
Beim Schwimmen im Eidfjörd, das mit 15 Grad Wassertemperatur für Norseman-Verhältnisse relativ angenehm temperiert war, hatte Julia Skala (Schwimmzeit 1:06:32) noch einige Konkurrentinnen, die um sie herum aus dem Wasser kamen. So hatte die Britin Flora Colledge (1:04:42), die 2023 den Norseman gewinnen konnte, sogar einen kleinen Vorsprung auf die Deutsche.
Auf dem Radkurs sollte sich dies schnell ändern. Skala schlug auf dem Anstieg hinauf auf die Hardangervidda-Hochfläche ein hohes Tempo an und nur die Schweizerin Laura Kessler konnte ihr einigermaßen folgen. Im Radziel betrug der Abstand zwischen den beiden um die zehn Minuten.
Julia Skala stürmt mit zweitbestem Overall-Marathon auf den Gaustatoppen
Ein Vorsprung, der auf dem Marathon hinauf auf den 1883 m hohen Gaustatoppen nicht viel bedeutet. Doch Julia Skala war nun in ihrem Element. Die 30-Jährige lief in 4:01:29 Stunden den zweitbesten Marathon des Tages (nur der Männersieger Kristian Grue war schneller unterwegs) und hatte so bald nur noch die imaginäre Streckenbestzeit als Gegner. Im Ziel trennten Julia Skala und die zweitplatzierte Laura Kessler (11:52:29) fast eine Stunde. Wie stark die Oberfränkin unterwegs war, zeigt zudem der sechste Rang im Gesamteinlauf. Flora Colledge (12:10:21) folgte auf Rang drei in der Frauenwertung.
Kristian Grue mit Start-Ziel-Sieg
Ähnlich überlegen war Kristian Grue in der Männerkonkurrenz unterwegs. Der zweimalige Norseman-Zweite (2021/2022) kam bereits als Führender aus dem Wasser und war auf dem Weg zu einem Start-Ziel-Sieg. Einzig sein Landsmann Hans Christian Tungesvik konnte den Rückstand in Maßen halten und wechselte mit einer knappen Viertelstunde Rückstand in den Marathon.
Grue, der bei seinen beiden zweiten Plätzen jeweils Landsmann Jon Breivold den Vortritt lassen musste, baute schon auf den ersten 25 flachen Kilometern seinen Vorsprung weiter aus. Als es dann ab dem Zombie-Hill endgültig richtig zur Sache ging, bekam zudem Tungesvik muskuläre Probleme. Der zweimalige Wintertriathlon-Weltmeister, der 2019 die Xtri WM im Rahmen des Norseman gewann, musste wenig später aufgeben.
Christian Grues erster Norseman-Sieg war somit endgültig perfekt. Mit fast 45 min Abstand folgte der Schweizer Christophe Martignier (10:29:22) auf Rang zwei. Knapp dahinter kam der Finne Juuso Manninen (10:34:59) im dichten Nebel auf dem Gaustatoppen an.
Heiko Lewanzik bester Deutscher – Thorsten Schröder finisht sub 15
Für die beste deutsche Platzierung sorgte der frühere Bundesliga-Athlet Heiko Lewanzik (11:01:42) auf Rang sechs. David Grosspietsch (11:11:27) wurde Zehnter. Über das Black-Shirt, welches es für das Finish auf dem Gaustatoppen gibt, darf sich auch ARD-Tagesschau-Sprecher Thorsten Schröder freuen. Der Hamburger erreichte das Ziel in 14:59:19 Stunden auf Gesamtrang 123.












