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IRONMAN: Sam Long gewinnt vor Sanders in La Quinta, Anna Büttner Dritte

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Sam Long hat den IRONMAN 70.3 La Quinta im US-Bundesstaat Kalifornien gewonnen. Der US-Amerikaner setzte sich in einer Laufentscheidung gegen den Kanadier Lionel Sanders durch, dem mit Rang zwei ein fast perfektes Comeback nach seiner verletzungsbedingten Wettkampfpause gelang. Die Überraschung des Tages war allerdings Anna Büttner aus Minden, die mit einem superstarken Halbmarathon noch auf Rang drei noch vorne lief. Ein weiterer Schauplatz war Australien, wo die letzte IRONMAN-Langdistanz des Jahres 2025 stattfand. Beim IRONMAN Western Australia in Busselton gingen die Siege an die Niederländerin Lotte Wilms (8:30:50 Stunden) und den Briten Cameron Main (7:38:26).
Sam Long
Sam Long gewinnt zum zweiten Mal den IRONMAN 70.3 La Quinta – Bildrechte: Getty Images for IRONMAN

IRONMAN 70.3 La Quinta: Das Sanders-Comeback in der Wüste Kaliforniens

Die große Frage lautete, wie fit ist Lionel Sanders bei seiner Rückkehr ins Renngeschehen. Bei dem 37-jährigen Kanadier war im Frühsommer ein Ermüdungsbruch am Kreuzbein diagnostiziert worden, wodurch er beide IRONMAN WM-Rennen verpasste.

Der Schwimmauftakt gehörte beim IRONMAN 70.3 La Quinta noch den Außenseitern, bevor sich auf dem Radkurs durch die kalifornische Wüste die bekannten Namen in Szene setzten. Der US-Amerikaner Sam Long und die beiden Kanadier Jackson Laundry und Lionel Sanders fuhren in einer Spitzengruppe, zu der auch noch Carter Stuhlmacher (USA) und Federico Scarabino (URU) zählten.

Nachdem Stuhlmacher zurückfiel, erreichte ein Quartett die T2. In den Laufschuhen selektierte sich das Feld weiter. Long und Sanders gaben für einige Kilometer als Spitzenduo den Takt an. Noch vor der 10 km-Marke konnte auch Sanders dem Tempodiktat des US-Amerikaners nicht mehr folgen. Sam Long lief in 3:36:26 Stunden ungefährdet zu seinem zweiten Sieg in La Quinta nach 2022.

Dahinter wurde es nochmal eng. Sanders, der das Rennen schon dreimal gewinnen konnte (2018, 2019, 2021), saß fünf Kilometer vor dem Ziel plötzlich Landsmann Laundy wieder im Nacken. Doch Sanders hielt bei seinem Comeback-Rennen dagegen und ließ sich den zweiten Platz (3:39:16) nicht mehr nehmen. Laundry (3:39:39) wurde Dritter.

Anne Büttner mit sensationeller Aufholjagd

Bei den Frauen lagen nach dem Radfahren sogar sechs Athletinnen gleichauf. Die Kanadierin Amelie Kretz ging als Leaderin auf die Laufstrecke, wobei ihr die US-Kurzdistanzspezialistin Kirsten Kasper, die französische Crosstriathletin Solenne Billouin und die Südafrikanerin Jeanni Metzler folgen konnten. Anna Büttner, die bereits im Frühjahr mit Platz acht in Oceanside bei ihrem ersten Profistart überraschte, lag da noch fast acht Minuten hinter der Spitze.

Kretz konnte die Führung auf den ersten Laufkilometern zunächst verteidigen, bevor Kasper vorbeizog und sich nach und nach einen klaren Vorsprung herausarbeitete. Kirsten Kasper siegte bei ihrem Mitteldistanz-Debüt in 4:06:08 Stunden vor Amelie Kretz (4:07:37). Es dauerte keine Minute, dann war auch schon Anna Büttner (4:08:20) im Ziel. Die Athletin aus dem westfälischen Minden, die an der University of San Francisco studiert, lief mit einem 1:14er Halbmarathon von Rang 13 nach dem Radfahren noch bis auf Rang drei nach vorne.

IRONMAN Western Australia: Start-Ziel-Sieg von Lotte Wilms

Lotte Wilms dominierte das als Aisa-Pacific Championship gewertete letzte IRONMAN-Rennen der Saison 2025 vom Start weg. Nach einem Drittel der Raddistanz führte die 41-Jährige bereits mit über fünf Minuten Vorsprung. Deutlich zurück lag zu diesem Zeitpunkt die mitfavorisierte Britin Fenella Langridge, die nach einem in der Rennwoche erlittenen Radsturz gehandicapt an der Startlinie stand. Die „Busso“-Siegerin von 2023 stieg wenig später aus dem Rennen aus.

Wilms konnte so ihren Vorsprung bis ins Radziel auf über zehn Minuten ausbauen. Mit einem 3:07er Marathon lief sie das Rennen sicher nach Hause und feierte den zweiten IRONMAN-Sieg der Karriere, nachdem sie 2023 bereits in Klagenfurt erfolgreich war. Die Ränge zwei und drei gingen mit deutlichem Abstand an die Britin Kate Curran (8:44:50) und Anne-Sophie Pierre (8:46:48).

Die Niederländerin Els Visser (8:52:22) kam bei ihrem Profiabschiedsrennen auf Rang fünf ins Ziel.

Aussscheidungslauf bei den Männern

Eine enge Sache war hingegen das Männerrennen. Acht Athleten stellten nach fast fünf Stunden Wettkampfdauer innerhalb von einer guten halben Minute ihr Rad in der T2 ab. Den Marathon eröffnete der Australier Nick Thompson noch in Führung, bevor schon auf den ersten Laufkilometer Cameron Main die Initiative ergriff. Der aus Schottland stammende Langdistanz-Rookie setzte sich bis zur Halbmarathonmarke eine gute Minute von den ersten Verfolgern um die beiden Aussies Caleb Noble und Mitch Kibby ab.

Main sollte seine Führung bin ins Ziel noch auf komfortable vier Minuten ausbauen. Einen stabile zweite Marathonhälfte gelang auch Noble, der sich in 7:42:43 Stunden Rang zwei sicherte. Für eine kleine Überraschung sorgte der Japaner Jumpei Furuya (7:43:03), der mit knappem Abstand auf Rang drei folgte. In die Top Ten ging es für den Luxemburger Stefan Zachäus (9./7:52:14), der auf dem Rad zur Spitzengruppe zählte.

Simon Huckestein, der als einziger Deutscher im Profeld vertreten war, kam in 8:11:49 Stunden auf Rang 14 ins Ziel.

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