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IRONMAN Lanzarote: Sam Laidlow gelingt Start-Ziel-Sieg in Rekordzeit, Patrick Lange Zweiter

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Sam Laidlow hat den Club La Santa IRONMAN Lanzarote 2026 gewonnen und dabei in 8:03:40 Stunden einen sensationellen Kursrekord aufgestellt. Der 27-Jährige lag über die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen vom Start weg in Führung und darf sich neben dem Eintrag in die Rekordlisten vor allem über die geglückte Validierung seines Kona-Startrechts freuen. Gleiches gilt für Patrick Lange (8:12:29), dem im Marathon mit einem neuen Laufstreckenrekord (2:33:43) eine sensationelle Aufholjagd gelang, die erst auf Rang zwei ihr Ende fand. Rang drei sicherte sich der Spanier Jordi Montraveta Moya (8:16:16). In der Frauenkonkurrenz gab es eine One-Women-Show der Topfavoritin Lucy Charles-Barclay, die in 9:15:39 Stunden zum dritten Mal nach 2017 und 2025 an den Avenida de las Playas in Puerto del Carmen triumphierte.
Sam Laidlow
Sam Laidlow: Sieg in Rekordzeit beim Club La Santa IRONMAN Lanzarote 2026 – Bildrecht: Petko Beier | petkobeier.de

So verlief das Männerrennen

Wie zu erwarten, zog Sam Laidlow beim Schwimmauftakt vor dem Playa Grande von Puerto del Carmen allein davon. Nach der ersten der zwei Schwimmrunden hatte er seine Verfolger, die der Niederländer Niek Heldoorn anführte, bereits etwas distanziert. Patrick Lange hatte als Vierter eine Dreiviertel Minute Rückstand. Heldoorn erwies sich in der zweiten Runde als gleichwertiger Gegner und hielt Kontakt zu Laidlow, der nach 48:16 min als Erster aus dem Wasser stieg. Der Niederländer folgte mit nur 14 Sekunden Rückstand. Gut hielt sich auch Lange, der an Position vier mit +1:07 min Abstand ins Wechselzelt stürmte, gleichauf mit Vorjahressieger Dylan Magnien (später mit DNF). Die weiteren Podiumsanwärter um Leon Chavalier (FRA) und Jordi Montraveta Moya (ESP) lagen jenseits der vier Minuten-Marke zurück.

Französisches Trio führt das Rennen an

Auf dem Rad schüttelte Laidlow schon auf den ersten ansteigenden Kilometern in Richtung Yaiza Heldoorn deutlich ab. Es war Laidlows Landsmann Damien le Mesnager, der sich auf der Fahrt durch den Timanfaya Nationalpark als erster Verfolger avancierte. Ebenfalls gewohnt stark auf dem Rad präsentierte sich Chevalier, der sich an Position drei einreihte und die französische Dreifachführung komplett machte. Knapp hinter Cevalier überquerte Patrick Lange (+11:33 min) nach knapp 100 km das Mirador del Haria und stürzte sich in die kurvenreiche Abfahrt.

Laidlow pulverisiert Radrekord – Lange verliert den Anschluss

Chevalier sollte anschließend auf dem Weg zum Mirador del Haria und zurück in Richtung Teguise nicht der einzige Athlet bleiben, der an Lange vorbeizog. Der Deutsche fiel bis zur 160 km-Marke bis auf Position neun zurück und hatte auf Leader Laidlow annähernd 20 min verloren. Der führende Franzose war da schon fast zurück in Puerto del Carmen. Nach nur 4:27:52 Stunden stiegt der 27-Jährige vom Rad und verbesserte den zwei Jahre alten Radrekord des Australiers Cameron Wurf (4:37:59) um fast zehn Minuten.

Mesnager (+10:20) und Chevalier (+15:19) schnürten hinter Laidlow die Laufschuhe. Dann tickte die Uhr für Lange. Der dreimalige IRONMAN Hawaii-Sieger verlor auf den finalen Radkilometern keine weitere Zeit und ging als Neunter (+19:19) auf die finalen 42,2 km.

Lange findet seinen Running-Flow

Laidlow ging den Marathon kontrolliert an. Beim ersten Wendepunkt nach 10 km in Playa Honda war der Vorsprung auf Mesnager und Chevalier weiter konstant. Der schnellste Läufer war zu diesem Zeitpunkt Patrick Lange, der auf dem Rückweg in Richtung Puerto del Carmen auf die Überholspur wechselte. Nach 15 km lag der 39-Jährige schon an Position drei und machte nun auch zeitlich Boden auf die Spitze gut.

Allerdings nahm Laidlow immer noch satte 13 min. Vorsprung in die zweite Marathonhälfte. Der IRONMAN-Weltmeister gab sich auch jetzt keine Blöße und behielt in de Nachmittagshitze von Lanzarote einen kühlen Kopf. In 8:03:40 Stunden unterbot Sam Laidlow den Kursrekord seines Landsmann Arthur Horseau (2023: 8:22:31) um fast 20 Minuten. Und auch für Patrick Lange gab es noch einen Rekord, der sich noch vor der 30 km-Marke an Mesnager vorbei auf Rang nach vorne schob. Mit seinem 2:33er Marathon trug er sich in die Rekordliste ein und validierte als Zweiter wie Sieger Laidlow auch souverän die Kona-Quali. Dahinter ging es für Montraveta-Moya, nach Rang zwei im Vorjahr, als Dritter erneut aufs Podium.

