
IRONMAN Frankfurt 2026: Die Bilder vom Schwimmen …
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Eine Rekordwassertemperatur von 29,1 Grad waren die Rahmenbedingungen für den Schwimmauftakt Langener Waldsee. Dementsprechend war „Überhitzung“ auch schon in der Auftaktdisziplin ein Thema. Von angepasstem Pacing war zumindest bei den Pros anfangs nicht viel zu sehen. Die schnellen Schwimmer um Jamie Riddle (RSA), Kacper Stepniak (POL) und Vincent Luis (FRA) drückten am Anfang voll aufs Tempo. So gab es schon zum Australien Exit nach 1,5 km eine lange Perlenschnur, in der hinter den ersten 25 Athleten erste Lücken entstanden. Auf der zweiten Schleife blieb das Tempo dann konstant. Riddle (49:16 min) kam als Führende aus dem Wasser, konnte aber keinen Vorsprung herausschwimmen. 20 Athleten folgten dahinter im Sekundenabstand, darunter ein deutsches Quartett mit Willy Hirsch, Jan Stratmann, Finn Große-Freese und Paul Schuster. Dort mittendrin dabei war auch Stornes, während Iden eine halbe Minute Rückstand hinnehmen musste.
Guerbeur spannt sich vor die Favoriten
Auf dem Rad dividierte sich das Feld auf den ersten 30 km über das Maintal hinaus in die Wetterau deutlich auseinander. Der Franzose Nathan Guerbeur war dabei der Taktgeber. Mit einige Sekunden Abstand folgten Riddle, Benito Lopez und Iden, der seinen kleinen Schwimmrückstand egalisiert hatte. Stratmann und Hirsch verpassten in diesem Abschnitt den Anschluss an die Spitze und reihten sich bei den nächsten Verfolgern ein.
Als es nach 70 km in Frankfurt-Downtown in die zweite Runde ging, hatte Guerbeur seine Verfolger um 30 Sekunden distanziert. Zu diesen waren mittlerweile Ruben Zepuntke und auch Nick Emde dazugestoßen. Als sich das Thermometer dann der 30 Grad-Marke annäherte und es durch die morgendlichen Regenschauer immer drückender wurde, gingen die Lücken deutlicher auf. Guerbeur machte an der Spitze sein Solo weiter und dahinter kristallisierte sich ein Verfolgertrio mit Stornes, Iden und Riddle heraus. Zepuntke und auch Emde bezahlten nun für ihre Aufholjagd und mussten sich im Bereich von Hirsch und Stratmann einreihen, die in der nächsten Verfolgergruppe fuhren.
Heißes Finale am Main – Stornes und Iden souverän
Nathan Guerbeur bog auch als Erster auf den Mainkai ein, um seine Zeitfahrmaschine in der T2 gegen die Laufschuhe einzutauschen. Es dauerte eine gute Minute, bis die dreiköpfige Verfolgergruppe mit Stornes, Iden und Riddle folgte. Mit +3:20 min Abstand führte Benito Lopez dahinter eine Sechsergruppe an, in der neben Stepniak ein deutsches Quartett mit Stratmann, Emde, Hirsch und Zepuntke vertreten war. Der mitfavorisierte Luis wechselte mit +5:04 min an Position 13, noch etwas weiter zurück lag Magnus Ditlev (15./+5:15).
Benito Lopez nutzt die Chance aufs Podium
Guerbeur kam auf den ersten Kilometern noch sehr ordentlich in den Halbmarathon rein. Trotzdem lag ihm schnell Stornes im Nacken. Der amtierende IRONMAN-Weltmeister wandelte die 1:11 min Rückstand schon in der ersten der beiden Laufrunden in einen Vorsprung von 1:16 min um. Schon zu diesem Zeitpunkt sah der 29-jährige Norweger wie der sichere Sieger aus. Sein Schritt war leicht und die weiter steigenden Temperaturen schienen ihn nicht wirklich zu behindern. Deutlich angestrengter war die Konkurrenz unterwegs. Vor allem Guerbeur litt nun sichtlich und wurde weiter durchgereicht. Bis auf Rang acht sollte der 30-jährige Franzose noch zurückfallen. Iden lief nach der Hälfte der Laufdistanz sicher auf Rang zwei, während Rang drei noch vakant war. Zunächst mischte Riddle noch ums Podium mit, bis er auf Rang sieben zurückfiel. Die Gunst der Stunde nutzte Antonio Benito Lopez. Der Spanier vom Bianchi Triathlon Team schüttelte auf den finalen Kilometern seinen Mitstreiter Kacper Stepniak ab und lief hinter dem Norweger-Duo auf Rang drei. Stepniak folgte als Vierter vor Vincent Luis, der mit einem guten Lauf noch von Rang 13 auf Rang fünf nach vorne lief.
Stratmann kann für Kona planen
Ohne Podiumschancen war Jan Stratmann, der aber alles reinlegte, um sich das Kona-Ticket zu sichern. Als Zehnter und bester deutscher Pro löste der Hennefer den fünften der sechs zu vergebenden Slots. Willy Hirsch wurde Zwölfter. Der Hallenser konnte dies gelassen hinnehmen, da er sich das WM-Ticket schon mit dem Sieg beim IRONMAN Brasilien gesichert hatte.
Die sechs Kona-Slots gehen nach derzeitigem Stand an: Antonio Benito Lopez (3.), Kacper Stepniak (4.), Jamie Riddle (7.), Nathan Guerbeur (8.), Jan Stratmann (10.) und Magnus Ditlev (11.).







