging an Danielle Fauteux (9:01:56).
Magnus Männer auf Rang acht beim IRONMAN 70.3 Augusta
Mit einem Profeld ging am Sonntag auch der IRONMAN 70.3 Augusta im US-Bundesstaat Georgia über die Bühne. Bei den Männern gab es dabei ein reines US-Podium. Es siegte Jason West (3:35:05) vor Ari Klau (3:37:19) und Kevin McDonald (3:38:26). Für deine deutsche Top Ten Platzierung sorgte Magnus Männer, der Achter wurde.
Bei den Frauen setzte sich die Kanadierin Paula Findlay (4:07:32) vor den beiden US-Amerikanerinnen Grace Alexander (4:04:43) und Lydia Russell (4:10:07) durch.