Ironman Lanzarote 2026 Männerpodium
Die Top-Guys des Club La Santa IRONMAN Lanzarote 2026: Patrick Lange, Sam Laidlow und Jordi Montraveta Moya (v.l.) – Bildrechte: Club La Santa

Einen kompletten Einbruch erlebte Leon Chevalier. Der Hawaii-Vierte von 2024 fiel noch auf Rang zehn zurück und kam nur knapp vor dem zweitbesten deutschen Athleten Vincent Größer ins Ziel.

Das Frauenrennen: Lucy Charles-Barclay im Solo zum dritten IRONMAN Lanzarote-Sieg

Einmal mehr war Lucy Charles-Barclay beim Schwimmauftakt in ihrem Element. Nur ihre beiden Landsfrauen Molly Savill und Stephanie Clutterbuck konnten beim Australian Exit nach 1,9 km ihren Rückstand noch unter zwei Minuten halten. In der zweiten Runde ging die Lücke noch weiter auf. Die führende Britin kam nach 47:02 min aus dem Wasser und hatte das Savill/Clutterbuck (+3:54) deutlich distanziert. Mit Nina Derron (+7:40) kam als Vierte eine weitere potenzielle Podiumsanwärterin aus dem Atlantik. Julia Skala wechselte als Neunte und blieb mit 59:26 min ganz knapp unter der Ein-Stunden-Marke.

Charles-Barclay sollte nun eine 180 km lange Alleinfahrt quer durch Lanzarote vor sich haben. Nur Nina Derron hielt als erste Verfolgerin auf der Fahrt in den Inselnorden den Rückstand unter der 10-Minuten-Marke. Trotz eines kurzem Komplettstopps an der Aidstation auf dem Mirador del Rio blieb der Vorsprung der führenden Britin auch nach der 100 km Marke bei über acht Minuten auf Derron. Stark nach vorne gearbeitet hatte sich an der Zeitnahme bei 137 km auch Norseman-Siegerin Julia Skala (+22:20), die als Fünfte den Rückweg nach Puerto del Carmen in Angriff nahm.

Bis in die T2 baute Charles-Barclay den Vorsprung auf Derron auf gut zehn Minuten aus. Dritte war zum Start in den Marathon mit Rebecca Anderbury (+11:21) eine weitere Britin. Julia Skala (+24:09) und Marit Lindemann (+32:01) wechselten als Fünfte bzw. Achte in die Laufschuhe.

An der Spitze ließ Lucy Charles-Barclay bei ihrem ersten großen Belastungstest nach der überstandenen Unterschenkel-OP einen 3:01er Marathon folgen. Ihr dritter IRONMAN Lanzarote-Sieg (9:15:39) nach 2017 und 2025 war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Spannend wurde es zwischenzeitlich um Rang zwei, da Anderbury zwischenzeitlich Derron überholte, dann aber ihrerseits einbrach. Julie Derron zog wieder vorbei und sicherte sich in 9:42:02 Stunden Rang zwei. Anderburys Einbruch war noch nicht zu Ende und so zog auf den finalen Kilometern auch noch die Französin Nikita Paskiewiez (9:47:36) vorbei. Für Anderbury bleib nur der undankbare vierte Platz.

Ironman Lanzarote 2025 Frauenpodium
Die Top-Girls des Club La Santa IRONMAN Lanarote 2026: Nina Derron, Lucy Charles-Barclay und Nikita Paskiewiez (v.l.) – Bildrechte: Club La Santa

Richtig gut verlief der Marathon hingegen für Marit Lindemann. Mit einem 3:09er Laufzeit konnte sich die Unnaerin noch bis auf Rang fünf nach vorne schieben. Julia Skala stieg nach der 15 km-Marke aus.

Agegrouper: Christian Störzer der Schnellste – fünf deutsche AK-Siege

Der Reutlinger Christian Störzer, der zur Saison 2026 seine dreijährige Profiphase beendet hat, war in 8:47:47 Stunden der schnellste aller 954 männlichen Agegroup-Athleten, die die Finishline an der Avenida de las Playas erreichten. Der IRONMAN Agegroup Overall-Weltmeister von 2022 hätte sich damit auf Rang neun in der Profiwertung platziert. Seine Agegroup 45-49 gewann er mit der Fabelzeit mit fast einer Stunde Vorsprung.

Weitere deutsche Agegroup-Siege gab es durch David Simon (9:27:02) in der AG35-39 und Wilhelm Schweiger (12:22:30) in der AG65-69.

Zudem gab es zwei deutsche Altersklassen-Siege bei den Frauen. Sophia Trenz (10:50:25) gewann in der AG25-29 und war damit die zweitschnellste aller 115 Agegrouperinnen. Ebenfalls siegreich war Ines Sandbote (12:19:39) in der AG50-54.

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