
Ursprünglich zählte dazu auch Patrick Lange, der erstmals in seiner Karriere den schnellen Kurs auf Cozumel über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen in Angriff nehmen wollte. Der dreimalige IRONMAN-Weltmeister gab allerdings vor einigen Tagen seine Startverzicht bekannt. Als Grund nannte der 39-Jährige einen plötzlich aufgetretenen Magen-Darm-Virus, der eine Behandlung mit Antibiotika notwendig machte. Lange verabschiedete sich deshalb ohne weiteren Renneinsatz in die Saisonpause. Da mit Sam Long, der erst am letzten Sonntag beim IRONMAN Arizona mit Rang zwei das Kona-Ticket gelöst hatte und immer noch auf den angekündigten Nachwuchs wartet, auch die Startnummer zwei der Meldeliste fehlen wird, führt das Feld nun sein US-amerikanischer Landsmann Matthew Marquardt an. Konkurrenz bekommt Marquardt auf dem pfeilschnellen Kurs vor allem aus Europa. So dürften u.a. Henrik Goesch (FIN), Jon Breivold (NOR), Daylan Magnien und Arthur Horseau (beide FRA) vorne mitmischen.
Paul Schuster der aussichtsreichste Deutsche
Die deutschen Hoffnungen ruhen nach dem Startverzicht von Patrick Lange vor allem auf Paul Schuster. Der Darmstädter, der bei der IRONMAN WM in Nizza Anfang September nicht über Rang 34 hinauskam, dürfte beste Erinnerungen an Cozumel haben. Vor vier Jahren schaffte er dort als Dritter den Sprung aufs Podium.
Die weiteren gemeldeten deutschen Pros sind: Andreas Dreitz, Marc Eggeling, Jesse Hinrichs und Nick Emde. Nicht am Start stehen wird Dominik Sowieja, der aktuell noch in der Startliste auftaucht. Der Schwarzwälder hat sich ebenfalls bereits in die Off-Season verabschiedet.
Lisa Perterer die Topfavoritin – kann Leonie Konczalla nochmal an ihre Hawaiiform anknüpfen?
Das Feld der Frauen wird von der Vorjahreszweiten Lisa Perterer angeführt. Die Österreicherin hatte sich zuletzt schon auf Cozumel in der Hitze vorbereitet und ging nach dem Startverzicht bei der IRONMAN 70.3 WM in Marbella am letzten Samstag beim T100-Rennen in Dubai an den Start, wo sie Siebte wurde.
Neben der Hawaii-Fünften dürften auf die Podiumsplätze und die Kona-Slots vor allem ihre Landsfrau Anna Pabinger, die Ende September beim IRONMAN Chattanooga als Siegerin für eine Sensation sorgte, Danielle Lewis (USA) und Sara Svensk (SWE) gute Chancen haben. Gleiches gilt für Leonie Konczalla. Die Hamburgerin, die beim IRONMAN Hawaii mit ihrem neunten Platz zu den großen Gewinnerinnen zählte, will es unter ähnlichen klimatischen Bedingungen ebenfalls noch einmal wissen. Die zweite Deutsche im Profifeld ist Lisa Gerß.










