
Jamie Riddle war wie erwartet beim Schwimmen der bestimmende Athlet. Der Südafrikaner kam nach 47:48 min als Leader aus dem knapp 18 Grad warmen Wasser des Indischen Ozeans. Unter den ersten Verfolgern befand sich Florian Angert (+1:50), der so in aussichtsreicher Position auf die Radstrecke starten konnte.
Riddle lange in Führung
Auf den drei Radrunden behielt Riddle, angefeuert von den einheimischen Fans, lange die Führung. Erst in der letzten Runde konnte Marquardt aufschließen und auf den finalen 30 km sogar noch knapp zwei Minuten Vorsprung herausfahren. Wie überlegen die beiden unterwegs waren zeigte sich in den Rückständen der Konkurrenten. Über zehn Minuten vergingen bis die ersten Verfolger Andrew Horsfall-Turner (GBR), Tristan Olij (NED) und Joe Skipper (GBR) ihre Zeitfahrmaschine abstellten. Knapp dahinter wechselten auch der Österreicher Michael Weiss und Florian Angert noch aussichtsreich auf die mögliche Kona-Quali in den Marathon.
Marquardt mit 2:39er Marathon zum Sieg
Auf den vier Laufrunden entlang der Nelson Mandela Bay spielte Marquardt seine Laufstärke gekonnt aus. Der Achtplatzierte der IRONMAN WM 2025 in Nizza, der zudem im Vorjahr die IRONMAN-Konkurrenzen in Cairns und Lake Placid für sich entschied, lief kontrolliert und sicherte sich so nach 7:42:57 Stunden den Sieg mit neuem Streckenrekord. Enger ging es um Rang zwei und drei zur Sache. Hier setzte sich der erfahrende Joe Skipper (7:56:19) knapp vor Tristan Olij (7:58:29) durch.
Hinter dem Spanier Mikel Ugarte Ramos platzierte sich Florian Angert auf Rang fünf, was für den 34-Jährigen die beste IM-Platzierung seit dem fünften Platz bei der IRONMAN WM 2022 in St. George bedeutete. Die Kona-Slots verpasste Angert allerdings knapp: Die vier Plätze gehen an die vier Erstplatzierten.
Davies auf und davon
Die Britin Daisy Davies startete schon im Wasser ihre Soloflucht. Mit über vier Minuten Vorsprung kam Davies (55:05 min) in die T1 am Hobie Beach. Bereits an Position drei folgte mit Antonia Milowsky (1:00:46) die bestplatzierte Deutsche aus den Fluten.
Der Versprung von Davies wuchs auch dem Rad schnell weiter an. Nach der Hälfte der Raddistanz war sie der Konkurrenz bereits um über elf Minuten enteilt. Erste Verfolgerin war mittlerweile Daniela Bleymehl bei ihrem Babypausen-Comeback-Rennen, gefolgt von Laura Jansen und der Australierin Penny Slater.
Die One-Women-Show der Britin im celeste-farbenen Trikot des Bianchi Pro Triathlon Teams ging auch auf den zweiten 90 km weiter. Mit einer Viertelstunde Vorsprung vor Bleymehl schnürte Davies, die im Vorjahr bei ihrer Langdistanzpremiere die Challenge Almere gewann, die Laufschuhe. Hinter Bleymehl (+15:29) starteten Henrike Güber (+17:42) und Penny Slater (+18:34) mit nur geringen Abständen auf Bleymehl in den Marathon. Ebenfalls in Schlagdistanz aufs Podium wechselten an den Positionen fünf und sechs Laura Jansen (+22:05) und Merle Brunnée (+22:09).
Bleymehl hält ihren Podiumsplatz
Im Marathon ließ Davies dann nichts mehr anbrennen. In 8:46:30 Stunden gewann die 23-jährige Britin ihr erstes IRONMAN-Rennen der Karriere. Dahinter wurden noch die Plätze getauscht. Bis zur 38 km-Marke konnte Bleymehl ihren zweiten Platz gegenüber der Dänin Kristine Christensen (8:57:59) behaupten, bis diese vorbeizog. Christensen gelang eine starke Aufholjagd, nachdem sie beim Radfahren aufgrund eines Defekts gut zehn Minuten verloren hatte. Ihren Podiumsplatz gab die Darmstädterin (8:59:55), die 2022 in Port Elizabeth gewann, bei ihrem erneuten Comeback allerdings nicht mehr her. Die Hamburgerin Henrike Güber wurde Vierte, gefolgt von der Österreicherin Anna Pabinger (5.), Merle Brunnée (6.) und Laura Jansen (7.).
Die vier Kona-Slots gehen an die vier Erstplatzierten.






